Familienleben

Software zur Sprachstandserfassung in Kindergärten und Vorschulen

Software zur Sprachstandserfassung in Kindergärten und Vorschulen

PiccoLog_DickerhoffKinder im Einschulungsalter bringen gravierend unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen mit. Die hieraus resultierenden viel zu frühen Unterteilungen manifestieren sich häufig im Laufe des schulischen Werdegangs. Zur Lösung dieser Probleme hat Decision Products die Diagnostik-Software „PiccoLOG“ entwickelt, die nun für den Deutschen Bildungsmedienpreis „digita 2015“ nominiert ist.

 

Kinder im Einschulungsalter bringen gravierend unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen mit. Die hieraus resultierenden viel zu frühen Unterteilungen, hervorgerufen durch Bildungsnähe bzw. Bildungsferne, manifestieren sich häufig im Laufe des schulischen Werdegangs. Der Versuch einzelner Bundesländer, diesem Problem durch „Sprachstandserhebungen“ im Vorschulalter entgegenzuwirken, ist wegweisend, jedoch in der Durchführung momentan sehr aufwendig, personal- und kostenintensiv.

PiccoLOG – Sprachstandserfassung im Kindergarten
PiccoLOG
ist eine Software zur Sprachstandserfassung in Kindergärten. Durch erstmals angewendete Möglichkeit, das Sprachverständnis in 16 verschiedenen Sprachen zu testen und zu erfassen, gelingt mit PiccoLOG sogar eine objektive Erhebung des Sprach- und somit des Bildungsstandes bei Kindern mit Migrationshintergrund.

Falls eine Sprachentwicklungsstörung beim Kind vorliegt, kann PiccoLOG eine zuverlässige Aussage darüber treffen, ob gegebenenfalls Sprachförderung oder eine logopädische Abklärung empfohlen ist.
Bei fremdsprachigen Kindern kann mittels der PiccoLOG-Sprachstandserhebung darüber hinaus unterschieden werden, ob es sich um ein Problem beim Erlernen der deutschen Sprache handelt, oder ob sich die Sprachauffäligkeit bereits in der Muttersprache zeigt. Bisher waren Erzieher oder Lehrkräfte auf die Mitarbeit von Dolmetschern und der Eltern angewiesen. Dieses wird durch den Einsatz von PiccoLOG erstmals unnötig.

PiccoLOG - Cover

PiccoLOG ist eine bilderreiche, selbsterklärende Software, deren Bedienung durch Erzieher und Pädagogen leicht zu handhaben ist. Es erfasst auf unterhaltsame und kindgerechte Weise – mittels spielerischer Aufgaben – die sprachlichen Fähigkeiten, sowohl deutschsprachiger als auch fremdsprachiger Kinder. PiccoLOG wurde an über 800 Kindern getestet, wobei diese Kinder die Untersuchung nicht als Test, sondern eher als „Computerspiel“ wahrgenommen haben.

Viele hatten soviel Spaß daran, dass sie darum baten, PiccoLOG  erneut „spielen“ zu dürfen. Ein weiterer Vorteil ist sicherlich auch in der Tatsache begründet, dass das Kind die Untersuchung mit einer ihm vertrauten Person, dem Erzieher oder Vorschullehrer gemeinsam durchführen kann und somit nicht durch die Anwesenheit einer fremden Person (z.B. einer Behörde) in seiner Leistung gehemmt ist.

Der Test lässt sich jederzeit wiederholen. Dadurch bietet sich ebenfalls die Möglichkeit, die Sprachentwicklung der untersuchten Kinder zu dokumentieren, um Fortschritte „sichtbar“ zu machen und Fachkräfte, sowie Eltern entsprechend zu informieren, um Entwicklungsschritte diskutieren zu können. Die gewonnenen Ergebnisse zum aktuellen Sprachentwicklungsstand des Kindes liegen der Vorschuleinrichtung vor und lassen sich jederzeit ohne Aufwand aktualisieren bzw. ergänzen.

Diese Daten können dann in einen landesweiten Server eingespeist werden, wodurch – und das ist der Grundgedanke der PiccoLOG-Sprachstandserhebung – den Behörden ständig der aktuelle Stand der Sprachentwicklung aller erfassten Kindes vorliegt und z.B. die Resultate jeglicher Frühfördermaßnahmen auf bildungspolitischer Ebene unmittelbar ablesbar sind.

Durch die weltweit einzigartige Möglichkeit, das Sprachverständnis in 16 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Brasilianisch, Serbisch, Bosnisch, Albanisch, Türkisch, Kurdisch, Tamilisch, Russisch, Polnisch, Griechisch) festzustellen, kann innerhalb von 15-20 Minuten (leistungs- und altersabhängig) eine zuverlässige Aussage darüber gemacht werden, ob gegebenenfalls ein sprachlicher Förderbedarf (im Sinne einer Sprachförderung) besteht oder eine logopädische Abklärung bzw. Therapie angezeigt ist.

Allein in der kurzen Einführung bei Wikipedia zu Delfin 4 (dem verbindlichen Sprachtest, der seit 2007 in Nordrhein Westfalen und seit 2010 auch in Sachsen-Anhalt an 4-jährigen durchgeführt wird) heißt es: „Im Jahr 2007 waren ca. 180.000 Vierjährige zu untersuchen, die Tests wurden von Grundschullehrern durchgeführt. Es wurde geschätzt, dass ca. 50.000 bis 60.000 Kinder einen speziellen Förderbedarf haben. Nachdem erste regionale Ergebnisse vorlagen, wurde berichtet, dass mehr als 40 % der getesteten Vierjährigen an der zweiten Phase der Sprachstandserhebung teilnehmen mussten; so wurde aus Köln von einer ‚Durchfallquote‘ in Einzelfällen von 60 bis 80 % berichtet. Viele Einrichtungen berichteten, dass die Kinder mit der ungewohnten Situation Schwierigkeiten hatten. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen, Sigrid Beer, erklärte daher, die Landesregierung müsse das Verfahren ‚auf den Prüfstand stellen‘. In Sachsen-Anhalt wird Delfin 4 ebenfalls kontrovers diskutiert. Grundsätzlich wird die Einführung begrüßt, Psychologen und Logopäden stellen aber die Standards in Frage. Das Ministerium verweist dagegen auf die guten Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen.“

PiccoLOG ist in der Durchführung weder aufwendig, noch personalintensiv, liefert eine objektive, valide Erhebung des Sprach- und somit auch des Bildungsstandes allein durch das Kindergartenpersonal. Der Einsatz externer Pädagogik- oder Sprachheilfachkräfte ist für die Bedienung der Software nicht erforderlich. PiccoLOG erfasst auf selbsterklärende und kindgerechte Weise mittels spielerischer Aufgaben die sprachlichen Fähigkeiten, sowohl bei deutschsprachigen als auch bei fremdsprachigen Kindern.

Mehr Informationen zu PiccoLOG finden Sie unter log-media.com/piccolog.html

LOGwords_CoverDie professionelle Diagnostik und Therapiesoftware von LOGMEDIA gibt es in vier verschiedenen Ausführungen: einmal PiccoLOG zur Sprachstandserfassung im Kindergarten, für Lehr- und Erziehungspersonen, LOGwords PRO PLUS als Diagnostikwerkzeug für Logopäden und Sprachtherapeuten, LOGwords PRO als Diagnostik für Heilpädagogen, Schul-, Kinder- Jugendpsychologen, Pädiater und Linguisten und LOGwords ELEMENTS  als Diagnostik für Lehrkräfte ab Grundschule.

Die Sprachdiagnostik-Software LOGwords und die Sprachstandserfassungs-Software PiccoLog wurden jeweils für den Deutschen Bildungsmedienpreis „digita 2015“ nominiert – und am 26. Februar 2015 wurde PiccoLog auf der „didacta – die Bildungsmesse“ in Hannover der Preis verliehen.

So bewertet die Absolut Familie-Redaktion (wir haben die Software gemeinsam mit einem fünfjährigen Mädchen – Muttersprache Türkisch – getestet):
„Zur Installation und Handhabung: Die Steuerung ist sehr simpel und gut verständlich. Die Anforderungen an das Kind sind realistisch, allerdings wird der Umgang mit einem PC vorausgesetzt.
Das Ergebnis wird für die drei Altersgruppen 3-4 Jahre, 5 Jahre und 6 Jahre angezeigt.

Die Muttersprache kann ausgewählt werden, um das grundliegende Sprachverständnis zu testen. Als besonders positv ist hier zu erwähnen, dass sehr viele Sprachen zur Auswahl stehen.

Bei einigen Fragen muss die erwachsene Person das Ergebnis überprüfen, also ist der Pädagoge mit einbezogen.

Bei unserer Testperson Havin, Muttersprache Türkisch, 5 Jahre (wird Mitte Mai 6) wird eine Sprachförderung empfohlen. Dafür zum Vergleich: Zu diesem Ergebnis kam dieser Test in 20 Minuten. In der Hamburger Kita wurde das erst nach einigen Monaten und einem Besuch beim Logopäden festgestellt.

Eine Beispielaufgabe aus dem Test in der Muttersprache:
Die Fragen werden durch das Programm vorgelesen, ein Bild mit verschiedenen Objekten ist zu sehen, die werden beschrieben und das Kind muss die Objekte durch Anklicken oder Zeigen identifizieren.

Test auf Deutsch: Es werden Sätze auf Deutsch vorgelesen, das Kind muss diese nachsprechen, o.ä. (hier entscheidet der Pädagoge über richtig und falsch).

Es gibt auch einen kleinen visuell-kognitiven Teil, in dem das Kind gewisse Gegenstände verschiedenen Orten zuordnen soll, sowie einen auditiv-kognitiven Teil, in dem das Gleiche passiert.
Ein kleines Problem im visuell-kognitiven Teil: Die Gegenstände sollten echt aussehen und nicht comicartig, denn dies lässt einen ‚echten‘ Bären schnell wie einen Teddy aussehen und verfälscht das Ergebnis des Tests, weil der Bär so dem Kinderzimmer und nicht dem Wald/der Natur zugeordnet wird.“

Klicken Sie, um einen Kommentar hinzuzufügen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr in Familienleben

little kid boy with school satchel, first day to school

Der Schultasche die nötige Aufmerksamkeit widmen

Hans Wankl28. Oktober 2017
house-2565105_1280

Die Familienküche – ein Ort, an dem die Generationen zusammenkommen

Hans Wankl20. August 2017
Sweet little girl

Tipps für eine ruhige Nacht im Kinderzimmer

Hans Wankl30. Juli 2017
festival-2456145_1280

Warum eine Kinder-Unfallversicherung so wichtig ist

Hans Wankl23. Juli 2017
wordpress

Home Sweet Home(-page): Eine eigene Webseite für die Familie

Hans Wankl7. Juli 2017
dog-1328585_1280

Tiere und Familien: Gesundheitstipps für das Zusammenleben

Hans Wankl6. Mai 2017
easter-eggs-2168521_1280

Ostergeschenke – kreativ und persönlich

Hans Wankl6. April 2017
vacuum-cleaner-1605068_1280

Effektives Staubsaugen – so sparen Sie Energie und Zeit

Hans Wankl29. März 2017
familienbilder

Tipps und Tricks für gelungene Familienbilder

Hans Wankl23. März 2017
house-1158139_1280

Familienförderung beim Immobilienkauf mit Kindern

Hans Wankl14. März 2017