Familienleben

Familienförderung beim Immobilienkauf mit Kindern

Familienförderung beim Immobilienkauf mit Kindern

Familien und Alleinerziehende mit Kindern können verschiedene Familienförderprogramme nutzen, die sie beim Kauf einer Immobilie finanziell unterstützen.

Viele Familien wollen sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, doch oftmals mangelt es an den finanziellen Mitteln. Dabei gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, Förderungen, Zuschüsse oder Darlehen bei Bund, Ländern und Kirche zu beantragen, die sich explizit an Familien mit Kindern richten. Erfahren Sie hier, welche Mittel Sie sich sichern können.

Warum lohnt sich der Kauf einer Immobilie?

Im Moment sind die Zinsen so niedrig wie noch nie. Um die Konjunktur wieder in Schwung zu bringen, wird es die Europäische Zentralbank eine Weile dabei belassen. Wie lange dieser Zeitraum umfasst, bevor die EZB wieder damit beginnen wird, die Inflation ansteigen zu lassen, ist ungewiss. Es kann sich demnach durchaus lohnen, jetzt die Zinsen langfristig festzuschreiben und bei einer Bank einen Kredit für die eigenen vier Wände abzuschließen. Denn besonders für Familien kann sich das Eigenheim aus folgenden Gründen bezahlt machen:

  • Altersvorsorge
    Das Haus oder die Eigentumswohnung dient nicht nur als Heim, solange die Kinder klein sind. Im Alter kann es zusätzlich als Geldanlage dienen.
  • Berechenbare Finanzierungskosten
  • Platz für die ganze Familie
    Besonders bei kleinen Kindern legen Eltern viel Wert darauf, dass diese in einer schönen Umgebung aufwachsen, in der sie sich frei entfalten können. Ein Eigenheim bietet sowohl Platz als auch ausreichend Freiraum.
  • Freier Gestaltungsspielraum
    Die Besitzer eines Eigenheims können frei entscheiden, wie sie ihr Heim gestalten, aufbauen und einrichten wollen.

Finanzierung ohne Eigenkapital

Wie bereits erwähnt, laden die niedrigen Zinsen förmlich dazu ein, ein Grundstück zu erwerben und ein Haus zu bauen. Wer sich allerdings nicht nur auf einen Kredit bei der Bank verlassen will, sondern stattdessen auch die Förderungen ausschöpfen möchte, die extra für Familien bereitgestellt werden, sollte sich mit den hier vorgestellten Finanzierungsmöglichkeiten auseinandersetzen.
1) Wohn-Riester
Die klassische Variante ist die 2008 eingeführte Eigenheimrente, auch genannt Wohn-Riester. Dabei handelt es sich um einen Bausparplan, der zusätzlich durch staatliche Zulagen sowie einem jährlichen Steuerersparnis gefördert wird. Zu Beginn wird ein monatlicher Sparbetrag für die ersten Jahre individuell festgelegt. Dieser setzt sich aus vier Prozent des beitragspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens, der Anzahl der Kinder sowie der Familiensituation zusammen. Während dieser Ansparphase wird auch nur dieses festgelegte Sparguthaben verzinst. Sobald der Betrag zuteilungsreif ist, erfolgt ein Darlehen der Bausparkasse in vereinbarter Höhe mit den zugesicherten staatlichen Zulagen. Die Grundzulage umfasst folgende Beträge:

  • Grundzulage = 134 €/Jahr
  • Kinder (vor 2008 geboren) = 185 €/Jahr
  • Kinder (nach 2008 geboren) = 300 €/Jahr

2) BAFA-Förderung
Die BAFA-Förderung gibt es dann, wenn erneuerbare Energien genutzt werden, beispielsweise bei Solar- oder Biomasseanlagen. Auch die Senkung des Energiebedarfs wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle belohnt. Weitere Förderprogramme sind:

  • Heizen mit erneuerbaren Energien
  • Heizungsoptimierung
  • Vor-Ort-Energieberatung

Einen umfassenden Überblick gibt die Seite des Bundesamtes. Dort erfahren Interessierte auch genau, wie hoch die Zuschüsse sind.
3) KfW-Wohneigentumsprogramm
Ähnlich wie beim Wohn-Riester handelt es sich beim KfW-Wohneigentumsprogramm ebenfalls um ein sehr zinsgünstiges Darlehen, welches bis zu 35 Jahre Laufzeit betragen kann. Es beginnt ebenfalls mit einer tilgungsfreien Anlaufzeit, in der nur die Zinsen des Darlehens zurückgezahlt werden müssen. Wichtig ist außerdem, dass im Rahmen dieser Förderung eine Zinsbindung stattfindet.
4) Bundesländer fördern individuell
Jedes Bundesland hat seit 2013 ein eigenes Wohnraumförderungsprogramm. Es gibt das sogenannte Wohnraumförderungsgesetz (WoFG), welches als Basis dient, aber von jedem Bundesland an die individuellen Bedürfnisse (Wohnungsmarkt, Einkommen, Mietpreise) angepasst wird. So können Familien mit mindestens einem Kind beispielsweise in Baden-Württemberg geförderte Zuschüsse von maximal 50.000 € beantragen, die eine Laufzeit von 25 Jahren haben. In Bayern gibt es sogar beim bayerischen Wohnungsbauprogramm für junge Familien einen einmaligen Zuschuss von 2.500 € pro Kind.
5) Darlehen der Kirchen
Auch die Kirche (sowohl die katholische als auch die evangelische) bietet nicht nur zinslose Darlehen sondern auch Erbbaurechte an.
6) Baugeld vom Bürgermeister
Was viele nicht wissen, ist, dass es auch Förderprogramme von Kommunen gibt. Die Aktion pro Eigenheim hat eine Datenbank „Baugeld vom Bürgermeister“ zusammengestellt, in der Interessierte sich einen Überblick darüber verschaffen können, welche Ortschaften, Landkreise und Kommunen Familien beim Immobilienerwerb unterstützen.

Foto: Pixabay.com

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