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Neue ZDF-Serie „Sibel & Max“: Von Ärzten und Kindern

Neue ZDF-Serie „Sibel & Max“: Von Ärzten und Kindern

Sibel (Idil Üner); Max (Marc Oliver Schulze) Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Marion von der MehdenAm kommenden Samstag startet die neue ZDF-Familienserie „Sibel & Max“ – eine Dramedy über zwei alleinerziehende Ärzte zwischen beruflichem Stress und privaten Nöten. In wichtigen Nebenrollen: drei junge Nachwuchstalente. Wir haben mit den Jung-Schauspielern gesprochen. 

 

Das ZDF modernisiert sein Vorabendprogramm – mit Geschichten aus der Großstadt über das manchmal schwierige Leben mehr oder weniger „normaler“ Familien. „Forsthaus Falkenau“ und „Der Landarzt“ waren gestern, jetzt kommen „Sibel & Max“: Das ZDF verlässt sich zwar auch bei seiner neuen Serie auf das beliebte Ärzte-Genre, schlägt aber doch andere Töne an. Statt heiler Welt und Patienten mit kleinen Wehwehchen serviert die neue Serie vielschichtige Figuren, knackige Storys und ein etwas zeitgemäßeres Umfeld.

Idil Üner spielt die Ärztin Dr. Sibel Aydin, die zwischen Krankenhaus-Nachtschichten und Affäre mit einem verheirateten Lover ihren Teenager-Sohn zu erziehen versucht. Ihr Pendant ist Dr. Max Walther, gespielt von Marc Oliver Schulze, der sich nach dem Tod seiner Frau allein um seine beiden Töchter kümmern muss und auch noch seine Praxis am Laufen hält. Und diese Praxis steht mitten in Hamburgs Trendviertel St. Georg, ein buntes Quartier mit Luxusapartments und Nachtleben, Sozialwohnungen und Prostitution.

sibel & max

Neben den beiden Titelrollen stehen drei Jugendliche im Fokus der Serie. Yolande Andrae, Katherina Unger und Salah Massoud spielen die Kinder der Ärzte. Die 16-jährige Jana, gespielt von Katherina Unger, erwartet ein Kind von ihrem erst ein Jahr älteren Freund Yunus (Salah). Klar, dass da Janas Vater Max, ihre jüngere Schwester Nena (Yolande) und Yunus‘ Mutter Sibel zunächst ziemlich schockiert sind.

Für die insgesamt zwölf Folgen der Serie haben Yolande (11), Katherina (16) und  Salah (17) monatelang in Hamburg vor der Kamera gestanden – in den Sommerferien oder nach Schulschluss. Wie lassen sich überhaupt Schule und die Schauspielerei miteinander vereinbaren? „Ich häng mich eben rein; wenn ich nachmittags drehe, muss ich am Wochenende den Schulstoff nacharbeiten“, sagt Salah. „Und die Lehrer zeigen Verständnis für meinen Job.“

Über die Schule kam Salah auch indirekt zum Fernsehen, denn während eines Auslandsjahrs in den USA entdeckte er in einem Theaterkurs seine Leidenschaft fürs Schauspielen. Zurück in Hamburg hat er allen Mut zusammengenommen und sich in einer Schauspielagentur vorgestellt. Und als dort das Drehbuch zu „Sibel & Max“ auf dem Tisch landete, bekam Salah – nach einem langwierigen Casting – seine erste Rolle.

Dagegen ist Katherina schon fast ein alter Hase. Sie spielte schon in mehreren Staffeln der KiKA-Serie „Die Pfefferkörner“ – für sie ist „Sibel & Max“ also bereits die zweite große Rolle. Allerdings eine sehr spezielle – denn als 16-jährige muss sie eine Schwangere spielen. „Wenn man erst einmal einige Szenen gespielt hat, bekommt man automatisch ein Gefühl für die Rolle. Ich dachte zwar zuerst auch, dass es komisch zu spielen sein wird, aber Jana ist ja auch nur ein Teenager wie ich“, findet Katherina.

Sibel & max

Auch ihre Serien-Schwester Yolande geht das Thema Schauspielen schon ziemlich abgeklärt an. „Ehrlich gesagt, bin ich der Nena ziemlich ähnlich. Deshalb fällt es mir leicht, mich in sie hineinzuversetzen.“ Auf die Dreharbeiten hat sie sich ganz professionell vorbereitet: „Zuerst lese ich das ganze Drehbuch. Dann streiche ich meine Textstellen an und lerne sie. Meistens allein – nur wenn ich eine Szene ganz durchspielen möchte, frag ich meine Mutter oder meine Schwester, ob sie die anderen Rollen übernehmen.“

Und was sagen Yolandes Freunde dazu, dass sie in einer TV-Serie mitspielt? „Die fragen mich ab und zu, wie es war oder wann oder wo der nächste Dreh stattfindet. In meinem Alltag haben die Dreharbeiten aber keine große Rolle gespielt, und meine Freunde haben mich ganz normal behandelt, wie vorher auch.“

Alle drei sind sich einig, das die Dreharbeiten großen Spaß gemacht haben – auch „wenn Schauspielen oft warten heißt“, wie Yolande verrät. „Wir verstehen uns super. Wir haben am Set auch alle ein super Verhältnis zum Team.“ Nun hängt es vom Erfolg der Serie ab, ob eine zweite Staffel gedreht wird, bei der Yolande, Katherina und Salah auch gern wieder dabei wären.

Können sie sich denn vorstellen, die Schauspielerei zu ihrem Beruf zu machen? Da sind sich die drei Nachwuchs-Darsteller nicht so sicher. „Ich schnupper erst mal in den Beruf rein“, meint Salah. Und Yolande findet, „es gibt auch noch andere Berufe, die mir gefallen, auch am Filmset, Regisseurin zum Beispiel.“ Katherina ist da noch vorsichtiger, wenn sie an ihre Zukunft denkt: „Ich will das Schauspielen zwar nicht aufgeben, aber ich sehe keine große Sicherheit in diesem Beruf.“

„Sibel & Max“ ab 3. Januar immer samstags um 19.25 Uhr im ZDF.

Fotos: ZDF, Marion von der Mehden

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