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Kinotipp: DORA ODER DIE SEXUELLEN NEUROSEN UNSERER ELTERN

Kinotipp: DORA ODER DIE SEXUELLEN NEUROSEN UNSERER ELTERN

Dora 4Mit „Dora oder Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ startet am 21. Mai ein mutig-unbequemes Drama, basierend auf dem erfolgreichen Theaterstück von Lukas Bärfuss, in unseren Kinos, in dem es um eine geistig behinderte junge Frau geht, die ihre Lust entdeckt – und ausgenutzt wird.

 

Als Dora (Victoria Schulz) 18 wird, setzt Kristin (Jenny Schily) die sedierenden Medikamente ihrer geistig beeinträchtigten Tochter ab, ohne ihren Mann Felix (Urs Jucker) vorher in ihre Überlegungen mit einbezogen zu haben.

Dora 2

Schnell entdeckt die junge Frau ihren Sexualtrieb. Das mag Kristin noch eingeplant haben. Nicht aber, dass Dora an einen undurchsichtigen Typen namens Peter (Lars Eidinger) gerät, der sie zu seinem eigenen Vergnügen ausnutzt.

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Rechtlich kann Kristin nichts machen, zumal auch ihre Tochter – „Scheidenpimmelchen ist schön!“ – Spaß an der Sache hat. Als Dora schwanger wird, stellt ihre Mutter, die sich selbst noch ein zweites Kind wünscht, Peter zur Rede. Aber der lässt sie eiskalt auflaufen…

Stina Werenfels ist in ihrem Drama, das auf einem Theaterstück von Lukas Bärfuss basiert, ganz nah bei ihrer Titelheldin, die von Newcomerin Victoria Schulz nicht nur authentisch gespielt, sondern auch sinnlich verkörpert wird. Dabei scheut sie sich nicht, ihr Publikum herauszufordern.

Dora 1

Autonomie schön und gut. Aber muss man Dora nicht vor sich selbst schützen? Wie ist Peters Verhalten einzustufen? Missbrauch oder „nur“ Ausnutzung“? Aber eröffnet er Dora nicht auch die Möglichkeit, ihre sexuellen Bedürfnisse auszuleben? Klar, er ist ein egoistischer Kotzbrocken. Aber gebietet er nicht auch seinem Kumpel Einhalt, den Dora bei einem Dreier partout nicht „bedienen“ will? Und was treibt die Mutter an? Wo hört die ehrliche Sorge um ihre Tochter auf und wo fängt das Gefühl der Eifersucht zu wirken an? In diesem Film bleibt vieles ambivalent. Und das ist gut so – nicht zuletzt, weil es verstärkt zum Nachdenken über den Umgang mit geistig Beeinträchtigten anregt.

Dora

Fazit: Ein mutig-unbequemer Film, der spannende Fragen aufwirft.

Dora_PlakatKinostart: 21. Mai; Regie: Stina Werenfels; FSK: ab 16; Länge: 90 Min.; Verleih: Alamode Film; Link: alamodefilm.de/dora-oder-die-sexuellen-neurosen-unserer-eltern

 

© Alamode Film

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