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Ab aufs Wasser: Familienurlaub auf dem Hausboot

Ab aufs Wasser: Familienurlaub auf dem Hausboot

Ferien auf einem Hausboot sind ideal für Familien – sie kombinieren Spaß, Abenteuer und Erholung. Lesen Sie, was Sie dabei beachten sollten, welche Reviere geeignet sind und was es kostet.

Lassen Sie sich einfach mal treiben: Das Schippern auf Seen, Kanälen oder Flüssen, Landausflüge, Picknicke am Ufer und das Naturerlebnis lassen den Alltag schnell vergessen. So geht Familienurlaub auf dem Hausboot:

Hausboot mieten – kein Problem für Anfänger

Brauche ich einen Führerschein, wenn ich mit dem Hausboot in den Urlaub schippern will? Nein – in Deutschland ist das Fahren mit einem Hausboot auf fast allen Revieren ohne Führerschein erlaubt. Etwa 700 km Wasserstraßen sind hierzulande per führerscheinfreiem Hausboot befahrbar. Für den Betrieb von motorbetriebenen Booten muss der Schiffsführer erst ab einer Leistung von mehr als 15 PS einen Bootsführerschein besitzen (Ausnahme: Rhein und Bodensee).

Charterscheinreviere, also Gewässer, auf denen Sie ohne Führerschein mit der Charterbescheinigung in Deutschland fahren dürfen, können auch Hausboot-Anfänger problemlos mit dem Hausboot befahren. Hierfür genügt in der Regel die etwa dreistündige verpflichtende Einweisung des Bootsverleihers. Außerhalb Deutschlands, etwa in den Niederlanden, Polen, Italien, Großbritannien und Frankreich, lassen sich Hausboote meist ebenfalls ohne Sportbootführerschein mieten.

Die besten Hausboot-Reviere

Für den ersten Hausboot-Urlaub mit der Familie sind nahegelegene Ziele ideal. In Deutschland gibt es etliche Gewässer, die sich prima mit dem Hausboot befahren lassen: Die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschlands größter Binnensee, bietet Platz zum Navigieren, viele Anlegestellen und naturnahe Ufer – und es gibt wenig Schleusen. Ebenfalls gut geeignet zum Einstieg: die Kleinmecklenburger Seenplatte sowie Dahme und Spree südöstlich von Berlin.

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Abwechslungsreich und leicht zu befahren: die Niederlande (vor allem Friesland) mit seinen zahlreichen Kanälen, kleine Seen, gesäumt von Windmühlen und Zugbrücken. Groß im Kommen: die masurische Seenplatte in Polen, ein stilles Revier miteinander verbundener Seen und Kanäle, das durch teils noch fast unberührte Wildnis führt.

In Frankreich beliebte Reviere sind die wilde Landschaft der Camargue im Süden sowie der Canal du Midi, der Toulouse mit dem Mittelmeer verbindet. Ein Klassiker ganz im Westen Europas: der Shannon, mit 370 km Länge Irlands längster Fluss. Schiffbar sind 250 km – und die kreuzen Seen, grüne Landschaften, malerische Brücken und Gemäuer. Der ebenfalls für Hausboote befahrbare Royal Canal verbindet den Shannon mit der Hauptstadt Dublin.

Was kostet ein Hausboot?

Hausboot-Urlaub ist kein Billig-Urlaub – abgesehen von den teils saftigen Mietpreisen müssen Sie auch noch die Anreise bezahlen und während des Aufenthalts selbst für die Verpflegung sorgen. Ansonsten ist der Mietpreis für ein Hausboot natürlich abhängig von der Größe und der Ausstattung des Bootes, dem Revier und der Reisezeit. In deutschen Revieren müssen Sie für ein familientaugliches Boot während der Sommerferien mit mindestens 1500 Euro pro Woche rechnen, in irischen Gewässern mit etwa mindestens 1300 Euro.

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Auch die TUI vermietet Boote – und hat 2016 das neue Fünf-Sterne-Hausboot „Horizon“ im Programm. Das Luxusschiff mit offener Innenausstattung mit Masterkabine, zwei kleineren Kabinen, Salon mit Flachbildfernseher, Designerküche, Bad sowie großen Panoramafenstern kostet für eine Woche auf der Mecklenburgischen Seenplatte 203 Euro pro Person – bei Fünferbelegung und in der Nebensaison.

Das Hausboot als schwimmendes Ferienhaus

Ein Hausboot-Trend: das Boot als schwimmendes Ferienhaus nutzen. Dabei liegt das Boot fest vertäut am Ufer, und Sie verbringen die Ferien auf dem Wasser, ohne zu fahren. Das ist etwa auf der Havel in Berlin möglich. Fewo-direkt vermietet etwa ein Sechspersonen-Hausboot am stadtnahen Havelufer ab 157 Euro pro Nacht. Derselbe Anbieter vermietet in True sur Seine bei Paris den Kahn „Calyx“ mit Sonnendeck und Platz für sieben Personen ab 200 Euro pro Nacht.

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Kuhnle Tours vermietet ebenfalls Boote als schwimmende Urlaubsdomizile, die sogenannten Febomobile. Auf Basis eines Aluminum-Katamarans gibt es Schlafplätze für mindestens vier Personen, auf den kleineren Booten gibt es Stapelkojen, und statt Trennwänden außer der Nasszelle nur einen großen Raum. Preise: ab 455 Euro die Woche.

Fotos: TUI, Fewo-direkt, Kuhnle Tours

Kommentare anzeigen (1)

1 Kommentar

  1. Andi N

    25. Februar 2016 in 12:31

    Eines der Lieblingshobbys meines kleinen „Drachens“ ist Klopapierblätter und Tempos in der Wohnung zu verteilen 🙂

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