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DIE BIENE MAJA – DER KINOFILM

DIE BIENE MAJA – DER KINOFILM

Die Biene Maja - Der KinofilmEndlich! 102 Jahre nach ihrer Geburt erobert die kleine, freche, schlaue Biene Maja am 11. September die Kinoleinwand in einem honigsüßen Animationsabenteuer in 3D. In der prominenten Sprecherriege glänzt neben drei Generationen der Familie Hagen vor allem Jan Delay als Stimme des Bienenjungen und Held der Herzen Willi. 

 

Nicht nur die Kleinen kennen die süße quirlige Biene, auch Eltern und Großeltern lieben sie seit ihrer eigenen Kindheit. Deshalb begibt sich die wohl berühmteste Biene der Welt jetzt auf ein rasantes, neues Animationsabenteuer und lässt uns in eine bunte Klatschmohnwiesenwelt eintauchen, deren Bewohner uns den Herbst versüßen werden:

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Arbeit, Fleiß und Honig – eigentlich ist das Leben einer Biene geregelt – aber nicht mit Biene Maja (Stimme: Nina Schatton): In einem Bienenstock auf der Klatschmohnwiese erblickt der Wirbelwind das Licht der Welt. Neugierig und stets auf der Suche nach Abenteuern bringt sie – kaum aus der Wabe geschlüpft – die Ordnung des Bienenstocks mächtig durcheinander, was ihre Lehrerin Frau Kassandra (Stimme: Cosma Shiva Hagen) ganz schön auf Trab hält. Und der faule Willi (herrlich und perfekt getroffen, Stimme. Jan Delay), der wie sie nicht recht in die Gemeinschaft passt, wird schnell ihr bester Freund.

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Doch plötzlich wird die Aufregung noch größer, denn das Gelee Royale – Lebenselixier der Bienenkönigin (Stimme. Eva-Maria Hagen) – wurde gestohlen! Zufällig hat Maja beobachtet, wer der Übeltäter war. Die königliche Ratgeberin Gunilla (angenehm zurückhaltend, Stimme: Nina Hagen) aber verdächtigt die Hornissen – Futterkonkurrenten seit eh und je – und hält Maja zudem für deren Verbündete. Maja muss den Bienenstock verlassen.

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Gemeinsam mit Willi begibt sich die mutige Biene auf eine abenteuerliche Reise durch die Klatschmohnwiese. Dort lernen sie viele interessante Bewohner kennen – manche freundlich, wie der Grashüpfer Flip (Stimme: Cusch Jung), der gerade eine große Party auf der Glühwürmchen-Lichtung vorbereitet, andere geheimnisvoll, wie der pfiffige Hornissenjunge Fetzer.

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Maja begreift schon bald, dass Bienen und Hornissen in ihrer Rivalität lang gehegten Vorurteilen unterliegen, und kehrt zum Bienenstock zurück, um den Diebstahl des Gelee Royale aufzuklären, bevor es zu einem Kampf der alten Rivalen kommt. Doch die machthungrige Gunilla lässt sie einsperren – und nur Willi, Fetzer und Flip können sie befreien. Denn: Freundschaft ist allemal dicker als Honig!

Die Biene Maja – Ein Star seit über 100 Jahren
Die Geschichte der „Biene Maja“ beginnt im Jahre 1912: In seinem Haus in Oberschleißheim bei München verfasst der Schriftsteller Waldemar Bonsels „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“. Das Buch erscheint im Berliner Verlag Schuster & Loeffler und wird bald nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen weiteren Ländern ein großer Publikumserfolg. So schrieb Bonsels eine Fortsetzung mit dem Titel „Himmelsvolk“, die 1915 herauskam.

Bereits in den 20er Jahren wurde das Buch fürs Kino adaptiert; es entstand ein Stummfilm mit dem Titel „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“, in dem die Geschichte mit echten Insekten nachgestellt wurde. Erst in den 70ern wurde Maja als Trickfigur gezeichnet und eroberte so ein weltweites Publikum. Im Auftrag des ZDF wurden ab 1975 als deutsch-österreichisch-japanische Koproduktion insgesamt 104, jeweils 22 Minuten lange Folgen beim japanischen Trickstudio Zuiyo Enterprises produziert. Diese Serie mit dem von Karel Gott gesungenen Titellied, die ab September 1976 im Fernsehen lief, fand sofort ein Millionenpublikum in Deutschland, der Schweiz und in Österreich. Aber längst nicht nur dort: In Spanien und Lateinamerika als „La abeja Maya“, in Frankreich als „Maya l’abeille“ und in der Türkei als „Ari Maya“ – überall fanden „Die Biene Maja“ und ihre Freunde begeisterte Fans. Zur Serie erschien außerdem ein eigenes Comic-Heft, das ebenfalls sofort international erfolgreich war.

Die neue, computeranimierte Animationsserie mit 78 jeweils 11 Minuten langen Folgen startete 2012. Im deutschsprachigen Raum liefen die ersten Folgen ab März 2013. Für viele Klatschmohnwiesen-Fans sind die animierten Bienen dabei etwas zu schlank und glatt geraten, vergleicht man sie mit den pummeligen Honigsammlern aus der Zeichentrickserie. Die deutsche Fassung des Titelliedes, wurde, wie jetzt auch für den Kinofilm, von Schlagerstar Helene Fischer neu interpretiert, reicht lange nicht an Karel Gotts Klassiker heran, stört aber auch nicht beim Mitsingen.

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Die meisten Hauptfiguren der Fernsehfassungen und von „Die Biene Maja – Der Kinofilm“ finden sich bereits in „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“, darunter die Lehrerin Frau Kassandra, die Bienenkönigin, der Mistkäfer Kurt und die Kreuzspinne Thekla. Auch der Konflikt mit den Hornissen spielt in Bonsels Buch eine wichtige Rolle. Für die Trickserie von 1975 hinzuerfunden wurden etwa Majas bester Freund Willi und der Grashüpfer Flip, die sich zu zwei der größten Publikumslieblinge aus Majas Welt entwickelt haben und heute aus der Geschichte nicht mehr wegzudenken sind.

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Marcus Sauermann, Drehbuchautor von „Die Biene Maja – Der Kinofilm“ und selbst als Kind in den 70ern mit der alten Zeichentrickserie groß geworden, wusste, wie sehr die magischen Momente der Serie von Willis Ruf „Maja, flieg nicht so schnell!“ bis zu Flips „Hüüü-hüpf!“ eine ganze Generation geprägt haben. „Viele Elemente der alten Serie haben längst Kultstatus erlangt und sollten im Kinofilm ihren Platz haben für alle Zuschauer, die (wie ich selbst) nun als Vater, Mutter, Tante, Onkel, Oma oder Opa mit ihren Kleinen zusammen in den Film gehen, um noch einmal einen Blick auf die Helden ihrer Kindheit zu werfen“, erklärt Sauermann.

„Die Biene Maja – Der Kinofilm“ erzählt also die Ursprungsgeschichte noch einmal neu, beginnt mit Majas Geburt, und dadurch können kleine wie große Zuschauer gleichermaßen miterleben, wie sich Maja zu der ungewöhnlichen und liebenswerten Biene entwickelt, die weltweit zahllose Fans hat. Regisseur Alexs Stadermann („Kein Keks für Kobolde„) beschreibt die Figur der Maja so: „Maja ist der Dreh- und Angelpunkt sowie das Herz des Films. Sie hat die Fähigkeit zum kindlichen Staunen und eine ungebrochene Begeisterung für alles in der Welt – sie kann allein von der Schönheit der Welt so gerührt sein, dass sie eine Träne dafür vergießt. Maja ist aber auch eine Individualistin, die nicht unbedingt immer den Regeln, die die Erwachsenen aufgestellt haben, Folge leistet. So endet es immer damit, dass Maja die Dinge überraschend auf ihre eigene Weise tut. Auf der ganzen Welt können sich Kinder mit dieser Figur identifizieren und daher auch ihre Sorgen und Nöte mitfühlen.“

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Auch in „Die Biene Maja – Der Kinofilm“ sind einige neue Wiesenbewohner hinzugekommen: Bei den Bienen sind das Gunilla, die oberste Beraterin der Königin, und ihr Gehilfe Hugo; außerdem die kleine Hornisse Fetzer und der Papa Bruno sowie die schusseligen Ameisen-Soldaten Freddy und Eddy, um nur die wichtigsten zu nennen. Und Letztere liefern einige, zum Brüllen komische, Einlagen.

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Um die Figur für Kinder noch glaubwürdiger zu machen, sollte sich Maja in einer möglichst realistischen Umgebung bewegen. So entstand eine detailreiche Abbildung von Majas Klatschmohnwiese: wilde Blumen, Beerenbüsche, Bäume, Sträucher, Pilze, morsche Baumstämme, Spinnenweben, Kieselsteine, sprudelnde Bäche und schattenspendende Farne. Der Detailreichtum der Insektenwelt wird dadurch so greifbar, dass das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes mittendrin statt nur dabei ist und zusammen mit Maja Wassertropfen berührt, federnd auf Grashalmen sitzt und die Blüte einer Blume erkundet, als sei sie eine Wohnung. Und so ein Bienenflug ist ein faszinierendes Bild – die 3D-Technik macht ihn für das Publikum erlebbar.

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Hat man sich als Fan der alten Zeichentrickserie also mit diesem neuen Look abgefunden, oder findet ihn dank spannender Story sogar gar nicht mehr so schlimm wie in der TV-Serie, dann bleibt noch die Frage nach der Synchronisation. Denn auch hier haben sich die alten Stimmen von Maja, Willi und Flip in die Ohren der Fans „eingebrannt“. Ganz besonders bei Willi, der sich dereinst durch Eberhard Storeck auf unnachahmliche Weise Gehör verschaffte, wurde es spannend. Denn niemand Geringerer als Jan Delay („Der kleine Rabe Socke„) spricht die kleine Drohne. Und es funktioniert – ebenso wie den anderen Synchronsprechern gelingt es auch ihm, die wesentlichen Züge der Figuren zu intonieren, ohne eine bloße Imitation abzuliefern.

Fazit: Das Animationsabenteuer „Die Biene Maja – Der Kinofilm“ ist rundum gelungen und lädt nun auch die nächste Generation zum lustigen Naturkundeunterricht auf die Klatschmohnwiese ein.

Die Biene Maja - Der Kinofilm_PlakatKinostart: 11. September; Regie: Alexs Stadermann; FSK: ohne; Länge: 88 Minuten; Verleih: Universum Film; Link: DieBieneMaja-derKinofilm.de

 

© Studio 100 Media, Buzz Studios, 2014 Universum Film GmbH

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3 Comments

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  2. Angelika Bieber

    30. September 2014 in 19:09

    Majas Freund der grüne Grashüpfer heißt Flip. Der Film ist einfach großartig.

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