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WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER

WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER

Who am I 1In dem mit Tom Schilling, Elyas M’Barek, Wotan Wilke Möhring und Trine Dyrholm brillant besetzten deutschen Thriller „Who am I – Kein System ist sicher“ beeindruckt die Hacker-Gruppe CLAY mit riskanten Spaßaktionen nicht nur die begeisterte Netzgemeinde. Mit ihrem provokanten Hacker-Angriff auf den BND geraten sie auch auf die Fahndungsliste des BKA und von Europol – und sie werden zu den meist gesuchten Hackern der Welt…ab 25. September im Kino.

 

Benjamin (Tom Schilling) ist unsichtbar, ein Niemand. Das ändert sich aber schlagartig, als er sich in den Uni-Server einhackt, um für die von ihm heimlich verehrte Studentin Marie (Hannah Herzsprung) an Prüfungsergebnisse zu kommen. weil er aber dabei erwischt wurde, muss er Sozialstunden ableisten – und das gemeinsam mit dem charismatischen Max (Elyas M’Barek).

Who am I 2

Auch wenn beide nach außen nicht unterschiedlicher sein könnten, so eint sie doch dasselbe Interesse: Hacken. Gemeinsam mit Max’ Freunden, dem impulsiven Stephan (Wotan Wilke Möhring) und dem paranoiden Paul (Antoine Monot Jr.), gründen sie die subversive Hackergruppe CLAY (Clowns Laughing @ You). CLAY provoziert mit Spaßaktionen und trifft den Nerv einer gesamten Generation.

Who am I 3

Zum ersten Mal in seinem Leben ist Benjamin ein Teil von etwas. Und sogar die attraktive Marie wird auf ihn aufmerksam. Doch aus Spaß wird plötzlich Ernst, als die Gruppe auf das Fahndungsraster von BKA und Europol gerät. Gejagt von der Cybercrime-Ermittlerin Hanne Lindberg (Trine Dyrholm), ist Benjamin jetzt kein Niemand mehr, sondern einer der meistgesuchten Hacker der Welt.

Die Hauptrollen in diesem erstklassig besetzten und in der Kulisse Berlins gedrehten Thriller spielen Tom Schilling („Oh Boy“, „Ludwig II.„) und Shooting Star Elyas M’Barek („Fack Ju Göhte„, „Der Medicus„) sowie Wotan Wilke Möhring („Das Leben ist nichts für Feiglinge“, „Besser als Nix„), Hannah Herzsprung („Die geliebten Schwestern„, „Der Geschmack von Apfelkernen“), Antoine Monot Jr. („Lola auf der Erbse„, „Tech-Nick“) und Trine Dyrholm („In einer besseren Welt„, „Love Is All You Need„). Baran bo Odar, der bereits mit seinem vielbeachteten Erstlingswerk „Das letzte Schweigen“ auch international für Furore sorgte, schrieb gemeinsam mit Jantje Friese das Drehbuch und führte Regie.

Who am I

Im Grunde haben sich die beiden für „Who am I – Kein System ist sicher“ eine Superheldengeschichte ausgedacht. Aber Friese betont auch, dass das Spannungsszenario letztlich nur das Fundament bildet für die Frage, die schon der Titel des Film stellt: Who am I? „Es geht um Identität und was passiert, wenn man sich eine Maske aufsetzt und in eine andere Rolle schlüpft. Im Netz kann jeder sein, wer er will. Man kann in jede erdenkliche Identität schlüpfen. Für unsere Hauptfigur Benjamin geht es schließlich aber darum, sich die Frage zu stellen, wer er unter all den Masken wirklich ist.“

Gleichzeitig hat „Who am I – Kein System ist sicher“ aber auch eine andere Bedeutung, die eng mit der Geschichte des Films verknüpft ist: „whoami ist ein Unix-Kommando, das man nutzt, um in einem Mehrbenutzersystem die eigene Nutzer-Identität anzuzeigen. Diese Mehrdeutigkeit des Titels fanden wir super. Zum einen hat man den Hacker-Kontext, zum anderen die große Frage ‚Wer bin ich?‘. Die zentrale Frage in vielen guten Geschichten,“ erklärt Odar.

Baran bo Odar erinnert sich an den Entwicklungsprozess: „Die Drehbucharbeit war wahnsinnig spannend. Wir haben viel recherchiert. Viele Hacks sind Zitate. Der Hack von Max und Stephan, um bei einem Gewinnspiel einen Porsche zu gewinnen, zum Beispiel: Das hat Kevin Poulson damals gemacht, 1974. Er hat ein Radiogewinnspiel manipuliert, in dem er alle Leitungen blockiert und sich dann selbst durchgeschaltet hat, um einen Porsche zu gewinnen. Ich hoffe die Zitate werden auch echten Hackern gefallen…Ich glaube wir haben eine gute Mischung aus authentischen Hacks und fiktionaler Unterhaltung geschaffen, an der sich der technikaffine, als auch der technisch eher unbedarfte Zuschauer erfreuen kann.“

Das Netz als U-Bahn
Ein besonders prägnantes Motiv ist ein speziell präparierter U-Bahn-Wagon, der es den Filmemachern ermöglichte, die in Filmen oft langatmig wirkenden Computerszenen auf ungewöhnliche Weise zu visualisieren. „Die U-Bahn steht für das Netz“, erklärt Regisseur Baran bo Odar. „Die U-Bahn wurde eigens angefertigt … Ich wollte einfach keine Hacker an einem Laptop zeigen und dann irgendwelche Inseln von Bildschirmen, wie sie miteinander chatten und Datenpakete verschicken. Ich finde es wahnsinnig langweilig, so etwas in einem Film zu sehen. Und so kamen wir auf die Idee, wie es wäre, wenn wir das visualisieren, wenn Leute sich tatsächlich in Foren treffen. Daraus entwickelte sich die Idee für eine U-Bahn, die für das Netz steht. So konnten wir verschiedene Foren und Datennetze erzählen und die User bei der Kommunikation miteinander zeigen.“

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In diesem Zusammenhang spielen dann auch die Masken der quasi identitätslosen Figuren im Internet eine wichtige Rolle. Baran bo Odar erläutert: „Das beruht auf der Überlegung, wie man darstellen kann, dass da Dante2004 auf Inferno93 trifft. Die Masken sind also eine Visualisierung der im Netz genutzten Pseudonyme, was natürlich perfekt zum Thema passt: Wer bin ich? Wer versteckt sich hinter dieser Maske?“

Fazit: Ein bis zur letzten Minute undurchsichtiger, spannender Thriller – und das aus deutschen Landen! Allerdings hat man, ohne dem Unterhaltungswert auch nur ein Gramm absprechen zu wollen, schon ein wenig das Gefühl, dass mit diesem Film eine Visitenkarte für Regisseur und Cast entstanden ist, die eindeutig nach Amerika gereicht werden soll.

Who am I_PlakatKinostart: 25. September; Regie: Baran bo Odar; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 106 Minuten; Verleih: Sony; Link: whoami-film.de

Die 10 witzigsten Easter Eggs im WWW

Wissen Sie eigentlich, welche versteckten Überraschungen das Netz für die User bereithält?

1. Geben Sie bei Google.de einfach mal „do a barrel roll“ (ohne Anführungsstriche) ein – aber passen Sie auf, dass Ihnen nicht schwindlig wird!

2. Tippen Sie im Firefox-Browser statt einer URL „about:mozilla“ oder „about:robots“ (jeweils ohne Anführungsstriche) in die Adresszeile und drücken Sie Enter. Im ersten Fall werden Sie mit biblisch anmutenden Weisheiten aus dem „Book of Mozilla“ bedacht. Das zweite Easter Egg beinhaltet eine etwas zwiespältige Grußbotschaft.

3. Sie haben noch nichts davon gehört, dass der ehemalige Facebook-Hacker (und anschließend Facebook-Entwickler) Chris Putnam bei seinem nunmehr ehemaligen Arbeitgeber in Form eines Emoticons verewigt wurde? Dann sehen Sie es sich mit eigenen Augen an, indem Sie z. B. im Facebook-Chat diese Zeichenfolge eintippen: :putnam:

4. Um eine witzige Abschieds-Page für einen ehemaligen Mitarbeiter von Amazon.com zu finden, muss man entweder auf der Hauptseite der Kategorie „Sports & Outdoors“ am untersten Ende der Seite den dort versteckten Link anklicken (dieser wird z. B. sichtbar, wenn man auf der Page Strg+A drückt, um alles zu markieren) oder sich das Ganze einfach hier ansehen.

5. „Do the harlem shake“ bei Youtube einzugeben, führt dazu, dass die Seite genau das macht. Probieren Sie es aus!

6. Wer Google in „Per Anhalter durch die Galaxis“-Manier „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ fragt, wird die Antwort per Google-Taschenrechner prompt erhalten. Allerdings nur, wenn er auf Englisch fragt: answer to life, the universe and everything.

7. Viele Fans des Kult-Games „GTA III“ dachten bisher vermutlich, der durch die Radiowerbung im Spiel bekannte Haustierversand Petsovernight.com sei reine Fiktion. Dabei hat die Firma sogar eine eigene Website…

8. Hat man beim Ansehen eines Youtube-Videos spontan das Bedürfnis, eine Runde „Snake“ zu spielen, braucht man nichts weiter zu tun, als das Video zu pausieren und anschließend die Pfeiltaste nach links zusammen mit der Pfeiltaste nach oben gedrückt zu halten (auch andere Pfeiltasten-Kombinationen funktionieren). Schon kann es losgehen – und zwar direkt im Videofenster!

9. Um die Bedienung von Facebook ein bisschen witziger (aber auch komplizierter) zu gestalten, können Sie in den Einstellungen unter „Sprache“ beispielsweise „English (Upside Down)“ auswählen. Wer es nur lustig, aber unkompliziert mag, entscheidet sich stattdessen für die Sprache „English (Pirate)“.

10. Sucht man bei Wikipedia.de nach dem Begriff „Easter Egg“, findet sich oben rechts auf der entsprechenden Artikelseite ein Bild mit zwei Hasen, das ein solches „Osterei“ enthält. Einfach mal die Bild-Unterschrift durchlesen…

 

© 2014 Sony Pictures Releasing GmbH

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