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TV-Tipp: „Finding Carter“ im Disney Channel

TV-Tipp: „Finding Carter“ im Disney Channel

Krimi, Familiendrama und die Schwierigkeiten, erwachsen zu werden: Die TV-Serie „Finding Carter“ verpackt Teenagernöte in einem spannenden Thriller.

Der Disney Channel wagt ein kleines Experiment: Die neue Teenager-Serie „Finding Carter“ (ab 22.2., 20.15 Uhr) ist kein Eigengewächs, sondern eine Produktion des US-Musiksenders MTV. Ebenfalls untypisch für Disney: Die Serie ist keine Heile-Welt-Fantasie, sondern schlägt ernste, ja sogar düstere Töne an. „Finding Carter“ mixt Krimihandlung und Familiendrama mit einer ungewöhnlichen Coming-of-Age-Geschichte.

Die Sache mit dem Erwachsenwerden erzählt „Finding Carter“ tatsächlich aus einer sehr ungewöhnlichen Perspektive: Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Carter, die per Zufall erfährt, dass ihre Mutter gar nicht ihre Mutter ist – sondern eine zwielichtige Frau, die sie als Kleinkind entführte. Was tun, wenn sich das bisherige Leben als Lüge entpuppt?

So beginnt „Finding Carter“

 

Teenager Carter (Kathryn Prescott) scheint ein ziemlich perfektes Leben mit ihrer alleinerziehenden Mutter Lori (Milena Govich) zu führen. Ein dummer Jugendstreich ändert alles: Carter bricht mit ihrer Clique nachts in einen Vergnügungspark ein. Die Polizei rückt an und nimmt die Kids in Gewahrsam.

Für Carters Freunde geht die Sache glimpflich aus, aber sie selbst erlebt den Schock ihres Lebens: Auf der Wache erfährt sie, dass Lori gar nicht ihre Mutter ist, sondern sie vor 13 Jahren von ihrer Familie entführt hat.

Für Carter bricht eine Welt zusammen. Von heute auf morgen ist alles anders: Sie kehrt zu ihrer leiblichen Familie zurück, aber ihre Eltern und Geschwister sind ihr völlig fremd. Zudem scheint bei den Wilsons der Haussegen schief zu hängen. Währenddessen ist Lori untergetaucht. Und nicht nur das FBI fahndet nach der Frau, die Carter jahrelang für ihre Mutter gehalten hat.

 

Wie bei aktuellen Serien üblich, lebt auch „Finding Carter“ von einem starken horizontalen Erzählstrang, heißt: die Geschichte hinter der Entführung und das Geheimnis um die Person der vermeintlichen Mutter Lori wird Stück für Stück entwickelt und hält durchgehend die Spannung hoch.

Was Carter aktuell in ihrer leiblichen Familie erlebt, ist allerdings auch nicht ohne: Die Wilsons stecken in der Ehekrise, die Mutter geht fremd, der Vater ist pleite und die Geschwister haben wenig Lust, mit der „neuen“ Schwester zu konkurrieren. Zudem verliebt sich Carter später in einen Kleinkriminellen, erlebt Gewalt im engsten Freundeskreis und Verrat in der eigenen Familie.

Starker Stoff für den Disney Channel – und deswegen ist die Serie auch gut in der Primetime aufgehoben, denn die Selbstfindung eines jugendlichen Entführungsopfers dürfte nicht nur Teenager an den Bildschirm fesseln.

„Finding Carter“ startete im Sommer 2014 bei MTV, bislang gibt es zwei Staffeln mit insgesamt 36 Episoden. Emily Silber („Bones“, „Alles Betty“) ist für das Drehbuch verantwortlich, Terry Minsky („Sex and the City“) produzierte die Serie. Der Titelsong zu „Finding Carter“ heißt „Vagabond“ und stammt von der US-Band MisterWives.

Der Disney Channel zeigt „Finding Carter“ als deutsche TV-Premiere ab dem 22. Februar immer montags um 20.15 Uhr – zunächst die erste Staffel mit 12 Folgen.

„Finding Carter“ – die Besetzung

 

Carter Stevens/Lyndon Wilson (Kathryn Prescott)

Lyndon wird im Alter von drei Jahren entführt und kehrt nach 13 Jahren zu ihren leiblichen Eltern zurück. Sie ist ein rebellischer und lebensfroher Teenager. Bis sie die Wahrheit hinter der Entführung erfährt, verachtet sie ihre leibliche Mutter Elizabeth dafür, das sie sie von Lori weggerissen hat.

Die britische Schauspielerin Kathryn Prescott wurde bekannt durch ihre Rolle als Emily Fitch in der britischen TV-Serie „Skins – Hautnah“. 2008 stand sie für die BBC-Serie „Doctors“ vor der Kamera.

 

Lori Stevens (Milena Govich)

Lori entführte Lyndon als Kleinkind und zog sie als Carter Stevens groß. Sie hat ein enges, sehr vertrautes Verhältnis zu Carter. Die beiden sind wie beste Freundinnen.

Milena Govich ist bekannt für die Rolle der Nina Cassady in der US-Krimiserie „Law & Order“.

 

Elizabeth Wilson (Cynthia Watros)

Sie ist die Mutter von Carter, Taylor und Grant und arbeitet als Detective bei der Polizei. Sie tut alles dafür, dass Carter sie als ihre leibliche Mutter akzeptiert und sich in der Familie wohlfühlt. Bevor Carter zurückgekommen ist, stand ihre Ehe mit David vor dem Aus. Jetzt versuchen sie wieder einen gemeinsamen Weg zu finden. Elizabeth setzt alles in Bewegung, um Lori zu finden.

TV-Star Cynthia Watros gewann 1988 einen Emmy als beste Darstellerin für ihre Rolle in der CBS-Serie „Springfield Story“. Vor der Kamera stand sie auch für die Serien „Titus“, „Ein Witzbold namens Carey“, „Gossip Girl“, „Lost“, „Dr. House“, „Desperate Housewives“ und „Grey’s Anatomy“.

 

David Wilson (Alexis Denisof)

Der Vater von Carter, Taylor und Grant. Der Schriftsteller schreibt ein Buch über die Entführung und das Finden seiner Tochter, gibt aber vor, dass er solch eine private Angelegenheit nicht veröffentlichen würde. Carter vertraut ihm.

Alexis Denisof steht seit 1989 vor der Kamera. Er spielte Wesley Windom-Price im „Buffy“-Spin-off „Angel – Jäger der Finsternis“. Auf der Kinoleinwand war er als „The Other“ in „Marvels The Avengers“ und in „Guardians of the Galaxy“ zu sehen.

 

Taylor Wilson (Anna Jacoby-Heron)

Taylor ist Carters zweieiige Zwillingsschwester und die On-Off-Freundin von Carters bestem Freund Max. Taylor ist hochintelligent, sehr aufmerksam und sensibel. Carters plötzliches Auftauchen macht ihr schwer zu schaffen.

Anna Jacoby-Heron feierte ihre Leinwandpremiere neben Matt Damon, Jude Law und Gwyneth Paltrow im Thriller „Contagion“ (2011), ein Jahr später war sie in der CBS-Serie „Vegas“ zu sehen.

 

Grant Wilson (Zac Pullam)

Grant ist Carters jüngerer Bruder. Er selbst fühlt sich nicht besonders beachtet und eher als eine Art Ersatzkind.

Zac Pullam lernte an der Florida State University Film School. Er spielte in über 20 Schulfilmen mit, drei davon bekamen den College Television Emmy. „Finding Carter“ ist sein ersten Serien-Engagement.

 

Max Wagner (Alex Saxon)

Carters bester Freund, den sie noch aus der Zeit kennt, als sie bei Lori lebte. Er hatte eine schwere Kindheit, ist sehr sensibel und verständnisvoll. Er und Charter waren mal ein Paar.

Alex Saxons bekannteste Rolle bisher ist die die des Wyatt in der von Jennifer Lopez koproduzierten Serie „The Fosters“.

 

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