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Kinotipp: MINIONS

Kinotipp: MINIONS

Endlich, die Minions sind da: In ihrem ersten eigenen Film machen die kleinen gelben Kerle das London der 60er-Jahre unsicher (Kinostart: 2. Juli).

 

Sie sind klein, gelb und umwerfend komisch: Die Minions sind mit den beiden Animationsfilmen der „Ich – Einfach unverbesserlich“-Reihe zu echten Superstars geworden – obwohl sie dort eigentlich nur Nebenrollen spielten. Nun haben die Wichte mit der ausgeprägten Vorliebe für Bananen ihren ersten eigenen Film. „Minions“ verrät, was die quirligen Knirpse vor ihrem Zusammentreffen mit Bösewicht Gru in „Ich – Einfach unverbesserlich“ so alles getrieben haben.

Die Minions existieren schon seit Urzeiten. Für die gelben Minis gab und gibt es nur ein Ziel: einem Bösewicht zu dienen. Nach einer langen Reihe von Bossen, die von einem Dinosaurier über Graf Dracula bis zu Napoleon reicht, stehen die Minions allerdings ohne Meister da. Daran sind die Kleinen nicht ganz unschuldig, denn die übereifrigen Helferlein haben den einen oder anderen ihrer Herrn ungewollt ins Jenseits befördert.

Frustriert ziehen sich die Minions ins ewige Eis zurück und verfallen – so ganz ohne Aufgabe – einer kollektiven Depression. Bis der mutige Kevin seine Leidensgenossen dazu animiert, sich endlich einen neuen Schurken zu suchen: Gemeinsam mit Bob und Stuart macht sich das Kerlchen auf den Weg. Das Trio landet 1968 nach einem Zwischenspiel in New York bei einem Verbrecher-Kongress in Orlando. Scarlet Overkill (deutsche Stimme: Caroline Kebekus) heuert die drei Minions an, um zur ersten weiblichen Superschurkin zu werden. Scarlets Plan: Königin Elizabeth II. von England die Krone und damit den Thron zu klauen.

Absurde Situationen, verrückte Einfälle und jede Menge Überraschungen: Die Minions treiben es in ihrem ersten eigenen Film so richtig bunt. Die Idee, die Geschichte in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts spielen zu lassen, ist ebenso naheliegend wie konsequent. Die wilde Ära der Hippies und der Rockrevolution ist wie gemacht für die kleinen Anarchos, für die es gar nicht schrill genug zugehen kann. Zudem liefert diese historische Kulisse immer wieder Anlässe, zeitgenössische Popsongs im Soundtrack unterzubringen – das macht diesen Film auch akustisch zu einem Vergnügen.

Die Sixties in London sind ein perfekter Tummelplatz für die gelbe Rasselbande. Allerdings haben die Minions selbst ihre stärksten Momente in der Vorgeschichte, die immerhin rund ein Drittel des Films ausmacht. Dort erfahren wir erstaunliche Fakten über einige historische Ereignisse, deren Verlauf die Minions entscheidend mitbestimmt haben. So scheiterte etwa Napoleon bei seinem Feldzug nicht am russischen Winter, sondern an seinen gelben Helfern. Und Dracula segnete einst das Zeitliche, weil die Minions ihren Meister versehentlich der Sonne aussetzten.

Köstliche Episoden, die noch getoppt werden von der Minions-Misere im Eis, etwa mit einem rührend-deprimierenden Fußballspiel. Als die kleinen Kerle ausziehen, einen neuen Meister zu suchen, ist es mit dem Kollektiv erst mal vorbei. Die Helden des Films sind von da an nämlich nicht die Minions, sondern Kevin, Bob und Stuart. Die drei sind zwar nicht weniger amüsant als ihre gelben Genossen, aber sie müssen das Abenteuer im Swinging London der 60er-Jahre allein bestehen. Das vertraute Minions-Feeling stellt sich so nicht so recht ein, richtig schwungvoll sind die Gelblinge nur in der großen Gemeinschaft.

Der Krimi um die Klunker der Queen ist allerdings so flott und frech in Szene gesetzt, dass keine Langeweile aufkommt. Die Gags sitzen, die Schurkin kommt ins Schwitzen und die Queen bleibt, wie immer, ganz cool.

Fazit: Banana, Banana! Temporeicher & kunterbunter Spaß mit unseren liebsten Film-Bösewichten.

Kinostart: 2. Juli; Regie: Pierre Coffin, Kyle Balda; FSK: ab 0; Länge: 91 Min.; Verleih: Universal Pictures Germany; Link: http://www.minions-film.de

Weitere Kinotipps finden Sie hier

 

Kommentare anzeigen (3)

3 Comments

  1. Steffi Kretzschmar

    5. Juli 2015 in 13:12

    EINFACH SUPER SÜSSER, TOLLER GEWI NN:-)))))))))))Versuche mal mein Glück

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