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MAMAN UND ICH

MAMAN UND ICH

Maman und Ich 1Guillaume wäre viel lieber ein Mädchen. Dann könnte er mit seiner Mutter den lieben langen Tag Mädchenkram machen und Frauenkleider tragen. Ganz klar: Guillaume ist schwul. Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller Guillaume Gallienne verwebt seine außergewöhnliche autobiografische Story zu einer Selbstfindungsgeschichte, gespickt von Absurditäten – ab 5. Juni im Kino.

 

Maman und Ich 2Guillaume (Guillaume Gallienne) ist ganz anders als seine älteren Brüder. Während die am liebsten zum Sport gehen, verbringt Guillaume seine Zeit lieber zu Hause mit seiner Mutter (Guillaume Gallienne), beim Tee oder beim Friseur. Guillaume verehrt seine Mutter und würde ihr am liebsten alles gleichtun. Und so studiert er ihre Art zu sprechen, sich zu bewegen und sich zu kleiden penibel ein. Die Mutter findet daran Gefallen – eine Tochter hat sie schließlich nicht. Nur Guillaumes Vater hat mit seinem sanften, eher weiblichen jüngsten Sohn so seine Probleme. Doch Guillaume ist sich sicher: Irgendwann versteht auch Papa, dass Guillaume eigentlich ein Mädchen ist.

 

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Der Lockenkopf fühlt sich dann auch zu anderen Jungen hingezogen. Für ihn steht fest: Er muss schwul sein. Auch, wenn er sich nicht traut, erste sexuelle Erfahrungen mit einem Mann zu sammeln. Dennoch: Als sein großer Schwarm plötzlich eine Freundin hat, bricht es ihm das Herz. Verwirrt vom Leben und seiner Sexualität probiert Guillaume alles mögliche aus, landet dabei auch auf einer Kur in Bayern. Schließlich passiert es zu Hause in Paris: Guillaume lernt jemanden kennen und alle Zweifel verpuffen.

Guillaume Gallienne übernimmt in seinem autobiografischen Film nicht nur die Rolle des Sohnes Guillaume, sondern auch die seiner Mutter. Dazu kommen Zeitsprünge und Szenenwechsel – auf den ersten Blick ziemlich verwirrend für den Zuschauer. Tatsächlich ist der Film, im Original „Les Garçons et Guillame, à table!“ („Die Jungs und Guillaume, zu Tisch!“), die Leinwandversion eines Bühnenstücks von Gallienne. Guillaumes Mutter hat sich, statt eines dritten Jungen, endlich eine Tochter gewünscht – diese Rolle füllt nun Guillaume aus, so gut er kann. Und weil er sein ganzes Leben eigentlich eher Mädchen war als Junge, geht er davon aus, dass er schwul ist. Wie soll es auch anders sein?!

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Doch es kommen erste Zweifel auf, und so begibt sich Guillaume auf die Suche nach sich selbst. Und wird überraschend fündig. Es geht eben auch anders: Mit einem Coming-Out bekennt man sich „normalerweise“ zu seiner Homosexualität – hier wird der Spieß umgedreht.
Hat man sich erstmal an den eigenwilligen Erzählstil des Alleinunterhalters Gallienne gewöhnt, kommt die Story tatsächlich ins Rollen. Vor allem im letzten Drittel der Komödie macht das Zuschauen richtig Spaß. Die Geschichte nimmt an Tempo auf und sorgt für einige Lacher.

Fazit: Lustig, eigenwillig und was für’s Köpfchen!

Maman und Ich_PosterKinostart: 5. Juni 2014; Regie: Guillaume Gallienne; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 87 Minuten; Verleih: Concorde; Link: mamanundich-derfilm.de

 

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