Absolut-Reisen

Auslandsaufenthalt für Schüler

Auslandsaufenthalt für Schüler

Fremdsprachenkenntnisse sind klasse – und Sprachen lernt man am besten im jeweiligen Land. eine Checkliste zum Auslandsaufenthalt des Kindes.

 

Checkliste für einen Auslandsaufenthalt
Die globalisierte Welt rückt immer näher zusammen – das macht Fremdsprachenkenntnisse heute im Studium und auch im späteren Berufsleben unverzichtbar. Eine Sprache erlernt sich dabei nirgendwo schneller und besser als im jeweiligen Land. Gleichzeitig fördert das Kennenlernen neuer Kulturen, Sprachen und Menschen die individuelle Weiterentwicklung und stärkt die interkulturelle Kompetenz. Seinem Kind einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen, ist daher unbedingt empfehlenswert.

Heike ElzDie folgende Checkliste zeigt, worauf dabei zu achten ist. Angereichert wurde sie mit Tipps von Heike Elz, seit 2008 Leiterin des Internatsgymnasiums Schule Marienau in Niedersachen. Die Schule entsendet jährlich weit über 40 Schüler in andere Schulen und Länder. Heike Elz hat über 25 Jahre pädagogische Erfahrung in Internaten und Privatschulen gesammelt.

Eignet sich ein Auslandsaufenthalt für jeden Schüler?
Auslandsaufenthalte kommen im Prinzip jedem Schüler zugute, denn sie wirken sich in aller Regel positiv auf die persönliche Entwicklung aus. Für Schüler, die kein ganzes oder halbes Jahr im Ausland verbringen möchten, kann es bereits Sinn machen, eine sechswöchige Summer School zu besuchen. Denn selbst bei kürzeren, internationalen Aufenthalten fördern die Begegnungen mit anderen Sprachen und Kulturen das Bewusstsein der eigenen Identität.

Tipp von Heike Elz: „Sprechen Sie zuallererst mit Ihrem Kind und forschen Sie nach, in welches Land es gehen möchte und was es sich vom Aufenthalt dort verspricht. Erst wenn sich der Wunsch Ihres Kindes manifestiert hat, sprechen Sie mit der Schule, welche Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt bestehen.“

Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Schüler, die einen Auslandsaufenthalt anstreben, sollten eine gewisse Reife und Selbstständigkeit mitbringen. Das bedeutet zugleich: Jeder Schüler muss den richtigen Zeitpunkt für sich selbst finden. Erfahrungsgemäß eignen sich jedoch Jugendliche ab Klasse 10 oder 11 – entsprechend des G8 oder G9 Modells – für einen Auslandsaufenthalt.

Tipp von Heike Elz: „Es ist von Vorteil, die Kurse im Ausland analog zu den Kursen der vier Abitursemester zu wählen, damit Ihr Kind gut vorbereitet in den Abiturjahrgang starten kann. Außerdem empfiehlt es sich, bei einem halbjährigen Auslandsaufenthalt das Winterhalbjahr zu wählen, um sich danach wieder ein halbes Jahr in der Heimat einzuleben und direkt auf das Abitur vorzubereiten.“

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
Ein Auslandsaufenthalt kostet Geld, gar keine Frage. Hierbei sind in erster Linie die Eltern und der Schüler selbst gefragt, die finanziellen Mittel zu organisieren. Ein mehrmonatiger Auslandsaufenthalt kann heute zwischen 5.000 und 45.000 Euro kosten, dies variiert je nach Austauschorganisation, Gastland und ob es sich um eine Privatschule bzw. Internat oder öffentliche Schule handelt. Im Durchschnitt liegen die Kosten der meisten Austauschprogramme professioneller Organisationen bei 6.500 Euro zzgl. Taschengeldkosten. Viele Schulen vergeben Stipendien, um einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen und dessen Finanzierung zu erleichtern. Zudem gibt es zahlreiche professionelle Institutionen von Auslandsjahren wie etwa den deutschen Fachverband ‚High School‘ (DFH), dieser vergibt Teil- oder Vollstipendien an begabte und engagierte junge Menschen. Als weitere Ergänzung zur Eigenfinanzierung kann unter bestimmten Voraussetzungen Auslands-BAföG beantragt werden.

Tipp von Heike Elz: „Prüfen Sie, welche Austauschorganisationen für Sie in Frage kommen. Sollte es eine kommerzielle oder nichtkommerzielle Organisation sein? Es gibt hier eine Vielzahl von Angeboten, die es sich zu vergleichen lohnt. Insbesondere im Bereich der Stipendienprogramme gibt es viele Anbieter. Nützliche Informationen finden Sie unter schueleraustausch-stipendien.de

Auslandsaufenthalt 1

Worauf muss generell geachtet werden?
Ein Auslandsaufenthalt erfordert eine intensive Vorbereitung. Der Schüler sollte sich für eine Landessprache entscheiden, die für das spätere Studium und den Berufswunsch sinnvoll erscheint. Zusätzlich ist es ratsam, sich für Weltsprachen wie Englisch, Spanisch oder Russisch zu entscheiden, da diese künftig im Unterricht weiter belegt werden können. Außerdem sollte geprüft werden, welche Freizeit- und Sportmöglichkeiten beim Austausch angeboten werden und ob diese den Interessen ihres Kindes entsprechen. Durch gemeinsame Aktivitäten ist es leichter im Ausland sozialen Anschluss zu finden. Ferner sollte überlegt werden, ob eine Gastfamilie oder ein Internat sinnvoll ist und eine bestimmte pädagogische Ausrichtung der Schule gewünscht wird.

Darüber hinaus gibt es organisatorische Dinge, die geklärt werden müssen, wie zum Beispiel den Versicherungsschutz. Falls es in tropische Regionen geht, ist die Berücksichtigung spezieller Impfungen und/oder einer Malariaprophylaxe unentbehrlich. Um die Ankunft im Austauschland zu erleichtern, ist es von Vorteil, sich vorab über kulturelle Besonderheiten des Austauschlandes zu informieren, beispielsweise im Gespräch mit anderen Schülern, die aus dem jeweiligen Land kommen oder dort eine Zeit lang gelebt haben.

Tipp von Heike Elz: „Stimmen Sie den Austausch möglichst klar mit der Austauschorganisation sowie mit der Gastschule, der Gastfamilie und der Heimatschule ab. Nur so schaffen Sie die Voraussetzungen für einen reibungslosen Aufenthalt und die Wiedereingliederung des Schülers in den heimischen Unterricht nach seiner Rückkehr.“

Wird der Aufenthalt an der deutschen Schule anerkannt?
Ob ein Auslandsaufenthalt anerkannt wird, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Daher empfiehlt es sich, den direkten Kontakt mit der Schule und den jeweiligen Verantwortlichen zu suchen. Dabei gilt: Die Anerkennung des Auslandsaufenthaltes sollte definitiv im Vorfeld abgeklärt werden, damit nach der Rückkehr keine Beeinträchtigung der Schullaufbahn entsteht. Die Schule Marienau erkennt alle Aufenthalte problemlos an und unterstützt gern aktiv bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes.

Tipp von Heike Elz: „Auch wenn es bei vielen Schülern unbeliebt ist, ist es sinnvoll, das Fach Mathematik auch in der Ferne weiter zu belegen, um einen möglichst problemlosen Anschluss an der deutschen Schule zu gewährleisten.“

Klicken Sie, um einen Kommentar hinzuzufügen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr in Absolut-Reisen

beach-84631_1280

Ihre Reiseapotheke – diese Dinge sollten nicht fehlen

Hans Wankl28. Juni 2017
beach-1867271_1280

Familienurlaub – worauf ist bei der Buchung zu achten?

Hans Wankl11. März 2017
Schweiz - Grächen, Waldspielplatz2

Grächen – Familienurlaub im Sommer im größten Kindergarten der Welt

Sven Weniger10. August 2016
neckermann_familienurlaub

Günstiger Familienurlaub in der Nachsaison

Thomas Meins5. August 2016
baltic-sea-1120893_1280

Die besten Tipps für Familienurlaub in Mecklenburg-Vorpommern

Thomas Meins14. Juli 2016
kinder_kostenlos

Wo Freizeitspaß für Familien nichts kostet

Thomas Meins30. Juni 2016
2 - Family Life Mai Khao Lak

Mehr Familienurlaub: TUI baut Hotelangebot aus

Thomas Meins19. Juni 2016
Best Family Falkensteiner Cristallo - Familien

Familienurlaub in Österreich: Bei der TUI reisen Kinder gratis

Thomas Meins29. Mai 2016
tropical-islands-amazonia

Tropical Islands: Frischer Wind in Amazonia

Thomas Meins23. Mai 2016
london-530055_1280

Gap Year: In diese Lücke passt eine Sprachreise

Thomas Meins14. Mai 2016