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Kinotipp: DER KLEINE PRINZ

Kinotipp: DER KLEINE PRINZ

Der kleine PrinzFür einen Kinofilm ist der Inhalt des beliebten Klassikers „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry viel zu kurz. Deshalb wird in dem am 10. Dezember 2015 in unseren Kinos startenden Animationsfilm die bezaubernde Geschichte um die Magie von Phantasie und Freundschaft geschickt in eine Erzählung mit aktuellem Bezug eingewoben, bei der sich die sogenannten „Helikoptereltern“ wohl an die eigene Nase fassen müssen.

 

„Der kleine Prinz“ ist eine liebevolle Verbeugung vor Antoine de Saint-Exupérys ungeheuer populärer Erzählung von 1942 – sie wurde in über 250 Sprachen übersetzt und weltweit über 145 Millionen Mal verkauft. Die kleine Geschichte mit liebevollen Zeichnungen des Autors wurde nun in Stop-Motion-Technik mit Papierfiguren zum Leben erweckt und nach einer von Regisseur Mark Osborne konzipierten Story in die computeranimierte Rahmenhandlung um ein kleines Mädchen und ihre strebsame Mutter eingefügt. So erlebt der Zuschauer die Erzählung auf kindliche Weise durch die Augen und die Phantasie des kleinen Mädchens:

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Das kleine Mädchen hat die Aufnahmeprüfung an der berühmten Académie Werth gehörig vermasselt. Denn sie hat einfach die Worte ihrer ehrgeizigen Mutter auswendig gelernt und nachgeplappert, ohne auf die Fragen des Prüfungsausschusses zu achten.

Nun müssen die beiden sogar umziehen, damit das kleine Mädchen automatisch im Einzugsgebiet der Schule wohnt. Und für die Sommerferien hat die Mutter einen ausgeklügelten Plan entwickelt, mit dem ihre Tochter das ganze Schulpensum für das kommende Jahr schon im Voraus lernen kann. Freizeit? Fehlanzeige!

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Eines Tages flattert dem kleinen Mädchen ein Papierflieger durchs offene Fenster auf den Schreibtisch, an dem sie sich durch die Lektüre kämpft. Als sie den auseinander faltet, liest sie dort die erste Seite einer Geschichte: Der kleine Prinz.

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Absender des Fliegers ist der Nachbar, ein ziemlich alter, recht sonderbarer Mann. Neugierig geworden, wie die Geschichte vom kleinen Prinzen auf einem weit entfernten Planeten weitergeht, vergisst das Mädchen immer mehr ihren straffen Lernplan.

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Stattdessen verbringt sie lieber die Tage mit dem exzentrischen alten Mann, der einmal ein Pilot war, ein altes Flugzeug im Garten stehen hat – und der einst in der Wüste notlanden musste und dort den kleinen Prinzen kennenlernte, den seltsamen Jungen von einem entfernten Planeten.

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Auf die beiden warten außergewöhnliche Abenteuer im Reich der Phantasie mit dem Fuchs (Stimme Matthias Schweighöfer), einer Rose, dem Eingebildeten und einer Schlange…

Das kleine Buch von Antoine de Saint-Exupéry richtet sich eigentlich eher an Erwachsene – und doch wird es in keinem pädagogisch-wertvollen Haushalt mit Kindern fehlen. Wie sagt der alte Flieger im nun entstandenen Animationsfilm „Der kleine Prinz“ so schön zum kleinen Mädchen: „Erwachsen werden ist nicht das Problem – das Vergessen ist es“. Damit meint er die Kraft, die von kindlicher Phantasie ausgeht, und die uns oftmals im Laufe des Lebens abhanden kommt. Wie im Falle des alten Mannes, der zwar mit jeder Menge kreativem Gedankengut gesegnet ist, jedoch von seiner erwachsenen Umwelt mit Unverständnis und Kopfschütteln betrachtet wird.

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Regisseur Mark Osborne greift mit seiner Rahmenhandlung die Botschaft von Antoine de Saint-Exupéry auf und veranschaulicht so den das Leben ihrer Kinder straff nach Erfolgsrezept durchplanenden sogenannten „Helikoptereltern“, welchen immens wichtigen Abschnitt der Kindheit sie damit aus dem Erfahrungsschatz ihrer Kinder ausklammern. Phantasie, freies Spiel ohne Regeln und die Magie, die entsteht, wenn man das gemeinsam mit Freunden erlebt, beflügeln die traurige Geschichte um den kleinen, einsamen Prinzen geradezu – und machen sie somit zu verdaulicher Kost für Kinderaugen, angereichert mit phantastischer Musik von Hans Zimmer zum Träumen.

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Fazit: Mit einer aktuellen Rahmenhandlung verleiht der Animationsfilm „Der kleine Prinz“ dem Buch-Klassiker nicht nur die erforderliche Kinofilmlänge, sondern verstärkt auch deren Appell an eine Kindheit mit Raum für Phantasie und Freundschaft.

Der kleine Prinz_PlakatKinostart: 10. Dezember 2015; Regie: Mark Osborne; FSK: ohne; Länge: 107 Min.; Verleih: Warner Bros. Pictures Germany; Link: film.info/derkleineprinz

 

© 2015 Warner Bros. Ent.

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