Familienleben

Die Familienküche – ein Ort, an dem die Generationen zusammenkommen

Die Familienküche – ein Ort, an dem die Generationen zusammenkommen

Marmelade machen mit Oma, kochen mit Mama und Pizza backen mit Papa – in keinem Raum im Haus kommen so viele verschiedene Generationen einer Familie zusammen wie in der Küche. Oft startet man genau hier zusammen in den Tag oder tauscht sich beim gemeinsamen Abendessen über das Erlebte aus. Daher sollte die Familienküche sorgfältig durchdacht sein.

Das ist Familiensache

Die Planung sollte man gemeinsam angehen und alle Facetten des bunten Alltags mit einbeziehen. Man sollte sich im Klaren darüber werden, wie genau man sich die Küche vorstellt. Hier hilft es verschiedene Angebote und Modelle zu vergleichen und sich über gewisse Punkte Gedanken zu machen: welche Familienmitglieder halten sich hier am häufigsten auf, wie integriert man alle, wohnt neben dem Nachwuchs auch noch die ältere Generation mit im Haus oder ist oft zu Besuch etc.?

Die richtige Küchenform für die Familie

Als besonders geeignet bei Familienküchen haben sich L-, U-, und G-Formen sowie Kücheninseln erwiesen:
L-Form
Vorteile
– Platz für Essplatz in der Küche
– Einrichtung sehr flexibel
– geeignet für offene und geschlossene Räume
Nachteile
– man arbeitet abgewandt vom Essplatz und dadurch oft vom Kind

U-Form
Vorteile
– viel Arbeitsfläche
– kurze Arbeitswege
Nachteile
– Integration eines Essplatzes oft schwer
– Hängeschränke wirken schnell beengend und sollten deswegen nur bedingt eingeplant werde

G-Form
Vorteile
– viel Stauraum und Arbeitsfläche
– günstige Arbeitswege
– eignet sich sehr gut als großzügige Wohnküche
– besonders gut für Familien geeignet
Nachteile
– benötigt viel Platz

Insel
Vorteile
– viel Stauraum und Arbeitsfläche,
– Platz für viele Personen, gemeinsames Kochen als Event
Nachteile
– nur bei großen Räumen möglich

Ergonomie

Nicht nur wenn Oma und Opa auch noch mit im Haus wohnen, ist die Ergonomie ein wichtiger Faktor in der Küche. Der Begriff Ergonomie setzt sich aus den beiden altgriechischen Worten ergos (Arbeit) und nomos (Regel) zusammen und bezieht sich in erster Linie auf die Arbeitsbedingungen eines Menschen. Diese müssen an die Bedürfnisse des Menschen angepasst sein um als ergonomisch zu gelten. Jung und Alt müssen in der Lage sein, in einer entspannten und gesunden Haltung kochen, backen und spülen zu können. Plant man die Küche von Anfang an gemeinsam und bezieht solche Faktoren mit ein, lassen sich viele Umbauarbeiten im Nachhinein vermeiden.

Wie beziehe ich die Kinder ein?

Neben der Großelterngeneration möchte man natürlich auch unbedingt die Jüngsten in die Planung einbeziehen. Während die Eltern das Essen zubereiten, sollten sie die Kleinen auch kurz unbeaufsichtigt malen oder basteln lassen können. Daher ist bei einer Familienküche eines der wichtigsten Kriterien Sicherheit. Die Küche muss so aufgebaut sein, dass sie den Erwachsenen die Möglichkeit gibt alles im Blick zu haben und problemlos mit den Kindern zu kommunizieren, weswegen hier viele zur U- oder G-Form tendieren. Ein Tisch in der Küche wird hier der optimale Arbeitsplatz für den Nachwuchs, während die Erwachsenen fleißig sind. Des Weiteren können Hocker als Podest dienen, auf dem die Kinder dann, natürlich unter Aufsicht, auch mal die Soße umrühren dürfen. Die Hocker können am Ende des Tages dann einfach unter dem Tisch verstaut werden und stehen so nicht im Weg rum.

Die Erfahrung anderer nutzen

Die besten Tipps für die Küchenplanung sind Erfahrungen, die aus dem Alltag kommen. Man kann sich im Bekanntenkreis Inspiration und Ratschläge holen. Auch wenn natürlich jede Familie anders ist, sind die Ansprüche an Funktionalität und Sicherheit oft die gleichen. Eine Familie mit kleinen Kindern zum Beispiel, wird eher selten weiße Hochglanzfronten für Ihre Küche wählen, da diese, wenn Nachwuchs im Haus ist, schnell in Mitleidenschaft gezogen werden. Daneben kann man an auch die Erfahrung von Profis nutzen und sich von diversen Ratgebern inspirieren lassen. Die Spezialisten von Küchen Quelle, zum Beispiel, beschäftigen sich in ihrem Ratgeber mit zahlreichen Themen rund um Küchenplanung, -formen und –ausstattung. Hier findet man auch viele Tipps rund um die Familienküche.

Die wichtigsten Kriterien auf einen Blick

  • Kinder sollten sich in der Küche sicher bewegen können. Gefahrenherde sollten daher eliminiert werden. Das schließt auch Steckdosen und spitze Gegenstände mit ein, die offen für die Kinder zugänglich sind.
  • Wenn man sich schnell an Finderabdrücken und Kratzern stört, sollte man ein robustes Material für die Fronten wählen und auf grifflose Elemente und Hochglanz verzichten.
  • Der Stauraum muss entsprechend den Bedürfnissen und der Größe der Familie geplant werden. Eine große Familie bedeutet große Töpfe und Schüsseln. Der Stauraum sollte so optimiert geplant werden, dass man alles problemlos unterbringt.
  • Man sollte bei der Planung an die Zukunft denken. Auch wenn man heute keine Probleme hat damit hat, sich zu bücken um die Spülmaschine auszuräumen, wird es einem der Rücken später danken, wenn diese weiter oben eingebaut ist und sich somit auf Greifhöhe befindet.
  • Wenn es möglich ist, kann man einen Tisch in der Küche integrieren. Er stellt nicht nur einen Essplatz dar, sondern ist auch die perfekte Werkbank für die Kleinen. Als Elternteil kann man sie dann beim Spielen oder den Hausaufgaben besser beaufsichtigen oder sie beim Kochen besser miteinbeziehen. Bei einer kleinen Küche bietet sich in diesem Fall ein Klapptisch an.

Foto: Pixabay.com

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