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Kindersicherungen im Haushalt: Nicht immer sicher

Kindersicherungen im Haushalt: Nicht immer sicher

Steckdosen, heiße Herdplatten, Treppen: Im Haushalt lauern viele Gefahren für kleine Kinder. Mit entsprechenden Kindersicherungen lässt sich vorbeugen – aber nicht immer halten die Schutzvorrichtungen, was sie versprechen, wie das Magazin Öko-Test in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

Laut Gesundheitsministerium passieren über 80 Prozent der Unfälle mit Kindern im Alter von ein bis zwei Jahren in den eigenen vier Wänden. Mittlerweile gibt es für alle möglichen Gefahrenquellen im Haushalt Kindersicherungen – nicht nur Schutzkappen für Steckdosen oder Kunstsstoffwinkel für scharfe Tischkanten.

Treppen- und Türschutzgitter, Ecken-, Herd- und Steckdosenschutz sowie Schrank- und Schubladensicherungen sollen Kinder vor Unfällen schützen. Doch einige erfüllen ihre Aufgabe nicht. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von insgesamt 24 Sicherheits-Produkten des Verbrauchermagazins Öko-Test. Zudem sind viele Produkte mit giftigen Schwermetallen und anderen Schadstoffen belastet.

Der aktuelle Test in der neuen September-Ausgabe des Magazins bringt die Schwächen einiger Kindersicherungen ans Licht: Ein Treppen- und Türschutz etwa erwies sich aus Sicht der Tester als nicht verkehrsfähig, weil die Prüfer im Labor mit etwas Druck eine Hüftschablone relativ einfach durch die Zwischenräume schieben konnten. Laut der Norm für Kinderschutzgitter ist es jedoch erforderlich, dass Kleinkinder im Krabbelalter mit dem Rumpf nicht durch die Gitter kommen. Denn sonst könnte ihnen – im schlimmsten Fall – das Gitter am Hals die Luft abdrücken.

Auch beim Herdschutz gibt es „ungenügende“ Produkte. Der Praxistest zeigte, dass bei zwei Produkten zu viel Abstand zwischen den Gittern ist. Eine Kinderhand passt hier leicht durch und kann an die Töpfe auf den vorderen Platten greifen und sich verbrennen.

Bei den Steckdosensicherungen sollten Eltern darauf achten, dass diese praktisch sind. Denn es gibt bei den Produkten erhebliche Unterschiede in der Handhabung. Bei dem Ikea-Modell benötigt man etwa teilweise viel Kraft, um die Sicherung aus der Steckdose zu ziehen.

Ärgerlich ist laut Öko-Test auch die Schadstoffbelastung einiger Kindersicherungen, gerade weil viele auf Kopfhöhe der Kleinen angebracht werden und diese geradezu einladen, daran zu lutschen. Die Tester kritisieren unter anderem hohe Belastungen mit dem giftigen Schwermetall Cadmium, Weichmachern und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK).

Die gute Nachricht: Drei Steckdosensicherungen erhielten die Note „sehr gut“, die meisten der getesteten Schrank-, Schubladen- und Eckensicherungen schnitten mit „gut“ ab.

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