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JERSEY BOYS

JERSEY BOYS

Jersey BoysAuch wenn es sich um eine amerikanische Kult-Popgruppe aus den Sixties handelt, so kennt doch irgendwie auch heute noch ein jeder die Songs und den Sound von „The Four Seasons“. Aber nur wenige kennen die Story vom Aufstieg und Fall der vier jungen Männer aus einem Armeleuteviertel in New Jersey. Die kommt von Regisseur Clint Eastwood als Leinwand-Version des mit dem amerikanischen Theaterpreis Tony ausgezeichneten Musicals „Jersey Boys“ am 31. Juli in die Kinos.

 

Anfang der 50er Jahre in Belleville, New Jersey: Tommy DeVito (Vincent Piazza) hat den Traum, als Musiker ganz groß heraus zu kommen. Gemeinsam mit dem Vokalarrangeur und Bassgitarrist Nick Massi (Michael Lomenda) und dem erst 16-jährigen Frankie Castelluccio (John Lloyd Young) schlagen sie sich mehr schlecht als recht mit Coverversionen bekannter Bands in verschiedenen Clubs. Doch trotz Frankies einzigartiger Stimmbegabung will der Durchbruch nicht gelingen, und so müssen sich die Jungs das notwendige Kleingeld zum Leben besorgen, indem sie kleine Jobs für den Paten von New Jersey, Gyp DeCarlo (Christopher Walken), erledigen.

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Frankie hat die Stimme, Tommy den Ehrgeiz und Nick das Ohr. Doch die Formel von „The Four Seasons“ geht erst auf, als Frankie Vallis (so nennt er sich jetzt) Freund Joe Pesci (Joey Russo) der Band Songschreiber Bob Gaudio (Erich Bergen) vorstellt. Nun nimmt sie Produzent Bob Crewe (Mike Doyle) unter Vertrag, doch bis zu ihrem ersten Hit müssen sie den langen, steinigen Weg als Backgroundsänger von zweitklassigen Sternchen hinter sich bringen.

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Erst als Crewe die Idee hat, Frankie im Duett mit sich selbst singen zu lassen und dadurch den Sound unverwechselbar zu bereichern, landet die Gruppe Anfang der 60er mit „Sherry“, „Big Girls Don’t Cry“ und „Walk Like a Man“ gleich dreimal hintereinander an der Spitze der Charts. Doch mit zunehmendem Erfolg stellen sich auch die privaten Probleme ein: Frankies und Nicks Familien leiden unter dem ständigen Touren der Band.

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Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität werden „The Four Seasons“ mit einer enormen Geldforderung konfrontiert, die auf Tommys Spielsucht zurückzuführen ist. Für Frankie ist klar, dass nach ungeschriebenem Jersey-Gesetz, auf Gedeih und Verderb zusammenzuhalten, die Schulden von der gesamten Band getragen werden. Doch Bob und Nick sind da anderer Meinung: Ein Wort gibt das andere und „The Four Seasons“ stehen vor den Scherben ihres Erfolgs…

„Jersey Boys“ heißt das Tony-preisgekrönte, äußerst erfolgreiche Musical, das die Zuschauer seit 2005 weltweit begeistert und inzwischen zu den langlebigsten Inszenierungen in der Geschichte des Broadways gehört. Regisseur Clint Eastwood fügt eine weitere Dimension hinzu und bringt die Begeisterung und den Herzschmerz, die Musik und die Nostalgie auf die Kinoleinwand. Dabei vertraute er viele Rollen jenen Schauspielern an, die sich darin bereits auf der Bühne bewährt hatten:

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Das bei weitem auffallendste Element der „Four Seasons“ war Frankie Vallis Falsett-Tenor – John Lloyd Young hatte mit seiner Darstellung des gefeierten Lead-Sängers im Musical den Tony gewonnen und spielt ihn jetzt auch im Film. Neben ihm stellen Erich Bergen und Michael Lomenda die Bandmitglieder Bob Gaudio und Nick Massi dar, als die sie schon in der Inszenierung für die USA-Musical-Tournee unterwegs waren. Vincent Piazza in der Rolle von Tommy DeVito stieß ohne musikalische Erfahrung zum Filmteam.

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Wie ein roter Faden zieht sich die Musik durch „Jersey Boys“. Eastwood beschloss, die Titeldarsteller die unvergesslichen Songs live vor der Kamera singen zu lassen, statt die Musik vorab im Studio aufzunehmen. Dazu der Regisseur: „Das bot sich einfach an, weil die meisten von ihnen die Songs schon so oft live gesungen hatten. Wenn sie live singen, dann wirkt ihre Darstellung deutlich emotionaler.“

„Jersey Boys“ ist, dank Clint Eastwood, weit mehr als die Filmversion eines Musicals, und man darf staunen, welche Welthits dem Duo Valli/ Gaudio zuzuschreiben sind. Spätestens, wenn im Abspann alle Mitwirkenden vor der Kamera zu einer Tanzeinlage zusammenkommen, wird einem bewusst, wie stark „The Four Seasons“ die Musik der 1950er, 1960er und 1970er beeinflusst haben – und das sind Songs, die auch der jungen Generation in etlichen Coverversionen bekannt sein dürften.

Fazit: Dramatische Geschichte vom Aufstieg und Fall einer legendären Band mit Hit-Klassikern für eine neue Fan-Generation in stylischem Retro-Design.

Jersey Boys_PlakatKinostart: 31. Juli 2014; Regie: Clint Eastwood; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 134 Minuten; Verleih: Warner; Link: JerseyBoys-derFilm.de

 

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