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Kinotipp: DAS VERSPRECHEN EINES LEBENS

Kinotipp: DAS VERSPRECHEN EINES LEBENS

Das am 7. Mai in unseren Kinos startende Drama „Das Versprechen eines Lebens“ von und mit Russell Crowe erzählt die Geschichte eines australischen Vaters, der sich Klarheit über das Schicksal seiner drei im Ersten Weltkrieg verschollenen Söhne verschaffen will.

 

Die Halbinsel Gallipoli war eines der großen Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Unter schweren eigenen Verlusten gelang es dort 1915 den Truppen des Osmanischen Reichs, die Angriffe der alliierten Entente-Mächte zurückzuschlagen. Bei den Kämpfen kamen ungefähr 100000 Soldaten ums Leben. Darunter waren auch Tausende von Australiern, die sich für die Invasions-Operation freiwillig gemeldet hatten.

Vor diesem historischen Hintergrund spielte etwa schon Peter Weirs „Gallipoli“ (1981). Für das Regiedebüt von Russell Crowe bildet das damalige Kriegsgeschehen nun den Ausgangspunkt.
Die Haupthandlung beginnt 1919:

 

Der australische Farmer Joshua (Russell Crowe) ist mit seiner Wünschelrute mal wieder auf Wasser gestoßen. Aber Freude darüber mag bei seiner Frau Eliza (Jacqueline McKenzie) nicht aufkommen: „Du kannst Wasser finden, aber nicht deine eigenen Kinder.“ Eliza ist noch immer überwältigt von der Trauer um ihre drei Söhne, die aus dem Krieg nicht heimkamen.

 

Kurz darauf begeht sie Selbstmord. Am Grab verspricht Joshua: „Ich finde sie und bring’ sie dir zurück“. Und so reist er in die Türkei, um die sterblichen Überreste seiner Söhne zu suchen. Während sich dort die britischen Kriegsgewinner wenig kooperativ zeigen, erhält er Unterstützung vom türkischen Offizier Hasan (Yilmaz Erdogan). Mit dessen Hilfe und dank eigener Intuition findet er bald die vergrabenen Leichen von zweien seiner Söhne.

 

Aber was ist mit dem dritten? Lebt er womöglich noch?

Der australische Farmer und seine Mission stehen eindeutig im Zentrum des Geschehens. Aber Crowe und seine Drehbuchautoren Andrew Knight und Andrew Anastasios bringen auch den Standpunkt der Türken mit ein, die zwar die Schlacht um Gallipoli gewannen, den Krieg an der Seite Deutschlands und Österreichs aber verloren.
So schwelgt der Film denn auch keineswegs in Patriotismus. Er ist eher von einem Völkerverständigungs-Geist durchdrungen. Der findet sich vor allem wieder in der sich überzeugend anbahnenden Freundschaft zwischen Joshua und dem osmanischen Offizier, der eine wichtige Rolle in der Schlacht spielte, deren Grauen in Rückblenden immer wieder aufscheint.

 

Als in diesem Zusammenhang verzichtbar erweist sich dagegen Joshuas Liaison mit der schönen Istanbuler Kriegswitwe Ayshe (Olga Kurylenko). Aber vielleicht wollte sich Crowe in seinem Regiedebüt gleich mal in verschiedenen Genres ausprobieren und zeigen, dass er auf der Klaviatur des Liebesfilms ebenso gut spielen kann wie auf der des Buddy-Movies, der des sentimentalen Gefühlskinos und der des harten Kriegsdramas.
Wenn Joshua samt Hasan und dessen Getreuen auf der Zugfahrt zum mutmaßlichen Aufenthaltsort seines vielleicht noch lebenden dritten Sohnes überfallen wird, wähnt man sich sogar in einem Western – mit den Griechen, die in jenen Tagen die Gunst der historischen Stunde nutzen und sich im Westen der Türkei festsetzen wollten, als Schurken.

Fazit: Nicht immer ganz rund laufendes Drama, das aber durchaus seine Stärken hat.

Kinostart: 7. Mai 2015; Regie: Russell Crowe; FSK: o.A.; Länge: 111 Minuten; Verleih: Universal; Link: das-versprechen-eines-lebens.de

Zum Kinostart von “Das Versprechen eines Lebens” verlosen wir einmal das Buch „Von Vätern und Söhnen“ von Karsten de Riese, erschienen bei Knesebeck:

 

Von Vätern und Söhnen
Karsten de Riese hat in einem über zehn Jahre dauernden Langzeitprojekt Väter und Söhne aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Verhältnissen fotografiert. Die ausdrucksstarken Bildfolgen werden von persönlichen Zitaten und Aussagen der Portraitierten begleitet und machen in ihrer vertiefenden Analyse erfahrbar, was Männer heute in ihren persönlichen Beziehungen bewegt. Sie erzählen von Spannungen und Distanzen ebenso wie von tiefem Vertrauen und großer Zärtlichkeit.

Wer zum Filmstart von “Das Versprechen eines Lebens” das Buch „Von Vätern und Söhnen“ gewinnen möchte, füllt unter dem Stichwort “Schicksal” einfach das Gewinnspielformular aus. Nicht vergessen, Namen und vollständige Adresse anzugeben. Die Namen der Gewinner werden auf absolutfamilie.de/wer-hat-gewonnen veröffentlicht.

Einsendeschluss ist der 21.05.2015. Mitarbeiter der beteiligten Firmen können nicht teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Daten der Teilnehmer werden von Absolut Familie nur für diese Gewinnspielabwicklung verwertet, nicht gespeichert und ausschließlich zu Versandzwecken an die beteiligten Firmen weitergegeben.

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