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Einschulung – Welche Schule ist die richtige für mein Kind?

Einschulung – Welche Schule ist die richtige für mein Kind?

Im vergangenen Jahr wurden über 725.000 Kinder in Deutschland eingeschult. Die Entscheidung, welche Schule das Kind besuchen soll, ist für die komplette Laufbahn des frischgebackenen Schülers sowie seiner Eltern von hoher Bedeutung.

In den Jahren der Grundschule entscheidet sich bereits häufig, ob das Kind eine Abneigung gegen die Schule als Konzept sowie das Lernen entwickelt, ob soziale Kontakte aufgebaut werden und vor allem, ob das Kind die Bildung, Betreuung und Förderung erhält, die es benötigt. Das Konzept einer allgemeinbildenden Einrichtung ist vor allem an privaten Schulen individuell und nicht für jedes Kind das Richtige. Die Wahl sollte unter der Betrachtung verschiedenster Aspekte getroffen werden. Vor allem in Städten, die eine Auswahl an Schulen bieten, können unterschiedlichste Möglichkeiten und Alternativen überfordernd sein.

Welche Fragen stellen sich Eltern bei der Schulwahl?

  • Soll das Kind auf eine Privatschule oder eine staatliche Schule gehen?
  • Welche Informationen zum Konzept der Einrichtung liegen vor?
  • Wie ist die Entfernung zu der Schule?
  • Wie ist die Infrastruktur?
  • Kann das Kind langfristig alleine zur Schule gehen oder fahren oder muss es gebracht werden?
  • Wie hoch sind die Schulgebühren?
  • Wie modern ist die Einrichtung der Schule?
  • Kinder aus welchen Familien gehen regulär in die Schule?
  • Gibt es mediale Berichte über die Einrichtung?

Selbstverständlich kann auch das Kind gefragt werden, welche Schule ihm am meisten gefällt. Natürlich kann diese Entscheidung von einem Vorschulkind nicht rational getroffen werden, aber eine positive Tendenz kann in die Auswahl der Eltern einfließen. Häufig spielt es für das Kind eine Rolle, in welche Einrichtung die Freunde aus dem Kindergarten eingeschult werden.

Mediale Auftritte zeigen das Gesicht der Schule
Einrichtungen, welche engagiert sind und verschiedene Aktionen neben dem regulären Unterricht veranstalten, sind in der Regel mehr bedacht und engagiert, eine möglichst vielseitige Förderung für die Schüler zu bieten. Interessant sind auch persönliche Blogbeiträge, die von manchen Schulen veröffentlicht werden. Eine solide Internetpräsenz lässt Interessenten bereits in die Aktivitäten der Schule reinschnuppern und einen ersten Eindruck gewinnen. Der Blog der Berliner Klax Schule berichtet in spannenden Beiträgen über die Arbeit mit den Schülern und lässt auf eine vielseitige Aktivität und Förderung schließen. Auch die Arbeit des freien Trägers, abgesehen der schulischen Aktivitäten, kann ein interessanter Anhaltspunkt zum Gewinnen eines Eindrucks sein.

Persönlicher Eindruck und Bauchgefühl
Eine Begegnung mit dem Schulpersonal kann bereits ein wichtiger Entscheidungspunkt sein. Eltern sollten unbedingt auf ihr Bauchgefühl hören und den persönlichen Eindruck nicht unterschätzen. Schließlich werden die in der Schule beschäftigten Menschen den Großteil der Woche Zeit mit dem Kind verbringen, es fördern, prägen und beeinflussen. Dieser Einfluss entscheidet durchaus über die Zukunft des Kindes. Es ist empfehlenswert, Infoabende der Schulen zu besuchen und bereits die möglichen Klassenlehrer für das Kind kennenzulernen. Auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern könnte einen Richtwert geben, wobei subjektive Meinungen mit Vorsicht zu genießen sind.

Stärken und Schwächen – Ein Konzept, welches zum Kind passt
Abzuschätzen, welche Stärken und Defizite das Kind in der Schule zeigen wird, ist in der Regel schwer. Natürlich sind Tendenzen wie die Freude an der Bewegung, Interesse an Zahlen oder Wörtern, musikalisches oder künstlerisches Talent bereits früh erkennbar, dies kann sich in der Schule aber stark ändern. Dennoch können Spezialisierungen der Schule interessant sein: Kinder, die viel Leitung und Struktur benötigen, profitieren von klassischen Lernmethoden, einem geregelten Frontalunterricht und klaren Rahmen. Diese sind in der Regel in staatlichen Schulen ohne Spezialisierungen zu finden, aber auch freie Träger können einen fundierten, strukturierten Unterricht bieten. Künstlerische Schulen, freie Lernmethoden und alternative Konzepte werden eher in privaten Einrichtungen angeboten.
Eine spezielle Gruppe bilden bilinguale oder sprachlich orientierte Schulen, die bereits in der Grundschule eine Fremdsprache einführen oder gar den Unterricht in einer anderen Sprache gestalten. Sprachlich talentierte Kinder oder Kinder, die bilingual aufwachsen, können mit diesem Konzept zielführend gefördert werden, unabhängig davon, ob eine Vorbildung besteht.
Das wichtigste Kriterium ist aber ein positiver, professioneller und moderner Eindruck, den die Eltern bereits vor Schulbeginn erlangen können. Die Kommunikation mit den Lehrern spielt dabei eine entscheidende Rolle: Wenn eine ausführliche Beratung bereits zur Informationszwecken möglich ist, wird der gesamte Austausch während der Schulzeit in der Regel einfacher, effektiver und zielführender sein.

Foto: Pixabay.com

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