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Kinotipp: UNTER FREUNDEN

Kinotipp: UNTER FREUNDEN

Drei Paare zoffen und zanken sich an Bord einer Segeljacht – so lange, bis die ganze Truppe in Seenot gerät (Kinostart: 31. Dezember).

 

Ein Urlaub mit Freunden kann manchmal ganz schön anstrengend sein – dann nämlich, wenn sich die beabsichtigte Ferienstimmung partout nicht einstellen will und stattdessen die Stunde der Egozentriker und Zicken schlägt. In der französischen Komödie „Unter Freunden“ starten drei Paare im mehr oder weniger besten Alter zu einem gemeinsamen Segeltörn im Mittelmeer. Ein entspannter Sommerurlaub? Nein, denn einige der Urlauber machen Kleinholz aus der maritimen Idylle – buchstäblich.

 

Richard (Daniel Auteuil), Gilles (Gérard Jugnot) und Philippe (François Berléand) sind mittlerweile seit über vier Jahrzehnten befreundet. Jedes Jahr aufs Neue verbringen sie gemeinsam mit ihren Frauen den Sommerurlaub auf einem gecharterten Segelboot.

 

Aber dieses Jahr ist nichts wie früher: Es beginnt schon damit, dass Richard statt seiner Frau seine neue und deutlich jüngere Geliebte Daphnée (Mélanie Doutey) mit an Bord bringt. Es dauert nur ein paar Seemeilen, bis die anfängliche Harmonie Risse bekommt und sich die Urlauber auf dem begrenzten Raum immer häufiger in die Haare kriegen – wegen des korsisch-sturen Kapitäns, der aufreizenden Daphnée und wegen Philippes missgelaunter Frau Astrid (Zabou Breitman).

 

Bald gibt ein Wort das andere und es kommen unbequeme Wahrheiten ans Licht, die die Freundschaften auf eine harte Probe stellen. Als dann auch noch ein gewaltiger Sturm aufzieht, ist das Chaos endgültig perfekt.

Dramaturgisch ist „Unter Freunden“ kein Luxusliner. Es beginnt als typisch französische Sommerkomödie – leicht und locker. In der zweiten Hälfte steuert der Kahn auf eine handfeste Katastrophe zu – die Wortgefechte der Urlauber münden in einen bitteren Überlebenskampf. Zudem sind die Figuren etwas blass geraten, sie geben zu wenig über ihre Vorgeschichte preis, um wirklich zu fesseln.

Was „Unter Freunden“ dennoch sehenswert macht, sind die Darsteller. Daniel Auteuil, Gérard Jugnot, François Berléand und Co. spielen ordentliches Boulevardtheater auf hoher See. Und das bleibt auch bei den Untiefen der Story fast immer amüsant. Die souveränen Stars halten den Kurs, fetzen sich in Dialogen, gehen sich nicht nur verbal an die Gurgel und sind immer für die eine oder andere Überraschung gut.

Fazit: Routinierte Darsteller retten ein See-Abenteuer mit Schlagseite.

Kinostart: 31. Dezember; Regie: Olivier Baroux; FSK: ab 12; Länge: 91 Min.; Verleih: Weltkino Filmverleih; Link: http://www.unterfreunden.weltkino.de

 

 

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