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DER JUNGE SIYAR

DER JUNGE SIYAR

Der Junge SiyarAb 11. September geht „Der Junge Siyar“ im Kino auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa. Ausgangspunkt ist ein kleines Dorf im Norden Kurdistans. Je länger die Reise dauert und je weiter sich der Junge von seiner Heimat entfernt, desto offener wird seine Wahrnehmung für die andere Welt. Immer mehr zweifelt er an seinem eigentlichen Auftrag: Siyar folgt seiner Schwester in Ehrenmordabsicht bis nach Norwegen.

 

Nach dem Tod seines Vaters ist der junge irakische Kurde Siyar (Taher Abdullah Taher) automatisch Oberhaupt seiner Familie geworden. In dieser Eigenschaft stimmt er der Heirat seiner älteren Schwester  Nermin (Bahar Özen) mit dem Sohn eines mächtigen lokalen Clanchefs zu, obwohl er weiß, dass sie einen anderen liebt. Doch Nermin flieht mit ihrem Lover vor der drohenden Zwangsehe.

Der Junge Siyar 1

Nun ist es an dem erst 16-Jährigen, das Ansehen seiner Familie durch einen „Ehrenmord“ wiederherzustellen. Und so folgt er der Spur seiner Schwester bis nach Norwegen. Unterwegs lernt er in Istanbul das Straßenmädchen Evin (Suzan Ilir) kennen, das sich an seine Fersen heftet – zunächst nur, um zu ihrem Vater in Berlin zu gelangen…

Der Junge Siyar 2
Der in Norwegen lebende Kurde Hisham Zaman packt viel hinein in sein Langfilmdebüt, ohne sich dabei zu übernehmen: Neben der Beschäftigung mit dem Thema „Ehrenmord“ beleuchtet er die illegalen Strukturen, die es Siyar ermöglichen, sich in der Türkei und in Westeuropa zu bewegen. Dazu reißt er noch die Geschichte Evins an.

Bei alldem verliert er freilich nie seinen nach einer archaischen Tradition handelnden, zweifelhaften Helden aus den Augen, den er keineswegs als Unsympathen zeichnet, obwohl der ganz auf seine Mission fixiert zu sein scheint. Zudem lässt der hervorragende Laiendarsteller Taher Abdullah Taher den Zuschauer subtil spüren, dass während der Odyssee – nicht zuletzt durch den Kontakt mit und seine aufkeimenden Gefühle für Evin – etwas in seinem Siyar zu arbeiten beginnt. Die Frage ist, ob das am Ende ausreicht, um seine Schwester zu verschonen…

Fazit: Eindringliches, überzeugend gespieltes Drama.

Der Junge Siyar_PlakatKinostart: 11. September; Regie: Hisham Zaman; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 105 Minuten; Verleih: Dualfilm; Link: Siyar-film.de

 

 

 

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