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Kinotipp: DIE HÜTERIN DER WAHRHEIT – DINAS BESTIMMUNG

Kinotipp: DIE HÜTERIN DER WAHRHEIT – DINAS BESTIMMUNG

Das auf dem gleichnamigen Roman der dänischen Jugendbuchautorin Lene Kaaberbøl basierende Fantasy-Abenteuer (Kinostart 18. Februar 2016) entführt den Zuschauer in eine mystische Welt, in der ein junges Mädchen in die gefährlichen Machenschaften eines ehrgeizigen Adligen verwickelt wird und ein Blick alle Geheimnisse der Seele offenbart…

Die Dänen sind sich einig: „Die Hüterin der Wahrheit – Dinas Bestimmung“ hat den renommierten Filmpreis „Robert“, das dänische Äquivalent zum „Oscar“, verdient! Der dänische Fantasy-Film wurde in gleich fünf Kategorien – „Bester Kinder- und Jugendfilm“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Beste Kostüme“, „Bester Score“ sowie „Beste visuelle Effekte“ von der Dänischen Filmakademie ausgezeichnet.

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Dina (Rebecca Emilie Sattrup) hat die übernatürlichen Fähigkeiten ihrer Mutter Melussina (Maria Bonnevie) geerbt. Schaut sie einem Menschen in die Augen, erkennt sie sofort die Sünden und Schwächen, für die er sich schämt. Deswegen nennt man sie eine Beschämerin.

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Als der Thronfolger des Königreichs Dunark beschuldigt wird, ein schweres Verbrechen begangen zu haben, soll Dinas Mutter ihm ein Geständnis abzwingen. Doch die weise Frau erkennt, dass Prinz Nicodemus (Jakob Oftebro) unschuldig ist.

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Der zwielichtige Cousin Drakan (Peter Plaugborg) will nun Dina dazu bringen, den Prinzen zu belasten. Sie gerät dadurch in einen erbitterten Machtkampf und beschließt, die Wahrheit ganz allein herauszufinden.

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Doch um den wahren Täter zu finden, muss sie tapfer gegen Drachen und ganze Armeen antreten.

„Die Hüterin der Wahrheit – Dinas Bestimmung“ basiert auf dem erfolgreichen Fantasy-Jugendroman „Skammerens Datter“ der dänischen Autorin Lene Kaaberbøl. Regisseur Kenneth Kainz („Otto ist ein Nashorn“) schuf eine phantastische Welt aus nordischen Mythen, spannenden Abenteuern und malerischen Landschaften. Allerdings ist die Dramaturgie dieses Fantasy-Abenteuers keinesfalls vergleichbar mit anderen Jugendliteraturverfilmungen, die sich an die gleiche Zielgruppe richten, wie etwa die gemanische Götterwelt-Geschichte „Mara und der Feuerbringer„. Dafür geht es in „Die Hüterin der Wahrheit – Dinas Bestimmung“ schon etwas zu derb und blutig her. Das mag realitätsnah sein, entspricht aber wohl eher den Sehgewohnheiten skandinavischer Kids.

In der Hauptrolle brilliert die Kinodebütantin Rebecca Emilie Sattrup, die sich beim Casting gegen 4500 andere Mädchen durchsetzen konnte. Weitere Rollen übernahm die skandinavische Schauspiel-Elite: Peter Plaugborg („Submarino“) spielt Drakan, Jakob Oftebro („Kon-Tiki“) verkörpert Nicodemus, Søren Malling („Borgen – Gefährliche Seilschaften“) ist in der Rolle des Waffenmeisters zu sehen und Maria Bonnevie („Was niemand weiß“) spielt Dinas Mutter.

Fazit: Düstere Geschichte, realistische Darstellung – so blutrünstig kann das Streben nach Macht sein!

Die Augen als Spiegel der Seele? Was sie uns wirklich verraten

Schon immer haben die Menschen den Augen eine besondere Bedeutung beigemessen, sie scheinen für viele ein Portal in die innerste Gefühlswelt zu sein. In der Fantasyroman-Verfilmung „Die Hüterin der Wahrheit – Dinas Bestimmung“ hat die Hauptfigur die Fähigkeit, mit einem tiefen Blick das wahre Seelenleben des Gegenübers zu erkennen. Hier können Sie nachlesen, was die Augen einem alles verraten können.

Liebe auf den ersten Blick
Ein flüchtiger Blick ändert manchmal alles. Wir verlieren uns in den Augen einer anderen Person, empfinden etwas gleichermaßen Wunderschönes wie auch Verwirrendes: die Liebe hat uns erwischt. Die Augen spiegeln dabei deutlich wider, was wir und der oder die Auserkorene fühlen. Weite Pupillen signalisieren Interesse, es ist beinahe so, als ob ein Fenster weit geöffnet wird, durch das man deutlich die Seelenregung sehen kann. Manchmal geschieht dies beim ersten Augenkontakt, manchmal auch erst später – doch wenn es passiert, ist es schlicht unbeschreiblich.

Ein Augenblick der Angst
Ein Blick sagt mehr als tausend Worte – und kann größere Furcht auslösen, als ein drohender Satz. Tiefes, eindringliches Starren lässt uns erschaudern und bringt unser Innerstes in Unruhe. Wie sehr intensives Angucken Menschen in Aufregung versetzt, hat die New Yorker Performance-Künstlerin Marina Abramovic mit ihrer Aktion „The Artist is present“ im Jahr 2010 gezeigt. Sie saß wochenlang im Atrium des Museum of Modern Art auf einem Stuhl und blickte Besuchern, die sich ihr gegenübersetzten, unablässig in die Augen. Einige beschlich dabei ein derart großes Unwohlsein, dass sie in Tränen ausbrachen.

Der ganze Körper im Fokus
Auch aus medizinischer Sicht spielen die Augen eine wichtige Rolle. So wird beispielsweise durch den Pupillenreflex getestet, ob die Hirnfunktionen intakt sind. Die Augen verraten jedoch noch weit mehr über die physische und psychische Konstitution. Die Iris ist wie ein kleiner Spiegel des Körpers, der den gesamten Organismus abbildet. Der Mensch in seiner Ganzheit, zu erkennen über den Zugang zur Seele: die Augen.

Anschauen verbindet
Unsere Augen nehmen die Umwelt nicht nur wahr, sie beeinflussen sie auch. Der direkte Blickkontakt knüpft zwischen Menschen ein wundersames Band. Die „Blickberührung“ lässt uns das Gegenüber im eigentlichen Sinne wahrnehmen, der Augenkontakt führt dazu, dass wir uns – wenn auch nur im Kleinen – verbunden fühlen. Nicht umsonst sind die „erfolgreichsten“ Bettler diejenigen, die den Vorbeigehenden in die Augen sehen – weshalb viele, um mit dem um eine Gabe Bittenden keine Bindung aufzubauen, schon beinahe krampfhaft ins Leere starren.

Wahrheit oder Lüge?
Ob ein Mensch ehrlich ist oder einem etwas vorflunkert, lässt sich anhand diverser Parameter bestimmen. Wichtig sind jedoch definitiv die Augen. Es wird angenommen, dass, wenn jemand lügt, er den kreativen Teil seines Hirns nutzt und deswegen in eine andere Richtung guckt, als wenn er sich an etwas Wahres erinnert. Ungeachtet dieser wissenschaftlichen Herangehensweise kann man anhand der Augen feststellen, wie es um den Wahrheitsgehalt einer Aussage bestellt ist, sofern man sich auf sein Gefühl verlässt – denn das Herz kann sehen, was den Augen verborgen bleibt.

Die Hueterin der Wahrheit_PlakatKinostart: 11. Februar 2016; Regie: Kenneth Kainz; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 96 Min.; Verleih: polyband; Link: DieHueterinDerWahrheit.de

 

 

 

Fotos: © Lasse Frank / polyband

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