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MIT GANZER KRAFT – HÜRDEN GIBT ES NUR IM KOPF

MIT GANZER KRAFT – HÜRDEN GIBT ES NUR IM KOPF

In dem Feelgood-Movie „Mit ganzer Kraft“ will ein behinderter Jugendlicher mit seinem Vater einen „Ironman“ bestreiten, denn nur gemeinsam sind sie stark. Die Vater-Sohn-Geschichte, inspiriert von einer wahren Begebenheit, startet am 4. September in unseren Kinos.

 

Dick und Rick Hoyt aus den USA sind ein ganz besonderes Vater-Sohn-Gespann. Obwohl Rick seit seiner Geburt körperbehindert ist, nahmen die beiden schon an unzähligen Sportwettbewerben teil. Mehrfach auch am „Ironman Hawaii“. Beim Schwimmen über 3,8 Kilometer zieht der Vater seinen Filius in einem Schlauchboot hinter sich her, beim Marathon-Lauf schiebt er ihn im Rollstuhl vor sich her, beim 180-Kilometer-Radfahren kommt ein zweisitziges Spezialgefährt zum Einsatz. Als „Team Hoyt“ haben es die beiden nicht nur zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Sie inspirierten auch Nils Tavernier zu seinem Feelgood-Movie „Mit ganzer Kraft“:
Der ehemalige Hobby-Leichtathlet Paul (Jacques Gamblin) kann einfach nicht damit umgehen, dass sein zweites Kind (Fabien Héraud) körperbehindert zur Welt kam. Anders als seine Frau Claire (Alexandra Lamy), die sich stets rührend um Julien gekümmert hat, pflegt er seit jeher ein distanziertes Verhältnis zu seinem Sohn.

 

Als der seinem gerade arbeitslos gewordenen Vater vorschlägt, gemeinsam beim nächsten „Ironman France“ in Nizza anzutreten, nimmt sich Paul immerhin die Zeit, ihm den Plan ausreden zu wollen. Doch vergebens. Der an den Rollstuhl gefesselte 17-Jährige setzt seinen Kopf schließlich durch – auch gegen die besorgte Mutter und die Ironman-Zulassungskommission, die dem Duo die Teilnahme zunächst verweigern will.

Nils Tavernier, Sohn der französischen Regie-Größe Bertrand Tavernier, hält sich grob an die Konventionen eines Sportdramas – auch wenn es hier nicht ums Siegen, sondern ums Durchhalten geht. Viel wichtiger ist ihm allerdings die katalytische Wirkung des Trainings und der Wettkampfteilnahme auf die Annäherung zwischen Vater und Sohn und darüber hinaus auf die Festigung der Familienbande. Und das wird von den daran Beteiligten so überzeugend gespielt, dass man sich gelegentlich in einem Dokumentarfilm wähnt. Dabei ist insbesondere die Leistung des aufgrund einer sogenannten Infantilen Zerebralparese tatsächlich schwer behinderten Fabien Héraud zu würdigen, der ohne Scheu vor der Kamera (eingeschränkt) agiert und dessen Augen oft Bände sprechen.

Kinostart: 4. September; Regie: Nils Tavernier; FSK: ohne; Länge: 89 Minuten; Verleih: Polyband; Link: MitganzerKraft.de

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