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Kinotipp: SERENA

Kinotipp: SERENA

Mit „Serena“ startet am 18. Dezember ein packendes Drama um Liebe, Treue und Eifersucht von Oscar-Preisträgerin Susanne Bier mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper als Liebespaar auf dem Holzweg in unseren Kinos.

 

Die Story spielt 1929: George Pemberton (Bradley Cooper) hat sich in den Smoky Mountains von North Carolina eine Existenz als Holzunternehmer aufgebaut. Nur eine Frau fehlt ihm noch zu seinem Glück. Als er Serena (Jennifer Lawrence) begegnet, platzt es aus ihm heraus: „Wir sollten heiraten!“ Gesagt, eingewilligt, getan.

 

Sofort mischt sich die selbsbewusste Blondine, die aus einer Holzdynastie stammt, mit Billigung ihres Mannes, aber zum Leidwesen von Georges Partner Buchanan (David Dencik) in die Geschäfte ein und verschafft sich bei den Holzfällern Respekt. Sie akzeptiert zunächst auch, dass George vor ihrer Ehe eine seiner Angestellten geschwängert hat.

 

Doch als die ehrgeizige und von einem tragischen Vorfall in der Vergangenheit gepeinigte Frau ihr ökonomisches und privates Glück bedroht sieht, zeigt sie sich in der Wahl ihrer Gegenmittel nicht gerade zimperlich.

In David O. Russells „Silver Linings“ gaben Jennifer Lawrence und Bradley Cooper ein großartiges Liebesgespann ab. In „Serena“ gelingt es der dänischen Regisseurin Susanne Bier („In einer besseren Welt“) nun überzeugend, die Chemie zwischen ihren beiden Hauptdarstellern in fatale Bahnen zu leiten. Dabei hält sich die Empathie für das vor unlauteren Geschäftsmethoden nicht zurückschreckende Unternehmerpaar freilich in Grenzen. Zudem werden die Vorahnungen des Zuschauers, was den Lauf der Geschichte nach dem gleichnamigen Roman von US-Bestsellerautor Ron Rash angeht, nur selten enttäuscht. Aber die Story erweist sich mit ihrer brisanten Gemengelage aus Leidenschaft und Eifersucht, widerstreitenden Interessen, Erpressungsversuchen und mörderischen Plänen letztlich als so stark, dass man bis zum überdramatisierten Finale am Ball bleibt.

„Serena“ ist nach „Love is all you need“ Susanne Biers zweite Hollywoodproduktion, in dem sie ein wunderbares Ensemble vereinen konnte: „Die Tribute von Panem“-Star und Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence spielt die Titelheldin Serena in all ihren abgründigen und leidenschaftlichen Facetten an der Seite von Bradley Cooper (mit dem sie auch in „American Hustle“ zu sehen war) als Serenas Ehemann George. Ergänzt wird der Cast mit Rhys Ifans („The Amazing Spider-Man“) und Toby Jones („Tinker Tailer Soldier Spy“).

Fazit: Zumindest oberflächlich spannendes, aber nur selten wirklich mitreißendes Drama.

Kinostart: 18. Dezember; Regie: Susanne Bier; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 110 Minuten; Verleih: Studiocanal; Link: serena-derfilm.de

 

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