Familienleben

Dem Nasenbär ist nichts zu schwär

Dem Nasenbär ist nichts zu schwär

QuatschQuatsch, der Nasenbär, ist der Star in dem am 6. November in unseren Kinos gestarteten Familienfilm „Quatsch – und die Nasenbärbande“. Gespielt wird Quatsch von den zwei Nasenbären Sunny und Elvis. Sie leben bei Tiertrainerin Nicolle Müller, die mit den beiden auch sämtliche Stunts für den Film eingeübt hat.

 

Quatsch ist der beste Freund der Kinder aus Bollersdorf in dem Familienfilm „Quatsch – und die Nasenbärbande„. Deshalb heißen die kleinen Rotznasen ja auch „Nasenbärbande“ und nicht Gummibär- oder Ameisenbär- oder Erdbärbande. Quatsch ist total schlau und kann einfach alles: klettern, Gitarre spielen, bohren, flexen, einen Computer bedienen, Bücher klauen. Und er hat die besten Ideen. Haben die Kinder ein Problem, fragen sie ihn – Quatsch fällt immer etwas ein. Er bringt die Kinder auch darauf, Bollersdorf mit verrückten Weltrekorden und Erfindungen aus der Durchschnittlichkeit zu holen, damit die Konsumforscher, die in dem Dorf ihre Waren testen, endlich wieder abhauen.

Quatsch 2Eigentlich leben Nasenbären zwar in Mittel- und Südamerika, aber das ist Quatsch egal. Ihm gefällt es super in Bollersdorf. Hier hat er nämlich keine natürlichen Feinde wie Riesenschlangen, Greifvögel und Raubkatzen. Dafür kann er nach Herzenslust auf dem riesigen Baukran herumklettern, wo die Nasenbärbande ihr Geheimversteck hat.

Quatsch_PlakatGespielt wird Quatsch von zwei Nasenbären: Sunny und Elvis. Sunny, das Weibchen, hat die meisten Stunts gedreht, und Elvis die meisten Szenen mit den Kindern von Bollersdorf. Nasenbär-Mama und Tiertrainerin Nicolle Müller war die ganze Zeit bei den Dreharbeiten dabei. Denn sie musste Sunny und Elvis genau zeigen, was sie tun sollten. Das war gar nicht so einfach, wie es im Film aussieht. Beispielsweise in einer Szene, als Quatsch auf dem Betonmischer sitzt und ihn mit der Fernbedienung anstellt. Durch das Geräusch hat sich Sunny so erschrocken, dass sie schnell zu Tiertrainerin Nicolle gelaufen ist – die Szene musste deshalb oft wiederholt werden. Mit den Kindern haben sich Sunny und Elvis viel besser verstanden als mit dem Betonmischer. Allerdings fanden die es anfangs schon komisch, dass ihnen ein Tier ins Gesicht guckte, das die noch nie vorher gesehen hatten. Aufgerichtet sind Sunny und Elvis nämlich auch ganz schön groß – und haben eine lange Nase wie Pinocchio.
Was Nicolle Müller zu den beiden zu sagen hat:

Interview mit Tiertrainerin Nicolle Müller

Die gebürtige Berlinerin Nicolle Müller ist eine der bekanntesten Tiertrainerinnen Deutschlands. Seit über 15 Jahren bereitet sie Tiere für Film und Fernsehen vor, etwa für „Alarm für Cobra 11“, „Hundkatzemaus“, „Sperling“, „Unser Charly“ und viele andere. In der Coaching-Doku-Reihe „3 Engel für Tiere“ (VOX) stand sie dieses Jahr als Expertin selbst vor der Kamera.
Nach einer Ausbildung zur Hotelfachfrau beschloss die leidenschaftliche Tierliebhaberin, ihr Hobby zum Beruf zu machen, ließ sich als Tiertrainerin ausbilden, studierte Verhaltenstherapie und gründete mit ihrem Lebensgefährten André Skala die Tieragentur Eberkopf. Neben den beiden „Quatsch“-Nasenbären Elvis und Sunny ist Müller noch „Mama“ von zwei Schweinen, einem Totenkopfäffchen und einer Katze.

Wie sind die zwei Nasenbären, die Quatsch im Film spielen, bei Ihnen gelandet?
„Über einen befreundeten Redakteur der Vox-Sendung „Wildes Wohnzimmer“, für die ich gearbeitet habe. Er rief mich eines Tages an und sagte, er hätte zwei Nasenbären, deren Mutter den übrigen Wurf totgebissen habe, und nun wusste er nicht, was er mit ihnen anfangen sollte. Da haben wir sie aufgenommen, seitdem gehören sie zur Familie.“

Und wie trainiert man Nasenbären?
„Der Nasenbär ist der südamerikanische Verwandte des Waschbären und beide Spezies sind ausgesprochen schlau, nur dass Nasenbären ein viel sanfteres Wesen haben. Deshalb lassen sie sich sehr gut trainieren. Außerdem sind sie tagaktiv, das heißt, dass wir bei den Dreharbeiten – ganz im Sinne des Tierschutzes – ihren normalen Lebensrhythmus einhalten konnten.“

Worauf mussten Sie noch achten, damit die Nasenbären keinen Schaden nehmen?
„Es gibt keine wirklichen gesetzlichen Vorgaben, wir handeln nach unserem gesunden Menschenverstand und immer zum Wohl der Tiere, denn das kommt letztlich allen zugute. Ist ein Tier überlastet, schadet es auch der Qualität des Films. Generell lässt sich sagen: Je länger ein Drehtag dauert und je stressiger er ist, desto schneller stoßen Tiere an ihre natürlichen Grenzen und man muss zum Ende kommen. Das gilt auch für Nasenbären. Beim Dreh war es sehr heiß, kleine Kinder sind für die Tiere auch unberechenbar. Hinzu kommt, dass Quatsch, der Nasenbär ständig auf Kränen und anderen Fahrzeugen herumkrabbelt, ich aber unter Höhenangst leide. Und wenn ich als Halter komischen Schwingungen aussende, dann gehen auch bei Elvis und Sunny die Batterien schneller runter. Deshalb mussten wir den Drehplan eng an ihre Bedürfnisse anpassen, aber das hat super geklappt.“

Quatsch 1

Wie lange haben Sie Elvis und Sunny auf den Dreh vorbereitet?
„Etwa ein Jahr, bevor es losging. Sie konnten zwar vorher schon viel, aber ich musste mit ihnen natürlich auf die konkreten Situationen hinarbeiten. Viele glauben, ein trainiertes Tier macht automatisch alles nach, was man ihm zeigt. Aber wann spielt ein Nasenbär schon mal Gitarre und führt seinen Kopf ans Mundstück einer Trompete? Oder hält einen Bohrer und ein Schleifgerät in den Pfoten, dass es aussieht, als würde er damit arbeiten? Das erfordert viel Geduld, wirkt im Film aber auch viel besser, als wenn ich vor Ort nur etwas improvisiert hätte, was sie schon vorher konnten.“

Wie war überhaupt die Arbeitsteilung zwischen den beiden?
„Sunny, das Weibchen, hat fast alle Tricks ausgeführt, und Elvis ist in den meisten Szenen gemeinsam mit den Kindern zu sehen.“

Hat das einen bestimmten Grund?
„Sunny ist wesentlich versierter, was solche Sachen angeht, und extrem bauernschlau. Außerdem ist ihr Antrieb irgendwie größer, etwas zu tun. Elvis ist dafür anhänglicher, mehr so der Kuscheltyp. Ohne ihm zu nahe treten zu wollen: Er ist ein bisschen treudoof und behäbiger, solange er sein Fresschen und seine Streicheleinheiten bekommt, ist ihm alles egal. Das heißt aber nicht, dass er keine Tricks beherrscht, er muss bloß richtig motiviert werden, dann kriegt er auch alles hin. Nur verausgabt er sich eben nicht so, um sein Ziel zu erreichen. Irgendwie typisch Mann, oder?“

Nicolle Müller im „Tigerentenclub

© Veit Helmer-Filmproduktion

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