Familienleben

Der 29. Februar – ein geschenkter Tag?

Der 29. Februar – ein geschenkter Tag?

Das Schaltjahr schenkt uns mit dem 29. Februar 2016 einen zusätzlichen Tag. Sieben Fakten zu dem nur alle vier Jahre im Kalender auftretenden Tag.

 

Alle vier Jahre gibt es in unserem Kalender ein Schaltjahr mit dem eingeschobenen 29. Februar. Das liegt daran, dass wir nach dem gregorianischen Kalender – einem Sonnenkalender – unsere Zeit rechnen. Der richtet sich, ganz klar, nach dem Lauf der Sonne. Da das Sonnenjahr aber eine Länge von 365,24219 Tagen (ca. 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 20 Sekunden) hat und unser Kalenderjahr in der Regel 365 Tage zählt, muss Letzterer dem die Jahreszeiten bestimmenden Sonnenjahr alle vier Jahre mit diesem einen Tag mehr angeglichen werden.

7 Fakten zum 29. Februar

1. 57.250 Deutsche feiern ihren Geburtstag
Nach einer aktuellen Berechnung der Initiative „7 Jahre länger“ feiern am kommenden Montag rund 57.250 Deutsche ihren Geburtstag. Darunter sind auch einige Prominente wie das Model Lena Gercke und Fußballnationalspieler Benedikt Höwedes.

2. Rund 1900 Kinder kommen auf die Welt
Legt man die Geburtenzahlen von 2014 zugrunde, werden am Montag schätzungsweise 1880 Kinder in Deutschland das Licht der Welt erblicken.

3. 21 Schaltjahre für neugeborene Mädchen, 20 für Jungen
Neugeborene Mädchen können im Leben im Schnitt 21-mal ihren Geburtstag an einem 29. Februar feiern, Jungen 20-mal. Denn Mädchen werden statistisch 90,7 Jahre alt, Jungen 86,4. Normalerweise hätten sie noch einmal öfter die Gelegenheit dazu, doch 2100 fällt das Schaltjahr aus. Dennoch sind die 2016 Geborenen besser dran als frühere Schaltjahreskinder: Noch Anfang des 20. Jahrhunderts lag die Lebenserwartung beider Geschlechter rund 40 Jahre niedriger. Das hieß auch: Im Schnitt zehnmal weniger Geburtstag an einem 29. Februar.

4. Zusätzliche Zeit würden Deutsche mit der Familie verbringen
Wäre der 29. Februar ein Tag ohne Verpflichtungen, so stünde die Familie ganz im Vordergrund. Laut einer aktuellen Umfrage der Initiative „7 Jahre länger“ würden drei Viertel (76 Prozent) der Deutschen geschenkte Zeit mit Freunden und Familie verbringen. An zweiter Stelle folgt mit 68 Prozent der Wunsch zu verreisen. Außerdem würden die Deutschen gerne neue Dinge lernen (61 Prozent), sich ehrenamtlich engagieren (47 Prozent), Sport treiben (46 Prozent), sich ausruhen (42 Prozent) oder ein neues Hobby entdecken (35 Prozent).

5. Familie statt Arbeit
Von den zusätzlichen 24 Stunden verschlafen die Bundesbürger im Schnitt achteinhalb Stunden wieder. Rund eine Stunde geht für Sport und Hobbys drauf, jeweils rund drei für Haushalt und Familie sowie Medienkonsum. Arbeiten tun die Deutschen dagegen nur zwei Stunden und 43 Minuten. Klingt nach einem gemütlichen Leben, lässt sich aber leicht erklären: Die Zeitstatistik des Statistischen Bundesamtes erfasst alle Einwohner – so auch Rentner und Kinder ab zehn Jahren.

6. Briten, die Froschschenkel essen
Anlässlich des Schaltjahrs verzehren einige Briten am 29. Februar gerne eine sonst eher verspottete französische Spezialität: Froschschenkel. Denn der Frosch gilt auf der Insel als Symboltier für das „leap year“ – also das „Sprungjahr“ –, wie das Schaltjahr hier genannt wird.

7. Tag der Seltenen Erkrankungen
Ein langes und gesundes Leben wird immer mehr zur Normalität, leider ist es nicht allen vergönnt. So leiden in Deutschland rund vier Millionen Menschen an einer seltenen Erkrankung, die sie im Alltag sehr einschränkt oder ihr Leben stark verkürzt. Der Rare Disease Day, der traditionell am letzten Februartag eines Jahres begangen wird, soll die Öffentlichkeit auf das Schicksal dieser Menschen aufmerksam machen. Ein wichtiges Anliegen, damit in Zukunft noch mehr Menschen ein langes und gesundes Leben führen können.

Der 29. Februar ist nur ein geschenkter Tag von vielen. Denn die Deutschen leben sieben Jahre länger, als sie denken. Die meisten Deutschen unterschätzen nämlich laut wissenschaftlicher Studien ihre Lebenserwartung deutlich – und haben oft ein falsches, sehr negatives Bild vom Alter. Die Initiative „7 Jahre länger“ der Deutschen Versicherer will darum einen gesellschaftlichen Dialog darüber führen, wie wir das Beste aus den gewonnenen Jahren machen können. Die Initiative hat die sieben Fakten zum Schalttag zusammengestellt, um auf den Wert geschenkter Zeit aufmerksam zu machen.

 

 

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