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Kinotipp: DADDY’S HOME – EIN VATER ZU VIEL

Kinotipp: DADDY’S HOME – EIN VATER ZU VIEL

daddys_home_start_neuSpießer-Stiefvater und Daddy Cool liefern sich einen erbitterten Hahnenkampf um die Kinder. Familienkomödie mit Will Ferrell und Mark Wahlberg (Kinostart: 21. Januar).

 

Hätten Kinder die Wahl und könnten sich ihren Vater selbst aussuchen, für wen würden sich die meisten da wohl entscheiden? Für den hölzernen Spießer oder den coolen Rockstar? Diese Frage ist gar nicht so absurd, wie sie klingt. Schließlich gibt es jede Menge Patchwork-Familien, in denen Kinder leben, die eben mehr als einen Vater (oder eine Mutter) haben – nämlich den leiblichen und den derzeit erziehenden.

Das ist auch die Ausgangsidee in „Daddy’s Home“: eine Familie, in der die Kinder hin- und hergerissen sind zwischen ihrem Erzeuger und dem neuen Kerl ihrer Mutter. Will Ferrell und Mark Wahlberg liefern sich in dieser streckenweise recht deftigen Familienkomödie einen schrillen Hahnenkampf um die Herzen der Kinder. Mit überraschenden Zwischentönen …

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Radio-Produzent Brad (Will Ferrell) scheint sein privates Glück gefunden zu haben: Er ist mit der reizenden Sara (Linda Cardellini) verheiratet und mit Hingabe Ersatzvater für deren kleine Kinder Megan und Dylan. Die Idylle ist aber nicht perfekt, denn die Kids akzeptieren ihn nicht als Vater. Als der leibliche Vater seinen Besuch ankündigt, gerät Brad ins Schwitzen: Denn Daddy Dusty (Mark Wahlberg) ist ein lässiger, gutaussehender Typ, der nicht nur Frauen nervös macht.

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Als der muskelbepackte Lederjackenträger seine Harley im Vorgarten parkt, schrillen bei Brad alle Alarmsirenen. Zu recht – Dusty ist zwar notorisch unzuverlässig, aber er nutzt jede Gelegenheit, um sein Revier zu markieren. Bald liefern sich die beiden Rivalen einen heftigen Kampf – Weichei gegen Macho.

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Die Story ist schlicht, das Ende vorhersehbar. Und dass es in dieser Komödie eher um handfeste Rangeleien als um subtil arrangierte Konflikte geht, ist eh klar. Die Handlung sprengt mehr als einmal die Grenzen der Gemütlichkeit, etwa als Brad auf dem Motorrad einen irren Stunt im Treppenhaus hinlegt oder auf dem Skateboard vom Dach rauscht und als Brathähnchen endet.

Regisseur Sean Anders packt in seine eigentlich familienkompatible Komödie reichlich Action, Groteske und sogar ein paar Absurditäten hinein. Das ist vielleicht des Guten zu viel, aber seine beiden Hauptdarsteller retten fast jede Szene. Will Ferrell und Mark Wahlberg harmonieren bestens: Ferrell zeigt als braver Anzugträger in Not einmal mehr, dass er wohl derzeit Hollywoods bester Biedermann ist. Und Wahlberg bekommt nicht nur Gelegenheit, seinen durchtrainierten Oberkörper zu präsentieren, sondern seine Figur mit ordentlich Grips auszustatten.

Zwei Männer – zwei Rollenvorbilder: der eine ein zuverlässiger Versorger, der andere ein charmantes Raubein. Fast nebenbei handelt „Daddy’s Home – Ein Vater zu viel“ auch davon, wie Männer heutzutage in die Bredouille geraten können, nicht nur in der Familie. Angeblich haben ja viele Männer Probleme mit ihrer Rolle als Vater, Ehemann, Freund oder Boss. Sie sollen sanft und verständnisvoll sein, aber auch stark und durchsetzungsfähig. Schwierig, da einen Weg zu finden. Brad und Dusty finden ihn am Ende – ob die Lösung, die der Film für das Vater-Problem anbietet, wirklich befriedigend ist, muss jeder (Mann) für sich selbst entscheiden. Spießer oder Rockstar? Dazwischen gibt es auf jeden Fall noch eine Menge mehr.

Fazit: Gut aufgelegte Stars in einer Väter-Komödie zwischen Wahnsinn und Wahrheit.

daddys_home_posterKinostart: 21. Januar; Regie: Sean Anders; FSK: ab 6, Länge: 96 Min.; Verleih: Paramount Pictures Germany; Link: daddyshome-film.de

 

 

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