Familienleben

Wann sich Kredite für Familien lohnen

Wann sich Kredite für Familien lohnen

Schulden machen kann sich lohnen – wenn das Geld sinnvoll investiert wird, etwa für eine Umschuldung, den Hauskauf oder einen Studienkredit.

Es gibt viele Gründe, einen Kredit aufzunehmen. Manchmal ist es die letzte Zahnarztrechnung, die nicht mehr ins Budget passt, ein neues Auto oder auch der dringende Wunsch, endlich Hausbesitzer zu werden.

Die Zeiten, Schulden zu machen, erscheinen günstig: Das Zinsniveau ist niedrig, die Konjunktur brummt, die Löhne steigen. Etwa 7 Millionen Kredite nehmen die Deutschen pro Jahr auf – bei der Sparkasse, einem Immobilienfinanzierer oder bei einer Online-Kreditbank. Das geliehene Geld fließt in vielen Fällen in den Konsum: Die Deutschen leisten sich etwa Reisen und neue Möbel auf Pump, ein Motorrad oder einen Neuwagen – auch, wenn’s der alte noch ein paar Jahre getan hätte.

Vorsichtige Konsumenten zucken da eher zurück und verlegen den teuren Urlaub auf kommendes Jahr oder ertragen den Anblick der zerschlissenen Couch notfalls bis zur nächsten Lohnerhöhung. Sie wissen: Schulden machen ist leicht, sie wieder abzutragen, dagegen manchmal ganz schön schwer. Einen Kredit aufzunehmen, kann aber auch gerade für Familien eine sinnvolle Strategie sein, Geld zu sparen, in die Zukunft zu investieren oder langfristig Vermögen zu bilden.

Raus aus dem Dispo

Klare Sache: Wer etwa dauerhaft auf dem Girokonto in die roten Zahlen rutscht und die noch immer enorm hohen Dispozinsen zahlt, kann mit einem Ratenkredit auf einen Schlag alte Schulden loswerden und langfristig viel Geld sparen. Denn der Zinssatz für einen üblichen Ratenkredit liegt deutlich unter dem Niveau eines Dispositionskredites, ja nach Bank und persönlicher Situation kann er bis über 50 Prozent günstiger sein.

Wann sich der Immobilienkauf lohnt

Raus aus der immer teurer werdenden Mietwohnung, rein ins eigene Traumhaus? Bei den derzeit attraktiven Konditionen für einen Immobilienkredit kann sich das tatsächlich rechnen. Sogar die Stiftung Warentest rät in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest zum Immobilienkauf. Für einen Kredit mit zehnjähriger Laufzeit verlangten die günstigsten Baufinanzierer im Juli 2016 weniger als 1 Prozent Zins – verführerisch. Allerdings lohnt sich der Immobilienkauf nicht zu jedem Preis.

In den begehrten Vierteln vieler Großstädte wie etwa Hamburg, München oder Stuttgart ist der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses wohl kein gutes Geschäft: Die Angebote auf dem Immobilienmarkt sind schlicht zu teuer, die eventuell dafür aufgenommenen Kredite riesig. Wer aber bei der Suche nach dem neuen Familiendomizil flexibel ist und statt einer sehr guten Lage mit einer guten zufrieden ist, kann viel Geld sparen. Wer auf eine Toplage verzichtet, kommt etwa in Hamburg 30 bis 50 Prozent günstiger davon, in Bremen 39 Prozent, in Düsseldorf gut 30 Prozent.

Studienkredit: Investition in die Zukunft

Aber es gibt noch mindestens einen weiteren Grund für Familien, jetzt Schulden zu machen: um die Ausbildung des Nachwuchses zu finanzieren. In diesen Wochen verlassen 400.000 Abiturienten die deutschen Schulen – und viele davon wollen studieren. Das kostet – selbst, wenn es keine Elite-Uni in London sein soll.

Ein Student braucht in Deutschland rund 800 Euro im Monat, um Wohnung, Essen, Krankenversicherung und Semestergebühren zu bezahlen. Wer kein Bafög bekommt, auf kein Stipendium hoffen darf oder nicht aus einem Elternhaus mit finanziellen Reserven kommt, muss selbst sehen, wie er über die Runden kommt. Die Lösung: ein Studienkredit.

Das unabhängige Informationsportal Finanztip rät, es zunächst bei der staatlichen Förderbank KfW zu versuchen. Studenten zahlen dort derzeit 4,16 Prozent jährlichen Effektivzins. Zwar ist der Zins variabel, er kann also theoretisch künftig ansteigen. Laut Finanztip ist der Kredit selbst in diesem Fall günstiger als Angebote der Konkurrenz. Mit zuletzt rund 31.000 Krediten im Jahr 2015 vergibt die staatliche Förderbank regelmäßig den Löwenanteil an Studienkrediten. Eine Alternative kann auch die Hausbank sein. Mit dem Verweis auf die günstigen KfW-Bedingungen ließen sich auch bei Banken und Sparkassen günstige Finanzierungsbedingungen herausholen, raten die Experten.

Foto: Pixabay.com

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