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Kinotipp: MY OLD LADY

Kinotipp: MY OLD LADY

Machen Sie sich ab dem 20. November gemeinsam mit einem abgebrannten Amerikaner auf die Reise nach Frankreich, denn im Herzen von Paris hat der eine Wohnung geerbt, die er so schnell wie möglich verkaufen will. Die böse Überraschung kommt in Person von Maggie Smith und einem antiquierten französischen Gesetz!

 

Der mittellose New Yorker Mathias (Kevin Kline) fliegt frohgemut nach Paris, um dort die 500 Quadratmeter große Wohnung zu verkaufen, die er von seinem ungeliebten Vater geerbt hat. Doch vor Ort stellt sich heraus, dass die Sache einen Haken hat – und der heißt Mathilde (Maggie Smith). 

 

Mathias’ Vater hatte die Immobilie gemäß einer französischen Besonderheit einst von ihr nur zu einem Bruchteil des Marktwerts erworben. Dafür kann die mittlerweile 92-Jährige bis zu ihrem Tod kostenfrei in den Räumlichkeiten wohnen. Doch damit nicht genug. Ihr stehen monatlich auch noch 2400 Euro zu. Mathias fällt aus allen Wolken, als er das erfährt, darf sich aber in der Wohnung immerhin ein Zimmer nehmen.

 

Das wiederum gefällt Chloé (Kristin Scott Thomas), die mit ihrer Mutter unter einem Dach lebt, gar nicht – zumal der Untermieter einen Interessenten sucht, der ihm seine Erbschaft trotz der Belastung mit einer Immobilienleibrente abkauft.

Hauptdarsteller Kevin Kline erzählt in einem exklusiven Interview von der einfühlsamen und humorvollen Geschichte um Mathias und dieser besonderen Erbschaft:

Der 75-jährige Theaterveteran Israel Horovitz hat für sein Kinoregiedebüt sein eigenes Bühnenstück von 2002 verarbeitet. Seine Herkunft ist dem Film durchaus anzumerken. Aber das bedeutet nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Die Dialoge sind pointiert. Und der Großteil der Handlung mag sich zwar in Mathildes Wohnung abspielen. Doch Horovitz bezieht auch Pariser Außenschauplätze sinnvoll ins Geschehen ein.

Zudem hat das Gebaren der Schauspieler nichts Theaterhaftes an sich. Es macht Freude, den drei renommierten Mimen durch die Fährnisse der Geschichte von Horovitz’ Werk zu folgen, das als Komödie beginnt, in dessen dramatischem Mittelteil manches Familiengeheimnis gelüftet wird und in dem sich zwei Menschen einander annähern, die eine alles andere als glückliche Kindheit hatten.
Auch wenn man sich in einigen Passagen einen etwas bissigeren und in anderen einen etwas weniger weinerlichen Ton gewünscht hätte.

Fazit: Alles in allem eine gelungene Theateradaption.

Kinostart: 20. November; Regie: Israel Horovitz; FSK: o.A.; Länge: 106 Minuten; Verleih: Ascot Elite; Link: MyOldLady.de

 

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