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WINTERKARTOFFELKNÖDEL

WINTERKARTOFFELKNÖDEL

WinterkartoffelknoedelDas Warten hat ein Ende, denn ab dem 16. Oktober kann man auf der großen Leinwand eine unter Provinzkrimi-Fans äußerst bekannte und beliebte Kulisse bewundern: Niederkaltenkirchen! Mit „Winterkartoffelknödel“ kommt nun die zweite Verfilmung von Rita Falks urkomischen Eberhofer-Krimis in die Kinos und verspricht eine Mordsgaudi zu werden. Allerdings nur im Freistaat Bayern! Denn außerhalb der Landesgrenzen wird der Film nicht gezeigt.

 

Nonstop Rock’n’Roll statt Waldfest: Nach „Dampfnudelblues“ gibt es ein Wiedersehen mit dem Provinzpolizisten Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel). Die bayerische Kriminalkomödie „Winterkartoofelknödel“ nach dem gleichnamigen Bestseller von Rita Falk sei aber zu sehr in Mundart gedreht, als das man sie außerhalb der Landesgrenzen von Bayern in die Kinos bringen könnte. Das ist „ein Schmarrn“, den sich nur Bayern ausdenken können!

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Komische Zufälle gibt es natürlich. Auch in Niederkaltenkirchen. Wenn beispielsweise dem älteren der beiden Neuhofer-Brüder beim Rauchen vor der eigenen Haustür ein Container auf den Kopf fällt, dann ist das zum Beispiel ein echt blöder Zufall, findet auch Provinzsheriff Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel). Aber als er erfährt, dass Vater Neuhofer (Erich Hinterdobler) kurz zuvor beim Anschließen des neuen Elektroherds ein Stromschlag dahinraffte, wird der Eberhofer misstrauisch, weil: Vater Neuhofer war Elektriker.

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Spätestens als man Mutter Neuhofer (Maria Peschek) bald darauf erhängt am Baum findet, steht für Eberhofer fest, dass es so viele Zufälle auf einmal nicht geben kann. Es muss sich hier um eine Mordserie handeln. „Drei Viertel einer Familie ausgerottet, in kürzester Zeit – Hammer, oder?“ Eberhofers Vorgesetzter Moratschek (Sigi Zimmerschied) geht aber von Selbstmord aus und lehnt Ermittlungen ab. Für Eberhofers Forderung „Ich will da eine anständige Spurensicherung“ hat er nur Spott übrig: „Ja, und ich hätt’ gern ein Sektfrühstück mit der Christine Neubauer. Schauen wir mal, wer zuerst Glück hat. Ich hol doch nicht wegen einem einfachen Suizid die Kripolaner her. Die lachen uns doch alle aus!“

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Bleibt Franz nur sein Kumpel und ehemaliger Kripokollege Rudi Birkenberger (Simon Schwarz), der sich inzwischen als Privatdetektiv in München selbstständig gemacht hat, auch wenn der zunächst schmollt, weil sich der Eberhofer immer nur meldet, wenn er was braucht. Aber die Aussicht, endlich wieder richtige Kriminalfälle zu lösen, ist zu verlockend und Birkenberger blüht dabei regelrecht auf: „A waschechter Dreifachmord. Gratuliere zum Triple!“ Nur die turbulente Affäre mit einer verheirateten aparten Frau (Monika Gruber), die er eigentlich im Auftrag ihres Gatten hätte beschatten sollen, lenkt Birkenberger ab.

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In Niederkaltenkirchen schlägt sich Eberhofer ebenfalls mit privaten Problemen herum, die ihn zeitweise von der Aufklärung der mutmaßlichen Dreifachmorde ablenken. Der Beziehungsstatus mit Jugendliebe Susi (Lisa Maria Potthoff) ist immer noch nicht abschließend geklärt, der kiffende Vater (Eisi Gulp) verstümmelt sich unfreiwillig selbst und der befreundete Installateur Flötzinger (Daniel Christensen) hat nie Zeit, sich um die marode Heizungsanlage in Eberhofers Saustall zu kümmern.

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Vor allem aber ist da die mysteriöse, neu zugezogene Halb-Kanadierin Mercedes (Jeanette Hain), die dem Eberhofer nach allen Regeln der Kunst den Kopf verdreht, bis der fast seine Mordserie aus den Augen verliert. Der Flötzinger über Mercedes Dechamps-Sonnleitner: „Wenn die ein Auto wär’, die wär ein Ferrari.“

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Aber da stirbt der Neuhofer Hans als viertes Mitglied seiner Familie nach einem tragischen Unfall und es stellt sich heraus, dass eine dubiose Münchner Immobilienfirma das baufällige Familienanwesen der Neuhofers an eine Tankstellenkette verkauft hat. Es ist ja keiner der Neuhofers mehr übrig, der etwas dagegen haben könnte.

Kurz darauf ist Mercedes spurlos verschwunden und Eberhofer ahnt, dass es da einen Zusammenhang geben muss. Und Rudi hat eine heiße Spur. Da trifft es sich gut, dass Rudi seine ursprünglich geplante Reise mit der neuen und leider geplatzten Liebschaft einlösen muss. Kurzerhand beschließt er, dass dem Franz ein Urlaub mal gut tun würde. Und so landen die beiden in einem Romantikhotel im Ferienparadies Teneriffa, finden dort Antworten auf ihre Fragen und Eberhofer erfährt mehr, als er eigentlich hätte wissen wollen.

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Eisi Gulp als kiffender Vater, Sigi Zimmerschied als ewig grantelnder Vorgesetzter Moratschek, Simon Schwarz als treuer und besserwisserischer Ex-Kollege, Lisa Maria Potthoff als Dauergspusi und die Kumpels Daniel Christensen als Heizungspfuscher Flötzinger und Stephan Zinner als Leberkässemmel-Versorger sind ebenso wieder mit an Bord wie auch Max Schmidt als Wirt Wolfi. Neu dabei sind Volksschauspielerin Enzi Fuchs, die in der Rolle der Oma Eberhofer dem Franz weiterhin den geliebten Schweinsbraten aufkocht, sowie Jeanette Hain als geheimnisvolle Femme fatale und Sascha Alexander Gersak als ihr dubioser Geschäftspartner. In weiteren Gastrollen sind Monika Gruber und Dirk Stermann zu sehen.

Die wichtigsten Schlüsselfiguren aus Rita Falks Krimiwelt

Da den meisten Deutschen ja nun die Niederkaltenkirchener Mordsgaudi verwehrt ist, gilt es die Durststrecke bis zum DVD-Release mit einer kurzen Erinnerung an die aberwitzigen Figuren- und Beziehungskonstellationen in Niederkaltenkirchen zu überwinden.

Franz Eberhofer – Der Dorfgendarm

Winterkartoffelknoedel 8Nachdem der Franz und sein Kollege, der Rudi Birkenberger, aus disziplinarischen Gründen von der Münchner Polizei nach Niederkaltenkirchen bei Landshut strafversetzt wurden, ist der Franz nun als Dorfgendarm in der heimatlichen Provinz aufzufinden. Doch obwohl es in Niederkaltenkirchen etwas ruhiger zugeht, heißt das noch lange nicht, dass der Franz sich generell an jede Regel hält – und nichts zu tun hätte. Mit seinem Hund Ludwig dreht er gerne die ein oder andere Runde und hat so immer gleich alles im Blick. Und die guten Winterkartoffelknödel von der Oma – die müssen ja auch verdrückt werden. Aus praktischen Gründen wohnt der Franz auch gleich bei der Oma – genauer gesagt im Saustall des Hofes. Eigentlich ganz bequem, wenn nur die Heizung funktionieren würde! Die Kälte im Stall regt die Susi, dem Franz sein Gspusi, ganz schön auf, wenn sie ihn ab und zu des Nachts besuchen kommt.
Und wenn die Oma mal nicht auf Vorrat bayerische Spezialitäten im Hause hat, dann holt sich der Franz in der Mittagspause gerne mal einen fleischigen Snack beim Metzger Simmerl – oder abends ein Bier beim Wirt Wolfi. 

Rudi Birkenberger – Der Privatdetektiv

Winterkartoffelknoedel 9Der Rudi ist mit ganz anderen Wassern gewaschen als der Franz. Früher einmal in München, als die beiden noch Polizeikollegen waren, konnte sich der Rudi nicht beherrschen und schoss einem Pädophilen das Gemächt weg, als er sich Kindern gegenüber obszön verhielt. Seitdem ist er suspendiert und Privatdetektiv. Aber so ganz können der Franz und der Rudi nicht ohne einander – in der bayerischen Provinz ist es ohnehin schwer, sich nicht einmal zufällig zu begegnen. 

Oma Eberhofer – Die Oma

Winterkartoffelknoedel 10Seitdem die Mama vom Franz nicht mehr ist, hat die Oma das Haus fest in der Hand. Die Oma ist schon vierundachtzig Jahre alt und wenn man die Oma nicht kennt, könnte man denken, dass sie permanent sauer ist, weil’s halt immer so schreit. Dabei hört die Oma einfach nur nix. Auf jeden Fall ist die Oma eine der besten Köchinnen der Welt und sorgt sich gut um den Franz, sofern sie nicht gerade im Supermarkt in der Schlange steht, um die günstigsten Schnäppchen zu ergattern.

Ignatz Flötzinger – Gas, Wasser, Heizung

Winterkartoffelknoedel 6Der Niederkaltenkirchener Heizungsinstallateur Flötzinger ist gefangen im Käfig der Ehe. Seit er mit der Engländerin Mary verheiratet ist und die zwei Kinder Ignatz-Flynn und Clara-Jane hat, kommt er einfach nicht mehr auf seine Kosten. „Du weißt ja nicht wie’s ist, wenn man so sexuelle Defizite hat.
Weil’s die Schnauz’n voll hat, die Mary. Sowohl vom Nachwuchs als auch vom dazugehörigen Prozedere. Ich darf sie ja noch nicht einmal mehr anschauen, nackig. Bloß noch in dem depperten Flanellnachthemd, wo ich aber dann ehrlich g’sagt auch drauf scheiß’.“ Da kommt es ihm ganz gelegen, dass die Mary und die Kids jetzt erst einmal in den Urlaub fahren und er ein wenig seiner Flötz-Time frönen kann. Ausgerechnet jetzt bekommt Niederkaltenkirchen auch noch hohen Besuch von einer geheimnisvollen Dame, die den Flötzinger auf den ersten Blick ganz verzaubert.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass es die Eberhofer-Krimis auch weiterhin im nichtbayerischen Buchhandel gibt!

Winterkartoffelknoedel_PlakatKinostart: 16. Oktober; Regie: Ed Herzog; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 96 Minuten; Verleih: Constantin; Link: winterkartoffelknoedel-film.de

 

© 2014 Constantin Film Verleih/Bernd Schuller

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