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Kinotipp: THE JUNGLE BOOK

Kinotipp: THE JUNGLE BOOK

Gemütlich war früher: Die Neuverfilmung des Disney-Klassikers „Das Dschungelbuch“ lebt von Action, Technik – und überwältigenden Bildern (Kinostart: 14. April 2016). Absolut Familie verlost drei Fanpakete.

Die Versuchung war wohl einfach zu groß: Disneys Meisterwerk „Das Dschungelbuch“ von 1967 ist bis heute einer der erfolgreichsten Trickfilme weltweit. Generationen von Filmfans lieben dieses schwungvoll animierte Abenteuer, seine unverwüstlichen Songs und seine tierischen Hauptdarsteller Balu und Baghira. Ob sich dieser Erfolg noch toppen lässt? Der kalifornische Maus-Konzern jedenfalls ist davon überzeugt. Nach knapp 50 Jahren hat Disney seinem Klassiker ein modernes Outfit verpasst. „The Jungle Book“ kombiniert Realfilm, Motion-Capture-Techniken und jede Menge Computeranimation zu einem spektakulären Bilderrausch. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen –  aber die Gemütlichkeit des Originals ist dahin.

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Die Geschichte nach dem Buch von Rudyard Kipling ist bekannt: Der junge Mogli (Neel Sehti) wächst im indischen Dschungel unter Tieren auf – genauer: er gehört zum Rudel von Wolfsmutter Rakcha (deutsche Stimme: Heike Makatsch). Tiger Shir Khan (Ben Becker) ist der Junge ein Dorn im Auge. Die Raubkatze hat schlechte Erfahrungen mit Menschen und ihrem Feuer gemacht und will Mogli töten. Um seine Wolfsfamilie nicht in Gefahr zu bringen, flieht der Junge unter dem Schutz von Panther Baghira (Joachim Krol) ins Menschendorf. Bevor er dort ankommt, trifft er aber erst mal die listige Schlange Kaa (Jessica Schwarz) und den fröhlichen Bären Balu (Armin Rohde).

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Visuell ist „The Jungle Book“ absolut beeindruckend. Die am Computer erschaffenen Dschungel-Kulissen sind überwältigend und zaubern eine märchenhafte Stimmung – ein Traum. Dazu kommen die Tiere, allesamt ebenfalls Kunstprodukte: Panther, Bär und Tiger bewegen sich sehr realistisch und geschmeidig. Und das ist noch nicht alles: Die Disney-Künstler haben eine komplette Tierwelt kreiert, in der es von bunten Vögeln, kleinen Nagern, majestätischen Elefanten und verrückten Affen nur so wimmelt.

Der einzige menschliche Darsteller gerät dabei fast etwas ins Abseits: Der junge Neel Sehti ist zwar ein aufgeweckter Kerl, aber gegen die sprechenden wilden Tiere kommt er schauspielerisch nicht so recht an. Das fällt allerdings kaum ins Gewicht, denn der Film setzt vor allem auf Action und ein ziemlich hohes Tempo. Mogli gerät von einer Gefahr in die andere, das beginnt schon mit der atemberaubenden Eingangssequenz, die den Rhythmus fast des gesamten Films vorgibt.

Bei allem Aufwand, bei aller Liebe zum Detail: Diesem Film fehlt etwas. Vielleicht lässt es sich am besten mit Charme beschreiben – oder einer gewissen Wärme. „The Jungle Book“ ist ziemlich düster geraten. Shir Khan und andere Gefahren des Dschungels wirken sehr bedrohlich – das ist natürlich nur realistisch. Aber zugleich verleiht es dem Film auch eine bittere Note.

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Ein Beispiel: Die berühmte Szene mit Affenkönig Louie (Christian Berkel) in der Tempelruine ist mächtig übertrieben. Der Affe ist hier ein überlebensgroßes, kingkonghaftes Monster, kein kumpelhafter Gauner. Er singt zwar noch sein „Ich möchte sein wie du“, aber weder Song noch Szene sind – wie im Original – ein Genuss, sondern eher ein Kabinett des Schreckens. Nicht einmal Balu bringt die ersehnte Gemütlichkeit in den Dschungel: Dieser moderne Bär ist ein ziemlich verschlagener Typ, der den hilflosen Jungen zunächst schamlos ausnutzt und sogar belügt.

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Und noch etwas haben die Disney-Macher und Regisseur Jon Favreau („Kiss The Cook“) an dieser Neuausgabe geändert: die Perspektive auf das Verhältnis von Mensch und Natur. Während Shir Khan im Original von ’67 wenig mehr als nur ein böses Raubtier ist, verwandelt sich hier der Tiger in einen radikalen Naturschützer. Der geht zwar für seine Ziele über Leichen, aber sein Anliegen ist so verkehrt nicht: Menschen bringen nur Verwüstung über den Dschungel, lautet seine Überzeugung, deshalb haben sie im Lebensraum von Tiger, Elefant und Co. nichts zu suchen. Und damit hat die alte Katze recht. Das Problem ist nur: Der Held des Films ist ein Mensch – und der Tiger immer noch der Bösewicht.

Fazit: Probier’s mal ohne Gemütlichkeit: Technisch brillantes, aber zu düster geratenes Fantasy-Abenteuer.

junglebook_posterKinostart: 14. April; Regie: Jon Favreau; FSK: ab 6; Länge: 106 Min.; Verleih: Walt Disney Germany; Link: http://filme.disney.de/the-jungle-book

Zum Kinostart von “The Jungle Book” verlosen wir drei Fanpakete, bestehend aus je einem Kinder-T-Shirt, einer Taschenlampe und dem Hörbuch zum Film:

The Jungle Book_Bundle

Wer zum Filmstart von “The Jungle Book”ein Fanpaket gewinnen möchte, füllt unter dem Stichwort „Dschungelbuch“ einfach das Gewinnspielformular aus. Nicht vergessen, Namen und vollständige Adresse anzugeben. Die Namen der Gewinner werden auf absolutfamilie.de/wer-hat-gewonnen veröffentlicht.

Einsendeschluss ist der 26.04.2016. Mitarbeiter der beteiligten Firmen können nicht teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Daten der Teilnehmer werden von Absolut Familie nur für diese Gewinnspielabwicklung verwertet, nicht gespeichert und ausschließlich zu Versandzwecken an die beteiligten Firmen weitergegeben.

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