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Kinotipp: GÄNSEHAUT

Kinotipp: GÄNSEHAUT

Schriftsteller kämpft mit seinen Kreaturen – denn die werden plötzlich lebendig! Gruselkomödie mit Jack Black als Bestsellerautor R.L. Stine (Kinostart: 4. Februar).

 

Die Gruselbuchserie „Gänsehaut“ des amerikanischen Schriftstellers R.L. Stine zählt zu den erfolgreichsten Kinder- und Jugendroman-Reihen weltweit. Seit 1992 erschienen knapp 100 Bücher unter dieser Marke mit einer Auflage von rund 400 Millionen Stück, dazu gab’s bereits in den 90ern eine „Gänsehaut“-TV-Serie. Höchste Zeit also, diesen Erfolg im Kino fortzusetzen. Zumal die Mischung aus familienfreundlichem Grusel und Abenteuerkomödie auch visuell einige Höhepunkte verspricht.

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Nach dem Tod seines Vaters zieht Teenager Zach (Dylan Minnette) mit seiner Mutter (Amy Ryan) von New York in die tiefe Provinz. Zach ist nicht begeistert – aber seine Laune hebt sich, als er die hübsche Nachbarstochter Hannah (Odeya Rush) kennenlernt und mit Champ (Ryan Lee) auch noch einen neuen Freund findet. Hannahs Vater (Jack Black) allerdings gibt sich extrem unfreundlich und versucht, seine Tochter von Zach fernzuhalten.

Als Zach eines Nachts hört, wie Hannah von ihrem Vater misshandelt zu werden scheint, dringt er mit Kumpel Champ ins Nachbarhaus ein. Dort erleben sie eine faustdicke Überraschung: Der Nachbar ist niemand Geringerer als der berühmte Autor R.L. Stine! Und der verwahrt seine Werke in einem riesigen Bücherschrank, jedes Buch gesichert mit einem Schloss.

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Viel zu spät erfahren die Jungs, dass in den Büchern nicht bloß die Geschichten des Autors stecken, sondern die Monster selbst. Die Geschöpfe des Schriftstellers warten nur darauf, endlich freizukommen. Sie stürzen die Kleinstadt binnen Minuten ins Chaos – und Zach, Hannah, Champ und Stine höchstpersönlich versuchen verzweifelt, die Monster wieder einzufangen.

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Dieser Film kann aus dem Vollen schöpfen, denn Autor R.L. Stine schuf im Lauf der vergangenen Jahrzehnte Dutzende von Kreaturen, die nicht nur Kinder das Fürchten lehren. Und so überbietet sich „Gänsehaut“ in der zweiten Hälfte der Story mit immer neuen Monstern, die aus den Büchern kriechen und Schrecken verbreiten: die mörderische Bauchrednerpuppe Slappy, eine gewalttätige Gartenzwerg-Armee, ein tumber Schneemensch und eine gigantische Gottesanbeterin sind nur einige der Kreaturen, die durch die Straßen ziehen und sich daran machen, die Kleinstadt zu verwüsten. Der Aufwand an Action und Spezialeffekten ist für einen Familienfilm recht hoch, dabei kommt allerdings niemand ernsthaft zu Schaden, es fließt kein Blut.

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Allerdings gerät im Getümmel der Monsterjagd die Story etwas unter die Räder, zudem sind einige der Effekte und Animationen nicht wirklich rund, sondern eher auf B-Film-Niveau. Seine besten Szenen hat „Gänsehaut“ daher auch nicht, wenn es wild wird, sondern am Beginn der Handlung. Die Spannungsschraube wird sorgsam und langsam gedreht, die Atmosphäre der verschlafenen Kleinstadt, hinter deren Fassade das Grauen schlummert, ist bestens eingefangen.

Treibende Kraft der Handlung ist natürlich die Liebesgeschichte der Teenager Zach und Hannah – auch die ist reizvoll und mit einigen Überraschungen in Szene gesetzt. Die beiden Jungstars Dylan Minnette und Odeya Rush sind echte Lichtblicke – sie spielen grundsympathische und aufgeweckte Jugendliche, die der Zuschauer schnell ins Herz schließt. Senior-Star Jack Black hat es schwer, dagegen anzukommen und seinem Charakter die nötige Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Fast unnötig zu sagen, aber der Film lebt auch von seinen zahlreichen Anspielungen auf Mumien, Monster und Mutationen der Filmgeschichte, insbesondere auf die Horrorvisionen der 50er-Jahre, aber auch auf Hardcore und Blockbuster späterer Jahrzehnte. Dabei erreicht „Gänsehaut“ aber selten den anarchischen Charme der „Gremlins“ oder die Klasse der lässigen „Ghostbuster“.

Fazit: Kurzweilige Gruselkomödie mit sympathischen Figuren.

gaensehaut_posterKinostart: 4. Februar; Regie: Rob Letterman; FSK: ab 12; Länge: 104 Min.; Verleih: Sony Pictures Germany; Link: www.gaensehaut-film.de

 

 

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