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Kinotipp: DIE COOPERS – SCHLIMMER GEHT IMMER

Kinotipp: DIE COOPERS – SCHLIMMER GEHT IMMER

Steve Carell und Jennifer Garner erleben mit ihren vier Filmkindern den schlimmsten Tag ihres Lebens – amüsante Disney-Familienkomödie (Kinostart: 9. April).

 

Ist eine Familienkomödie nun eine Komödie für die ganze Familie oder eine Komödie über eine Familie? Im besten Fall beides. „Die Coopers – Schlimmer geht immer“ ist so ein Fall. Im Mittelpunkt des Disney-Films steht eine Familie – und es ist ein Film für die ganze Familie: Denn er unterhält Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Für den elfjährigen Alexander Cooper (Ed Oxenbould) ist es der schlimmste Tag seines Lebens: Erst klebt Kaugummi an seinen Haaren, dann blamiert er sich fürchterlich vor seiner heimlichen Liebe. Zudem droht seine morgige Geburtstagsparty ein Fiasko zu werden, weil ein angeberischer Klassenkamerad am selben Tag eine Riesen-Sause feiert – und Alexanders Gäste daraufhin absagen.

Seinen Eltern Ben und Kelly (Steve Carell, Jennifer Garner) und seinen älteren Geschwistern Anthony und Emily (Dylan Minnette, Kerris Dorsey) sind Alexanders Missgeschicke ziemlich egal, denn bei ihnen scheint alles wie am Schnürchen zu klappen. Selbst Baby Trevor bekommt mehr Beachtung.

In seiner Wut wünscht sich Alexander, das seine Familie auch mal einen so schrecklichen Tag erlebt. Kaum gewünscht, schon passiert: Am nächsten Tag stehen die Coopers Kopf. Vater Ben hat Probleme bei einem Vorstellungsgespräch, Mutter Kelly versaut einen wichtigen beruflichen Termin, Bruder Anthony erlebt eine desaströse Führerscheinprüfung und Schwester Emily fiebert ihrem Schauspieldebüt entgegen …

„Die Coopers – Schlimmer geht immer“ basiert auf dem bei uns wenig bekannten amerikanischen Kinderbuch „Alexander und der mistige Tag“. Das Büchlein aus den 70er-Jahren hat nur 32 Seiten, taugt dennoch als Vorlage für einen Kinofilm: Drehbuchautor Rob Lieber verlängerte die Story einfach um einen weiteren Tag: um den Tag, an dem bei Alexanders Eltern und Geschwistern alles schiefläuft.

Und das funktioniert: Die Coopers erleiden zwar in wenigen Stunden Katastrophen, die fast für ein ganzes Leben reichen würden, aber jedes Missgeschick ist für sich genommen durchaus nachvollziehbar. Wie etwa bei Vater Ben: Der arbeitslose IT-Experte ist Hausmann. Er kümmert sich um den Nachwuchs, während seine Frau Karriere macht. Als er aber endlich die Chance zu einem Vorstellungstermin hat, bekommt er keinen Babysitter: Ben muss Baby Trevor zum Gespräch mitnehmen. Klar, dass sein potenzieller Arbeitgeber, ein jugendliches Start-up in den Windeln, da etwas überrascht reagiert.

Auch für Mutter Cooper läuft es an diesem Tag nicht glatt: Sie arbeitet für einen Verlag und soll ein wichtiges neues Buch präsentieren. Wird’s ein Bestseller, verspricht ihr die Chefin die Leitung der Abteilung – und einen 24-Stunden-Job. Auf Kellys Einwand, dass sie auch mal gern ihre Kinder sehen würde, verweist die Chefin nur auf die Kinderfotos an der Wand: Die könne sie doch jederzeit ansehen …(Den Clip zur Szene finden Sie hier)

Die Coopers ist familienkompatible Unterhaltung im besten Sinne, verzichtet auf allzu vulgäre und grelle Scherze und überzeugt stattdessen lieber mit eher altmodischen Qualitäten, die an die Familienkomödien der 80er-Jahre erinnern, also etwa an die Blockbuster von John Hughes („Ferris macht blau“). Wobei das Familienbild – Mutter arbeitet, Vater hütet die Kinder – eben durchaus an die Gegenwart angepasst ist.

Auch die Besetzung haut hin: Steve Carell hält sich als unerschütterlicher Optimist Ben angenehm zurück, Jennifer Garner verkörpert überzeugend die nervöse Supermutti im Dauerstress und mit dem dem jungen Ed Oxenbould spielt ein echter Sympathieträger die eigentliche Hauptrolle. Er meistert in seinem Debüt die Rolle des missachteten Mittel-Kindes souverän: Alexander steht im Schatten seines älteren Überflieger-Bruders und muss so manches Mal zurückstecken, wenn das Baby Aufmerksamkeit beansprucht. Dieser Junge hat genug Talent, Charme und Ausstrahlung, um es mit seinen berühmten Kollegen aufzunehmen.

Fazit: Saubere Schmunzel-Unterhaltung für die ganze Familie.

Interview mit Jennifer Garner

 

„Die Coopers – Schlimmer geht immer“ basiert auf einem Kinderbuchklassiker. Kannten Sie das Buch schon vor den Dreharbeiten?
„Ja, ich habe meinen Kindern viele Jahre daraus vorgelesen. Als ich hörte, dass es verfilmt werden soll und dass Steve Carell mitspielt, sagte ich sofort: ‚Ich bin dabei!‘ Ich liebe dieses Buch, weil es Kindern deutlich macht, dass es völlig okay ist, einen schlechten Tag zu haben.“

Wie getreu hält sich der Film an das Buch?
„Das Buch gab letztlich nur die Inspiration zum Film, aber ich halte das Drehbuch für sehr gelungen. Am besten gefällt mir, dass jedes Familienmitglied einen ganz besonders witzigen Moment hat. Der Film konzentriert sich nicht auf eine einzelne Person, sondern zeigt den turbulenten Tag der ganzen Familie. Dadurch kommen nicht nur die Kinder auf ihre Kosten, sondern auch die Eltern erkennen sich in vielen Situationen wieder. Das ist perfektes Family Entertainment.“

Fiel es Ihnen leicht, die Rolle der Kelly Cooper zu spielen, weil sie selbst berufstätige Mutter sind und mehrere Kinder haben?
„Das ist tatsächlich von Vorteil. Sobald ich den Hebel auf ‚Mama Modus‘ umstelle, funktioniert vieles von ganz allein. Ich kann zwar auch Filme drehen, in denen ich keine Mutter spiele, aber eine Disney-Mutter zu sein, macht wirklich großen Spaß.“

Inwieweit war Ihr eigener Familienalltag ein gutes Trainingslager für die Rolle der Kelly Cooper?
„Genau wie Steve Carell konnte ich aus meinem Erfahrungsschatz schöpfen. Wir wissen beide, wie es ist, wenn ein Baby nicht aufhören will zu schreien. Man reicht es kurz weiter, weil man sich auf eine andere Sache konzentrieren will, schnappt es sich dann aber doch wieder, weil es keine Ruhe geben will. Solche Abläufe sind völlig normal, egal ob vor der Kamera oder im richtigen Leben.“

Haben Sie Ihre eigenen Kinder mit ans Set gebracht?
„Ja, aber das ist für sie nur selten ein Vergnügen. Wir Schauspieler sind ständig abgelenkt und müssen arbeiten, werden dann von den Kindern losgerissen. Meine Kinder verbringen mit mir am liebsten die Zeit im Maskenwagen, manchmal schauen sie auch bei den Dreharbeiten zu.“

Können Sie sich vorstellen, vier Kinder zu haben, so wie Kelly Cooper im Film?
„Nein. Ich habe drei Kinder und bin mit denen manchmal schon überfordert. (lacht)“

Was ist die größte Belohnung, die man als Eltern bekommen kann?
„Aktuell freue ich mich darüber, wie meine Kinder ihren Sinn für Humor entdecken. Wenn sie mich bewusst zum Lachen bringen, ist das für mich das Größte. Ich könnte ein zweijähriges Kind ewig dabei beobachten, wie es Strategien entwickelt und laut dabei denkt: ‚Ich probiere das jetzt aus. Wird das funktionieren? Nein. Ich versuche was anderes. Genau, das mache ich.‘ Die Kinder entwickeln sich so schnell zu eigenen Persönlichkeiten. Ich mag das sehr.“

Der jüngste Cooper, das Baby Trevor, wurde im Film von 18 Monate alten Zwillingsschwestern gespielt. Wie war die Zusammenarbeit mit diesem Duo?
„Diese beiden Babys waren ganz toll. Ich habe bis heute unzählige Fotos von ihnen auf meinem Telefon gespeichert. Am Set dachte ich ständig: ‚Oh, davon muss ich auch noch ein Bild machen. Und davon!‘ Ich konnte gar nicht aufhören.“

 

Was halten Sie von Ed Oxenbould, der Alexander spielt?
„Ed ist großartig. Einerseits ist er noch ein Kind, aber er spielt schon jetzt extrem intuitiv und wirkt auf der Leinwand sehr authentisch. Auch sein Humor ist bereits stark ausgeprägt.“

Im Film organisieren Alexanders Eltern eine ziemlich extravagante Geburtstagsparty mit einem Krokodil, Kängurus und anderen australischen Tieren. Haben Sie als Kind einmal eine vergleichbare Party erlebt?
„Nein. In meiner Kindheit gab es so etwas nicht.“

Und welche Art von Kinderpartys erleben Sie heute in Beverly Hills?
„In Los Angeles war ich tatsächlich schon bei übertrieben großen Kinderpartys zu Gast. Da wurden auch exotische Tiere aufgefahren, genau wie im Film. In anderen Fällen wurden komplette Karnevalsumzüge organisiert. Wenn Sie mich fragen, ist das völlig übertrieben.“

Wie gefällt Ihnen die Geburtstagsparty im Film?
„Das Schöne an dieser Party ist, dass sie nicht so übertrieben mondän und teuer ist wie die besagten Partys in Beverly Hills, die einfach nur für viel Geld über einen Caterer gebucht werden. In unserem Fall blättert ein einfacher Familienvater in den Gelben Seiten und versucht, seinem Sohn, der ein Faible für Australien hat, eine Freude zu machen.“

Hatten Sie bei den Dreharbeiten viel Kontakt zu den australischen Tieren?
„Ja, und die Trainer haben tolle Arbeit geleistet. Die Tiere haben immer genau das gemacht, was der Regisseur von ihnen erwartet hat. Vor der Kamera sieht vieles sehr turbulent aus, aber am Set ging es überraschend diszipliniert zu.“

Wie nah sind Sie dem Alligator gekommen?
„Um ehrlich zu sein, nur so nah, wie ich ihm kommen wollte. Der Alligator hatte dieses Funkeln in den Augen. Einmal hat er uns angesehen, und sein Blick sagte: ‚Ihr gehört mir!'“

Warum sollte man „Die Coopers – Schlimmer geht immer“ im Kino anschauen?
„Filme wie dieser werden heute kaum noch gedreht. Anders als in meiner Kindheit gibt es heute nur noch wenige Realfilme, die sich an die ganze Familie richten. Ich liebe es, wenn zwei oder drei Generationen gemeinsam ins Kino gehen und jeder dabei auf seine Kosten kommt. Der Film bietet für jeden etwas.“

Ben Coopers leckere Quiche ohne Teig

 

Für 5 Coopers (nicht empfohlen für das Baby)

Zutaten:
• 1 Teelöffel Butter
• 2 Teelöffel Olivenöl
• ½ Zwiebel, fein gehackt
• 200 g Champignons, in Scheiben geschnitten
• 300 g gehackter Tiefkühl-Spinat, aufgetaut und die Flüssigkeit abgegossen
• 4 Eier
• 250 ml Milch
• 110 ml Sahne
• Salz und gemahlener Pfeffer
• 350 g geriebener Käse, z.B. Greyerzer (oder ein anderer Käse, den Du magst)

Zubereitung:
• Heize den Ofen auf 180 °C vor
• Fette eine gläserne Auflaufform oder eine 25-cm-Springform ein
• Erhitze die Butter mit dem Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze
• Gebe Zwiebeln und Champignons hinzu und dünste sie unter gelegentlichem Rühren, bis die Zwiebeln weich sind
• Rühre den Spinat unter und lasse die Masse weiterkochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Stelle den Topf beiseite
• Verrühre Eier, Sahne, Milch, Salz und gemahlenen Pfeffer in einer Schüssel und gib dann die Gemüsemischung dazu
• Fülle die Masse in die eingefettete Backform
• Backe die Quiche im vorgeheizten Ofen, bis die Kruste eine goldbraune Farbe angenommen hat und das Innere nicht mehr flüssig ist
(~30-35 Min.; Du solltest ein Messer in die Mitte stechen und herausziehen können, ohne dass etwas daran kleben bleibt)
• Lasse Deine Quiche etwas abkühlen, bevor Du sie aufteilst und servierst.

Kochzeit: 60 Minuten

Guten Appetit!

 

Kinostart: 9. April; Regie: Miguel Arteta; FSK: ab 0; Länge: 81 Min.; Verleih: Walt Disney Germany; Link: www.disney.de/coopers

 

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