Familienleben

Arbeiten von zu Hause aus: Homeoffice, Familie und Beruf

Arbeiten von zu Hause aus: Homeoffice, Familie und Beruf

Wenn Familien- und Karriereplanung miteinander in Konflikt geraten, dann sind Zeitgründe meist der ausschlaggebende Faktor. Spätestens mit dem Nachwuchs zeigt sich, wie familienfreundlich ein Unternehmen ist. Immer häufiger kommt es vor, dass dafür der Arbeitsplatz in die eigenen vier Wände verlegt wird – ins Homeoffice.

Das Homeoffice – ein Zukunftsmodell?

Von Arbeitgeberseite aus finden sich auch heute noch wenige Angebote zur Betreuung von Kindern, denn Einrichtungen wie Betriebskindergärten sind eher selten anzutreffen. Auch finanzielle Zuschüsse und Serviceleistungen können eher als Ausnahme betrachtet werden. Einfacher wird es für Eltern, wenn es darum geht, die Arbeit oder zumindest einen Teil davon von zu Hause aus zu erledigen, um auf diese Weise Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen. Umfragen zufolge zielen rund 80 Prozent der Unternehmen auf mehr Familienfreundlichkeit ab.

Aus gutem Grund: Studien haben gezeigt, dass sich eine entsprechende Unternehmenspolitik auch in finanzieller Hinsicht positiv auswirkt. Mitarbeiter, die sich wegen der Betreuung ihrer Kinder keine Gedanken machen müssen, fallen seltener aus und sind nachweislich produktiver. Darüber hinaus ist kein beruflicher Wiedereinstieg nötig, denn Kenntnisse und Fähigkeiten bleiben erhalten. Zudem bleiben dem Unternehmen dadurch hoch qualifizierte Mitarbeiter erhalten und es entfällt die kostspielige und zeitintensive Suche nach einem passenden Ersatz.

Das eigene Homeoffice einrichten

Der Arbeitsplatz unter dem eigenen Dach will gut geplant sein, denn auch daheim will Arbeit von Privatem getrennt sein. Am besten eignet sich dazu ein separates Arbeitszimmer. Das gilt vor allem dann, wenn der Großteil der wöchentlichen Arbeitszeit hier verbracht wird. Die Einrichtung kann zwar nach eigenem Geschmack und dem Wohnstil angepasst erfolgen, sollte aber auch zweckmäßig und möglichst ergonomisch sein, um ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Das Homeoffice sollte ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält.

Da Arbeitnehmer Tätigkeiten im Homeoffice in aller Regel sitzend durchführen, führt um einen ergonomischen Bürostuhl kein Weg herum. Dieser macht nicht nur längeres Sitzen angenehmer, sondern vermeidet gesundheitliche Schäden wie z. B. Rückenprobleme, die durch falsches oder zu langes Sitzen entstehen können. Außerdem sollte für genug Licht gesorgt werden, das möglichst natürlichen Ursprungs ist.

Aber auch zu viel Licht kann die Arbeit behindern. Spiegelt sich das Fenster im Monitor, kann das die Arbeit erheblich erschweren. Eine seitliche Position ist also vorzuziehen, sofern die Sonne direkt durchs Fenster scheint. Für die dunkleren Tage im Winter ist es dennoch wichtig, eine optimale Beleuchtung des Arbeitsplatzes einzurichten. Dabei sollten zu starke Kontraste zwischen einzelnen Lichtzonen vermieden werden, um das Auge nicht unnötig anzustrengen.

Idealer Arbeitsplatz oder nicht? Was es zu beachten gilt

Das Homeoffice kann aber auch mit Nachteilen verbunden sein, über die sich Arbeitnehmer im Vorhinein im Klaren sein sollten. Der Besuch kurzfristig angesetzter Besprechungen ist entweder nicht möglich oder mit Stress verbunden. Auch das Fehlen geregelter Arbeitszeiten kann sich negativ auf die eigene Produktivität auswirken. Wer also zu Hause arbeitet, benötigt eine gehörige Portion Selbstdisziplin, um zum einen stets rechtzeitig mit der Arbeit beginnen zu können und sich zum anderen nicht allzu oft davon ablenken zu lassen.

Foto: Pixabay.com

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