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Kinotipp: ANNIE

Kinotipp: ANNIE

annie wallis foxxSüßes New Yorker Waisenmädchen sucht seine Eltern – und landet bei einem schnöseligen Milliardär. Müde Neuverfilmung des Broadway-Musicals (Kinostart: 15. Januar).

 

„Annie“ ist ein Musical-Klassiker: Die 1977 gestartete Broadway-Produktion erlebte über 2000 Aufführungen in New York, das Stück mit der Musik von Charles Strouse verzauberte anschließend auch auf anderen Bühnen weltweit ein Millionenpublikum. 1982 landete die Verfilmung mit Albert Finney in den Kinos. Klar, dass ein so langanhaltender Erfolg Produzenten dazu inspiriert, die Geschichte vom armen New Yorker Waisenmädchen erneut zu verwerten. Sie hätten besser die Finger davon gelassen, denn die Kino-Neuauflage von „Annie“ enttäuscht fast auf ganzer Linie.

annie diaz wallisDas zehnjährige Waisenmädchen Annie (Quvenzhané Wallis) hat ein schweres Los gezogen: Zusammen mit anderen Waisen lebt sie bei ihrer durchgeknallten Pflegemutter Miss Hannigan (Cameron Diaz). Die mürrische Miss führt ein strenges Regiment, hängt ihrer längst verflossenen Popstar-Karriere nach und erträgt ihr Schicksal nur im Alkoholrausch.

Doch wie der Zufall so spielt, läuft Annie eines Tages dem stinkreichen Unternehmer und Bürgermeisterkandidaten Will Stacks (Jamie Foxx) in die Arme. Stacks rettet Annie vor einem Autounfall – eine Aktion, die sich in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer verbreitet und die Umfragewerte des blasierten Möchtegern-Politikers drastisch verbessert.

annie byrne wallisAuf Rat seines Wahlkampfleiters Guy (Bobby Cannavale) und seiner Assistentin Grace (Rose Byrne) adoptiert Stacks das Waisenkind. Annie zieht in das Luxusapartment des Milliardärs und erlebt zunächst einen märchenhaften Aufstieg. Während Stacks im Wahlkampf eine eher unglückliche Figur macht, hat Annie den Traum, ihre Eltern wiederzutreffen, noch nicht aufgegeben. Der durchtriebene Guy wittert eine ganz große Story – aber da hat er die Rechnung ohne Annie gemacht.

annie wallisDie Geschichte vom Aschenputtel, das nach langen Entbehrungen vom Schicksal reich belohnt wird, ist natürlich zeitlos. „Annie“ ist der amerikanische Traum schlechthin, in der Neuverfilmung verpackt in eine kindgerechte und zeitgemäße Umgebung. Dagegen ist nichts einzuwenden – die Story hat Potenzial.

„Annie“ besitzt auch jede Menge schauspielerisches Potenzial, schließlich zählen Jamie Foxx und Cameron Diaz zu den absoluten Topstars des US-Kinos. Und die junge Quvenzhané Wallis heimste immerhin schon eine Oscar-Nominierung ein. Aber genau da fängt das Problem schon an: Quvenzhané Wallis ist ein niedliches und talentiertes Mädchen, aber für die Rolle der Annie fehlt ihr einfach die nötige Portion Charisma. Sie schafft es nicht, den Zuschauer ins Geschehen hineinzuziehen. Auch ihre Tanz- und Gesangseinlagen sind – so lala. Nett, aber nicht umwerfend.

Das gilt auch für ihre Co-Stars. Foxx und Cameron können auch Komödie, aber als Musicaldarsteller sind sie nur ein Schatten ihrer selbst. Zu oft müssen sie sich durch übertrieben alberne Szenen spielen, zu dünn und selten sind ihre Musiknummern. Überhaupt die Musik: Den bekannten, 40 Jahre alten „Annie“-Songs ist die Neufassung gar nicht gut bekommen. Sie klingen jetzt irgendwie nach „moderner“ Musik zwischen R&B, Disco und Chartpop. Und damit ziemlich stillos.

Eine gute Figur machen bei Annie eigentlich nur die Nebendarsteller Rose Byrne als Managerin mit Herz und ihr Gegenpart Bobby Cannavale als abgebrühter Strippenzieher.

Fazit: Ein unnötiges Remake, das weder als Musical noch als Komödie überzeugt.

annie posterKinostart: 15. Januar; Regie: Will Gluck; FSK: ab 0; Länge: 117 Min.; Verleih: Sony Pictures Germany; Link: http://www.annie-film.de

Wir hatten zu einem Malwettbewerb unter dem Motto “Mein größter Wunsch” aufgerufen. Und das sind die fünf Gewinner:

Annie_Malwettbewerb

Von einer rasanten Achterbahnfahrt mit der ganzen Familie, über den Wunsch eine Elfe zu sein, die mit Einhörnern sprechen kann, oder ein eigenes Pferd zu haben bzw. einmal ganz allein im Meer zu tauchen, bis zum Wunsch, in diesem Winter doch noch einen Schneemann bauen zu können, waren die kleinen Künstler wieder erfrischend kreativ!

Vielen Dank für die zahlreichen Einsendungen! Die schönsten Bilder und Ideen (hier liegen der fehlende Schnee und Baumhäuser ganz klar im Trend) finden Sie auf unserer Facebook-Seite (mit der Teilnahme hatten alle ihr Einverständnis erklärt, dass sie die Inhaber der Bildrechte sind und diese für diesen Contest auf uns übertragen).

 

 

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