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MÄNNERHORT

MÄNNERHORT

MaennerhortIn der Komödie „Männerhort“, die auf dem gleichnamigen Bühnenerfolg von Kristof Magnusson basiert, übernehmen drei der beliebtesten Stars des deutschen Films die Hauptrollen: Elyas M‘Barek, Christoph Maria Herbst und Detlev Buck. Man dürfte sich also auf einen unterhaltsamen Kinoabend ab dem 2. Oktober freuen…

 

In einer Welt mit Frauenparkplätzen und Frauenquote gibt es nur noch einen Ort, an dem sich das ehemals starke Geschlecht nach Lust und Laune entfalten darf: den „Männerhort“. Der Software-Entwickler Eroll (Elyas M’Barek), der Dixi-Klo-Vertreter Lars (Christoph Maria Herbst) und der Berufspilot Helmut (Detlev Buck) haben im zentralen Heizungskeller ihrer Neubausiedlung eine frauenfreie Zone geschaffen, in der die gestressten Ehemänner heimlich Fußball schauen, Pizza essen, Bier trinken und über Frauen lästern, die nur Shopping, Schwätzen, Sex und Kinder im Kopf haben.

Maennerhort 1

Doch als der Facility Manager Aykut (Serkan Çetinkaya) die letzte Bastion der Männlichkeit entdeckt und räumen lassen will, droht die Vertreibung aus dem Paradies.

11 Lebensweisheiten und andere Testosteron-Offenbarungen aus dem „Männerhort“

Maennerhort 2Sprüche klopfen – Das liegt in der Natur des Mannes. Es ist sehr wahrscheinlich sogar in seiner DNA festgeschrieben. Aber was bleibt einem Mann auch anderes übrig in dieser Welt, in der die Männlichkeit mehr und mehr bedroht wird. Ein guter Spruch kommt aus der Seele. Zwar ist er nicht immer ein hochphilosophischer Erguss oder zur Zufriedenheit aller Damen, aber eins ist er ganz bestimmt – Ehrlich!

1. Hier wird noch ehrlich gepinkelt. Und dazu stehen wir!
2. Saufen, Rauchen, Pizza – Das perfekte 3-Gänge-Menü!
3. Was verstehen Männer unter Romantik? Fußballstadion mit Kerzenlicht!
4. Brüste = Der Beweis, dass Männer sich sehr wohl auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren können!
5. Warum haben fast alle Männer ein reines Gewissen? Weil es unbenutzt ist!
6. Eher kriegt Chuck Norris seine Tage als dass ich heule!
7. Mein Spitzname ist Anaconda … und nicht, weil meine Haut so ledrig ist!
8. Privatleben ist wichtig. Aber doch nicht in meiner Freizeit!
9. Alltag ist wie Wochenende ohne Bundesliga.
10. Gleichberechtigung? Ja. Aber dann will ich auch mal Migräne haben dürfen!
11. Immer wenn du denkst, du hast es geschafft, ist garantiert ein Schuhgeschäft in der Nähe!

So sehen Sieger aus – Die Helden aus dem „Männerhort“
Was zum Teufel ist ein „Männerhort“? Im Grunde genommen ganz einfach: Ein wunderschöner Rückzugsort, an dem der zunehmend entnervte Mann alles hat, was Spaß macht: einen Kühlschrank mit Bier, einen Beamer für die Bundesligakonferenz, Games, einen Kicker, einen Boxsack, ein gemütliches Sofa und viele nackte Playmates an den Wänden!

Hier lässt sich bei Pizza und Chips das Mannsein zelebrieren, hier darf ein Mann über die Marotten seiner Ehefrau lästern. Selbstverständlich entwickelt so ein „Männerhort“ eine erstaunliche Eigendynamik. Und das sind seine Helden:

Eroll (Elyas M’Barek)

Maennerhort 3Eroll ist Anfang 30, Eintracht-Frankfurt-Fan und ein vielgebuchter Software-Entwickler. Er verdient viel Geld, das seine sexy Frau Connie (Cosma Shiva Hagen) im Internet und im Einkaufscenter ausgibt. Das macht Eroll genauso zu schaffen wie Connies ständige Sex-Attacken. Dabei träumt Eroll doch einfach nur von einem ruhigen Leben.

Lars (Christoph Maria Herbst)

Maennerhort 4Lars ist Ende 30, Vertreter für mobile Klos und ein Angeber vor dem Herrn. Wenn nur die Hälfte von allem, was er unter Männern erzählt, stimmt, ist er der Größte, Beste und hat den Längsten. Dabei ist sein Ego mächtig angeknackst und kann auch durch seinen geleasten Porsche Cayenne und die Sexkontakte mit Internetbekanntschaften nicht kuriert werden. Seine Frau Anne (Lisa Maria Potthoff) ist hochschwanger, und eigentlich würde Lars mit ihr liebend gern ein spießiges Familienleben in der Neubausiedlung führen – wenn da nicht dieses große Geheimnis über allem schweben würde.

Helmut (Detlev Buck)

Maennerhort 5Helmut, kurz nach 50, gelernter Pilot und Gründer des Männerhorts. Er hat den Raum im zentralen Heizungskeller der Neubausiedlung entdeckt und besetzt. Doch auch Helmut belügt seine Freunde und sich selbst: So verheimlicht er mit aller Kraft, wie es um seine berufliche Karriere und seine sexuelle Orientierung bestellt ist.

Aykut (Serkan Çetinkaya)

Maennerhort 6Aykut ist Mitte 30, Türke und neuer Facility Manager der Neubausiedlung Mondberg. Er entdeckt die Männer in ihrem „Männerhort“, will ihn räumen lassen und kann nicht fassen, dass sich deutsche Schlappschwänze vor ihren Frauen verstecken müssen. Für ihn als Türken käme es niemals in Frage, sich von einer Frau unterbuttern zu lassen. Er lebt eher nach dem Motto: „Kopftuch auf und Feierabend!“ Zumindest behauptet Aykut das.

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In „Männerhort“ empfinden Elyas M‘Barek, Christoph Maria Herbst und Detlev Buck Cosma Shiva Hagen, Lisa Maria Potthoff und Jasmin Schwiers als weibliche „Bedrohung“ und YouTube-Star Serkan Çetinkaya („Tiger – Der Serie“) ist in seiner ersten großen Filmrolle zu sehen. Inszeniert hat diese Männerrunde passenderweise eine Frau: Franziska Meyer Price wurde in den vergangenen Jahren wiederholt mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet, u.a. für „Berlin Berlin“ und „Doctor’s Diary“.

„Männerhort“ basiert auf dem gleichnamigen Bühnenerfolg des Deutsch-Isländers Kristof Magnusson. 2003 war sein „Männerhort“ am Schauspiel Bonn uraufgeführt worden, im November 2005 sorgte die Berlin-Premiere mit Bastian Pastewka, Christoph Maria Herbst, Michael Kessler und Jürgen Tonkel in den Hauptrollen für Furore. Mehr als 200 Mal gewährten die Comedy-Stars tiefe Einblicke in die Seelen deutscher Männer, die im Keller des Einkauftempels „Happy Center“ ihren geheimen
Rückzugsort geschaffen haben, um dem Einkaufswahn ihrer Ehefrauen zu entfliehen.

Von dem Charme des Bühnenstücks hat die Kinoversion leider nicht viel übrig gelassen – und das liegt weniger daran, dass seither einige Jahre ins Land gezogen sind, sondern wohl eher an der Tatsache, dass nicht jede Verbal-Zote auch einen Treffer bei den Lachmuskeln landet, wenn man sie visualisiert. Denn der „gespielte Witz“ ist nun wirklich eine olle Schote!

Die vier Herren der Schöpfung mühen sich auf der Leinwand redlich, während der Zuschauer mit Wehmut bei so manchem Spruch an das Theaterstück denkt – und daran kann auch der schier endlose Abspann mit gefühlten Milliarden von Outtakes nichts ändern.

Maennerhort_PlakatKinostart: 2. Oktober; Regie: Franziska Meyer Price; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 98 Minuten; Verleih: Constantin; Link: constantin-film.de/männerhort

 

© 2014 Constantin Film Verleih GmbH / Marco Nagel

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