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MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER

MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER

Monsieur Claude und seine Toechter 02Claude und seine Frau Marie sind eher von der konservativen Sorte und haben vier hübsche Töchter. Nachdem drei der jungen Frauen – sehr zum Leidwesen der Eltern – einen Chinesen, einen Muslim und einen Juden geheiratet haben, liegen die Hoffnung auf der jüngsten Tochter Laure. Doch dann verlobt die sich mit einem Schwarzen. Ab 24. Juli gibt es die französische Familienkomödie mit radikalem Witz und schonungslosen Provokationen bei uns im Kino.

 

Claude (Christian Clavier) und Marie Verneuil (Chantal Lauby) leben ein beschauliches Leben in ihrer imposanten Villa irgendwo auf dem Lande in Frankreich. Ihre vier hübschen Töchter hat es längst nach Paris verschlagen. Die drei Ältesten haben dort bereits ihr Glück gefunden: Ségolène (Emilie Caen) hat den Chinesen Chao (Frédéric Chau) geheiratet, Isabelle (Frédérique Bel) ist mit dem Muslim Rachid (Medi Sadoun) verehelicht und Odile (Julia Piaton) mit dem Juden David (Ary Abittan).

Monsieur Claude und seine Toechter 01

Das sind nicht gerade die Schwiegersöhne, die man sich im Hause Verneuil gewünscht hatte. Claudie und Marie, selbst konservativ und katholisch, hatten auf ordentliche, französische Männer gehofft. Familienfeiern sind so alles andere als angenehm für Claude und Marie. Doch irgendwie schaffen sie es, sich zusammen zu reißen und Hochzeiten, Beschneidungsfeiern und gemeinsame Abendessen zu überstehen.

Schließlich haben sie ja noch ihre jüngste Tochter, Laure (Elodie Fontan), die noch nicht verheiratet ist. Als die dann ankündigt, sich verlobt zu haben, atmen die Eltern auf. Denn Laures Auserwählter ist Franzose und obendrein noch Katholik. Claude und Marie freuen sich auf das Kennenlernen. Doch als sie in einem Restaurant das erste Mal auf Charles (Noom Diawara) treffen, fallen sie fast vom Glauben ab – Charles ist schwarz.

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Für Claude und Marie bricht eine Welt zusammen. Beide verfallen in Depressionen. Marie schafft es kaum noch aus dem Bett, und wenn sie sich rührt, dann, um mit dem Priester über ihre Misere zu sprechen. Claude hingegen lässt seine Wut an der Kettensäge aus – das Wäldchen um die Villa herum ist im Nu gerodet. Nichtsdestotrotz steht eine Hochzeit an.

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Auch Laure, ihre Schwestern und deren Männer merken natürlich, dass der vierte nicht-ideale Schwiegersohn das Fass zum Überlaufen bringt. Während Laure sich zwar Sorgen macht, mit Charles aber auf Wolke Sieben schwebt, hecken Ségolène, Isabelle, Odile und ihre Männer einen Plan aus. Irgendeine Schwachstelle muss Charles schließlich haben, eine Schwachstelle, die die Hochzeit noch verhindern kann. Doch der Plan geht nicht auf, die Hochzeit findet statt. 

Weitere Strapazen kündigen sich an, denn Charles’ Familie reist aus Afrika an. Charles Vater hält rein gar nichts von der bevorstehenden Ehe seines einzigen Sohnes mit einer Französin. Ist er doch überzeugt, dass alle Franzosen ohnehin noch in der Kolonialzeit feststecken. Und so sind sich der Brautvater und der Vater des Bräutigams in einer Sache einig: Die Hochzeit muss verhindert werden.

Die Beziehung zwischen Eltern und Schwiegersohn ist allgemein als eher schwierig verschrien. „Monsieur Claude und seine Töchter“ überzeichnet dieses Klischee maßlos. Vier Töchter, vier ungeliebte Schwiegersöhne – und ein Vater mit leicht rassistischen Tendenzen. Dem Film gelingt es allerdings, einen reichlich ironischen Blick auf die Situation zu werfen. Deshalb funktioniert hier das Verwenden vieler Klischees zwischen Kulturschock und Völkerfreundschaft. Spätestens, als Claude und Marie depressiv werden und Chao Rachid mit einem Kung-Fu-Trick niederschlägt, zeigt sich ganz deutlich: Hier werden so einige Stereotypen aufs Korn genommen. Der Film gipfelt schließlich in einem Angelausflug der beiden missmutigen Väter, bei dem beiden klar wird: Eigentlich wollen sie dasselbe, nämlich keine Hochzeit. Darauf muss getrunken werden, und das nicht zu wenig.

Fazit:
Eine wahnsinnig lustige Familienkomödie, die sich selbst nicht zu ernst nimmt – ansehen!

Monsieur Claude und seine Toechter PosterKinostart: 24. Juli 2014; Regie: Philippe de Chauveron; FSK: ab 0 Jahren; Länge: 97 Minuten; Verleih: Neue Visionen; Link: MonsieurClaude.de

 

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