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ANGÉLIQUE

ANGÉLIQUE

Angelique1952 feierte der erste Angélique-Roman von Anna Golon Premiere. Derweil beträgt die Gesamtauflage 150 Millionen Exemplare. Die Bücher wurden in 27 Sprachen übersetzt und in 45 Ländern veröffentlicht. Zuletzt wurden in den 60er Jahren einige Teile der Romanreihe verfilmt – höchste Zeit also, dass eine derartig erfolgreiche Heldin im Kino eine Wiederauferstehung erlebt. Am 12. Juni ist es soweit, denn dann kommt Ariel Zeitouns Interpretation von „Angélique“ in die Kinos. Von prächtigen Roben, über dramatische Degenkämpfe und knisternde Erotik bis hin zu tragischen Intrigen und der Verführung einer Widerspenstigen ist alles dabei.

 

Allen Fans der Buchreihe kann man die aktuelle Verfilmung blind ans Herz legen, da die mittlerweile 91-jährige Autorin, die mit den „Angélique“-Filmen aus den 60er Jahren nicht ganz so glücklich gewesen sein soll, mit der von Regisseur Ariel Zeitoun aber mehr als zufrieden ist: „Jetzt kann ich sterben, weil ich gesehen habe, wie meine beiden Helden zum Leben erweckt wurden. Ich habe gesehen, dass sie sowohl in das 17. als auch in unser Jahrhundert gehören. Genauso, wie ich es mir immer vorgestellt habe.“

Angelique 1
Die Besetzung der Titelheldin mit Nora Arnezeder („Der Dieb der Worte„) ist eindeutig ein Gewinn. Sie bringt alles für die Rolle mit, was man sich für die Figur nur wünschen kann: Sie sieht fantastisch aus, wirkt klug, gewitzt und aufgeweckt, und strahlt obendrein eine natürliche Eleganz aus, wie es sich für eine junge Adlige geziemt. Ebenfalls ein Volltreffer ist der reiche Freidenker Graf von Toulouse Joffrey de Peyrac, den Gérard Lanvin („Public Enemy No.1“) mit weltmännischem Charme verkörpert.

Angelique 2Die junge Marquise Angélique de Sancé (Nora Arnezeder) soll 1656 mit dem sehr viel älteren und sehr viel reicheren Grafen de Peyrac (Gérard Lanvin) verheiratet werden, um die Familienkasse aufzubessern. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versucht sie das Arrangement zu verhindern, muss sich aber letztendlich fügen, was sich eine gute Weile später als großes Glück herausstellen soll. Denn ihr Mann darf nicht nur einen gebildeten, klugen, noblen Geist sein Eigen nennen, er ist überdies ein erfahrener und großer Verführer und hält nichts davon, seine junge Frau zu den ehelichen Pflichten zu zwingen. Vielmehr ist ihm daran gelegen, dass Angélique freiwillig und mit Freude sein Bett teilt.

Angelique 3

Das Paar ist sich bald in jeglicher Beziehung herzlich zugetan, führt eine erfüllte Ehe und ein gelungenes Familienleben. Doch das Glück währt nicht lang. Denn Angélique war unfreiwillige Zeugin eines Komplotts gegen König Ludwig XIV. (David Kross), und diese Mitwisserschaft bringt Sie und Ihren Mann in große Gefahr. Der Graf ist der Kirche und der Obrigkeit durch seinen Reichtum, Einfluss und Freigeist schon lange ein Dorn im Auge, sodass er bald unter fadenscheinigen Gründen in die Bastille gesperrt wird. Ihm droht die Todesstrafe. Angélique versucht ihrem Mann beizustehen, doch sie ist mittlerweile entrechtet und man trachtet ihr ebenfalls nach dem Leben…

Der Neuverfilmung liegen die ersten vier Romane der „Angélique“ -Reihe zu Grunde. Das heißt, eine pralle Handlung entfaltet sich vor dem Abenteuerspielplatz Mittelalter – und hier wird nicht gekleckert. Alles, was einen Mantel-und-Degen-Film schön macht, darf in der 15 Millionen teuren Produktion mitspielen und wird aufwendig in Szene gesetzt. Besonders erwähnenswert sind die Kostüme von Edith Vesperini und das Set-Design von Patrick Durand. „Angélique“ und ihr Mann tragen zwar der Mode des 17. Jahrhunderts nachempfundene Roben, ihre Ansichten und Reaktionen stammen aber aus heutiger Zeit. Damit sind sie ideale Sympathieträger und Identifikationsfiguren für diesen abenteuerlichen und unterhaltsamen Historienfilm.

Angelique_PlakatKinostart: 12. Juni 2014; Regie: Ariel Zeitoun; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 113 Minuten; Verleih: Tiberius Film; Link: tiberiusfilm.de//angelique

 

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