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LIKE FATHER, LIKE SON

LIKE FATHER, LIKE SON

Like Father - Like Son 4Was zählt mehr, Blutsverwandtschaft oder die gemeinsame Lebenszeit, gemeinsame Gene oder ein geteiltes Leben? In dem japanischen Drama „like Father, Like Son“ geht es um zwei im Krankenhaus vertauschte Kinder – Kinostart am 25. September.

 

Für den erfolgreichen Architekten Ryota Nonomiya (Masaharu Fukuyama) lassen Ehrgeiz und Klavierspiel des sechsjährigen Keita (Keita Ninomiya) zu wünschen übrig. Aber auch wenn er nicht ganz nach ihm kommt und er ein etwas distanziertes Verhältnis zu ihm hat: Im Grunde liebt Ryota seinen Sohn.

Like Father - Like Son 1

Eines Tages erschüttert ein Anruf sein Leben und das seiner Frau Midori (Machiko Ono): Im Krankenhaus, in dem Midori entbunden hat, wurde ihr Kind mit einem anderen vertauscht. Ihr leiblicher Sohn wuchs zusammen mit zwei Geschwistern glücklich in der einfachen Familie des Elektroladenbesitzers Yudai Saiki (Lily Franky) auf.

Like Father - Like Son 2

Was tun? In fast allen solchen Fällen entscheiden sich die Eltern für einen schnellen Rücktausch, wird den Nonomiyas bedeutet…

Sich vor allem auf Ryotas Standpunkt konzentrierend, nimmt Regisseur Hirokazu Kore-eda („Still Walking“) das Dilemma der beiden Familien, die auch noch völlig unterschiedlichen sozialen Milieus angehören, genau unter die Lupe. Letztlich geht es um die Frage, was stärker ist: die Blutsbande oder die Beziehung, die sich über die Jahre zu dem im genetischen Sinne fremden Kind aufgebaut hat.

Like Father - Like Son 3Ryota, der eher ersterem zugeneigt ist, versucht das Problem zunächst auf seine Weise zu lösen. Doch sein Vorschlag, den Saikis seinen leiblichen Sohn quasi abzukaufen, kommt bei denen nicht gut an. Ansonsten gibt’s im Film keine größeren Streitigkeiten zwischen den beiden Parteien. Stattdessen verfolgt Kore-eda die Entwicklung des Falls, in deren Verlauf sich Ryota darüber klar werden muss, was für ihn Vatersein wirklich bedeutet, mit größtmöglicher Sensibilität für die Gefühle aller Beteiligten – insbesondere auch die der Kinder.

„Like Father, Like Son“ feierte seine Premiere im Wettbewerb in Cannes 2013 und begeisterte Publikum und Medien gleichermaßen. Der Film wurde von Steven Spielbergs Jury mit dem Prix du Jury geehrt und hat inzwischen von San Sebastian bis Vancouver Publikumspreise gewonnen.

Fazit: Äußerst feinfühlig inszenierter Film, der das Dilemma, das er aufwirft, zudem facettenreich abhandelt.

Like Father - Like Son_PlakatKinostart: 25. September; Regie: Hirokazu Kore-eda; FSK: ohne; Länge: 120 Minuten; Verleih: Film Kino Text; Link: like-father-like-son.de

 

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1 Kommentar

  1. kuhn christine

    29. September 2014 in 19:29

    ich würde den film gerne gewinnen danke

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