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WISH I WAS HERE

WISH I WAS HERE

Wish I Was Here 310 Jahre nach seinem Regiedebüt „Garden State“ kommt Zach Braff wieder mit einem eigenen Projekt in die Kinos. In „Wish I Was Here“ mimt er einen erfolglosen Schauspieler, der das Tagträumen aufgeben und sich seinen Familienproblemen widmen muss – ab 9. Oktober im Kino.

 

Aidan Bloom (Zach Braff) lebt als erfolgloser Schauspieler mit seiner Familie in Los Angeles. Nicht selten verliert er sich in Tagträumen, in denen er aufregende Rollen in Sci-Fi-Blockbustern spielt. Die Realität ist davon jedoch weit entfernt: Aidan pilgert von Casting zu Casting, ohne je engagiert zu werden.

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Seine Frau Sarah (Kate Hudson) ist unterdessen mit einem unliebsamen Bürojob bei den Wasserwerken beschäftigt, um die Familie zu ernähren. Die teure, streng jüdische Privatschule der beiden Kinder zahlt Aidans Vater Gabe (Mandy Patinkin). Als der jedoch an Krebs erkrankt und das Geld für seine Behandlung braucht, müssen Aidan und Sarah die Kinder wohl oder übel mitten im Jahr von der Schule nehmen. Eine öffentliche Schule kommt nicht in Frage.

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Notgedrungen beschließt Aidan, Grace (Joey King) und Tucker (Pierce Gagnon), selbst von zu Hause zu unterrichten. Dass vor allem Grace aber von Mathe und Co. einiges mehr versteht als ihr Vater, wird schnell klar. Und so landen bald ganz andere Fächer auf dem Lehrplan. Gemeinsam mit seinen Kindern macht sich Aidan daran, ihren heruntergekommenen Garten auf Vordermann zu bringen. Der Zaun wird ausgebessert und das Betonloch, das einmal ein Pool war, wird herausgeputzt. Auch ein Ausflug in die Wüste steht auf dem Stundenplan.

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Obwohl Gabe, seines Zeichens ehemaliger Professor für Molekularbiologie, viel Geld in eine neuartige Behandlungsmethode steckt, ist die Lage aussichtslos: Der Krebs ist schon zu weit fortgeschritten. Mit dem nahenden Tod seines Vaters konfrontiert, muss Aidan sich mit seinem eher schwierigen Verhältnis zu diesem auseinandersetzen. Er hat das Gefühl, nie gut genug für seinen Vater sein zu können.

Wish I Was Here 4Dennoch kümmert Aidan sich um Gabe, dem es immer schlechter geht. Ganz anders sein Bruder Noah (Josh Gad), der als Eigenbrötler in einem Bungalow am Strand haust und den Kontakt zu seinem Vater meidet. Der etwas sonderbare Tüftler scheint mal ein nicht erwachsen werden wollendes Kind und mal ein Genie zu sein. Es sieht so aus, als wäre es an Aidan, die Familie rechtzeitig vor dem Tod seines Vaters zusammen zu führen.

Statt den Stoff zu seinem Herzensprojekt an ein großes Studio heranzutragen, hat sich Zach Braff vor der Produktion von „Wish I Was Here“ an seine Fans gewandt – finanziert wurde der Film durch Crowdfunding. Genau wie 2004 bei „Garden State“ ist Braff nicht nur als Regisseur und Hauptdarsteller, sondern auch als Produzent und Drehbuchautor an Bord. Und genau wie bei seinem ersten Projekt nimmt sich der Schauspieler in der Dramödie eines Stoffes an, der vor allem das Verhältnis des Hauptcharakters zu sich selbst und seinen Mitmenschen beleuchtet.

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Aidan Bloom ist kein Siegertyp – die Beziehung zu seinem Vater ist gestört, seine Kinder versteht er an einigen Tagen eher schlecht als recht, und eine Bilderbuch-Ehe führt er auch nicht. Doch um diese Probleme in den Griff zu bekommen, muss Aidan weder Großes vollbringen, noch die Welt retten. Und so betrachtet Braff in seinem neuen Film eine durchaus nahbare Figur mit ganz menschlichen Problemen.

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Besonders rasant oder lustig geht es in „Wish I Was Here“ nicht zu. Dafür sind die durch Crowdfunding gesammelten 3 Millionen Dollar mit einem tollen Cast gut angelegt. Kate Hudson und Zach Braff harmonieren als Ehepaar mit Alltagsproblemen wunderbar. Auch Joey King und Pierce Gagnon, die die Kinder der beiden spielen, nimmt man ihre Rollen sofort ab. Zwar lustig, aber doch etwas zu gewollt, kommen allerdings die Gastauftritte von „Scrubs“-Zuschauerliebling Donald Faison und „Big Bang Theory“-Star Jim Parsons daher.

Fazit: „Wish I Was Here“ lässt keine Spannung aufkommen, wartet aber mit herzlichen Momenten und einem tollen Cast auf.

Wish I Was Here PosterKinostart: 9. Oktober 2014; Regie: Zach Braff; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 107 Minuten; Verleih: WildBunch Germany; Link: wish-i-was-here.de

 

© Wild Bunch Germany

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