Familienleben

Vom Termitenhügel bis zum Spinnennetz – und wie wohnst du?

Vom Termitenhügel bis zum Spinnennetz – und wie wohnst du?

phaeno_Architektierisch_Orang-Utan-Nestbau_Foto Matthias LeitzkeZum ersten Mal in Deutschland ist die Wanderausstellung „Architektierisch“ des Grazer Kindermuseums FRida & freD noch bis zum 12. Oktober im phæno in Wolfsburg zu sehen. Die Besucher bearbeiten in der Mitmachausstellung Holz wie ein Biber, ziehen mit Sack und Pack um wie ein Einsiedlerkrebs, bauen sich ein Iglu für den Winter wie ein Eisbär oder leben wie ein Maulwurf. Nach tierischen Vorbildern konstruieren sie schwimmende Häuser, großartige Netz- und Turmbauten oder lustige Baumhäuser.

 

Jetzt wird’s „Architektierisch“ – noch bis zum 12. Oktober 2014 im phæno in Wolfsburg
Diese Ausstellung eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern von 3 bis 12 Jahren. „Bauen und Konstruieren fördert die Feinmotorik, die Kreativität und den Teamgeist. Spielerisch lernen die Besucher dabei viel über Architektur und Baukultur“, erklärt Dr. Christof Börner, phæno Organisator der Ausstellung.

10 architektierische Experten vom Ohrentaucher über Termiten bis zum Orang-Utan animieren die Besucher dazu, menschliche und tierische Bauweisen zu entdecken. Zum Einstieg zeigen großformatige Kippbilder, sogenannte Lentikularbilder, tierische und menschliche Bauten im direkten Vergleich. Hörstationen und Filme zu jedem Tier inspirieren dazu, sich mit der Lebensweise des Tieres und Aspekten von Architektur und Baukultur auseinanderzusetzen. Am Ende jedes Filmes und jeder Hörstation werden die Besucher herausgefordert, verschiedene Aufgaben zu meistern – von wackligen Wolkenkratzerbauten über schwimmende Häuser bis zu kniffligen Brückenkonstruktionen.

Termiten und Menschen wollen hoch hinaus Sonderausstellung Architektierisch FRida  freD  una knipsolina fotografie
Die Termite, Rekordhalterin im Wolkenkratzerbauen, reizt die Besucher beispielsweise, wagemutige Türme aus Hölzern zu errichten. Dabei ist Geduld und Ausdauer gefragt! Der Ohrentaucher hingegen baut sich ein aufwändiges schwimmendes Nest in Halme der benachbarten Vegetation. In einem Wellenbecken kann man bei eigenen Versuchen selbst nachvollziehen, wie schwer Pfahlbauten zu errichten sind und wie leicht sie einstürzen. Ein Meisterwerk der Geometrie ist die Bienenwabe. Diese Tierstation lädt zum Begreifen von räumlichen Strukturen ein. Das besonders bei kleinen Kindern beliebte Steckspiel „In welche Stanzform passt das Dreieck, die Kugel oder der Stern“ ist als begehbarer Würfel in der Ausstellung erlebbar. Ein beeindruckendes Kippbild zeigt die faszinierende Struktur der Bienenwabe im Vergleich zu einem wabenförmigen Baumhaus einer außergewöhnlichen
Jugendherberge.

„Viele Architekten suchen sich Vorbilder in der Natur, um Neues zu schaffen. Denken Sie beispielsweise an das Zeltdach des Münchener Olympiastadions. Die Ausstellung passt hervorragend zur Gestaltung des phæno, geformt aus künstlichen Landschaften, Terrassen, Kratern und Plateaus, das von der Star-Architektin Zaha Hadid entworfen wurde“, erklärt phæno Direktor Michel Junge.

Nach diesen geometrischen Formen kann man sich in die Baumwipfel aufschwingen. Dort lebt der Orang-Utan und baut sich fast jeden Tag ein neues Nest zum Schlafen. Durch einen optischen Trick erlebt man in einem Baumhaus in der Ausstellung die schwindelerregende Höhe dieser Bauten, indem man in fast unendliche Tiefen nach unten schaut. Anschließend kann man sein eigenes Mini-Baumhaus entwerfen.

Das Maskottchen der Ausstellung ist der Präriehund, der in Kolonien lebt, die die Ausmaße einer riesigen Stadt erreichen können. Im Zentrum dieser Station steht deswegen das Thema „Entwicklung einer Stadt“. Eindrucksvoll wird an einem Klapp-Kalender erlebbar, wie sich eine menschliche Stadt im Laufe von 12.000 Jahren bis heute veränderte. Inspiriert von diesen Ansichten gestalten die Besucher auf Tafelflächen die Zukunft dieser Stadt.

phaeno_Architektierisch_Spinnennetz_Foto Matthias Leitzke

Die Spinne motiviert zu verschiedenen Netz-Konstruktionen. Völlig frei oder nach einem Schema werden verschiedene Netze gewebt. Ein großformatiges Bild der berühmten Golden-Gate-Brücke animiert dazu mit alltäglichen Haushaltsmaterialien außergewöhnliche Brückenbauten zu errichten. „Hat man alle Herausforderungen gemeistert, fragt man sich am Ende des Ausstellungsbesuchs, wer baut nun besser, der Mensch oder das Tier?“ ergänzt Michel Junge schmunzelnd.

Die Welt der Phänomene – Deutschlands einzigartige Experimentierlandschaft
Über 350 Phänomene zum Anfassen und Ausprobieren erleben Neugierige im phæno Wolfsburg. Tornados, Antischwerkräfte, Magnetschwebebahnen und leuchtende Gase wecken die Begeisterung für naturwissenschaftliche und technische Themen. Im phæno gibt es für jeden – ob Spezialist oder Laie – etwas zu erleben. Familien entdecken ebenso wie Einzelbesucher, Gruppen oder Vereine die unterschiedlichsten Phänomene dieser Welt. Und das Beste: Man selbst ist gefragt, das ganze Geschehen aktiv zu beeinflussen. „Im phæno geht es ganz besonders darum Spaß zu haben, neugierig zu werden und sein Wissen zu vertiefen. Wir geben im phæno bewusst keine Wege vor. Jeder Besucher bahnt sich seinen ganz eigenen Pfad durch unsere Experimentierlandschaft und sucht sich selbst seine Schwerpunkte“, beschreibt phæno Geschäftsführer Dr. Wolfgang Guthardt das Konzept.

Luftzustellung Luffffft Foto Matthias LeitzkeIm phæno staunen bedeutet zum Beispiel: Den über sechs Meter großen Feuertornado bewundern, eine Kugel nur durch Entspannung in Bewegung versetzen, im verrückten Salon schief stehen, Schwerelosigkeit von Objekten erleben oder wie ein Fakir bequem auf einem Nagelbett liegen. Dies sind nur einige Beispiele dafür, was die Besucher an einem aufregenden Tag im phæno alles erwartet.

Neues unter phaeno.de

 

Fotos: Matthias Leitzke

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1 Kommentar

  1. Andre Stockmann

    30. September 2014 in 21:49

    Architektierisch

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