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MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE

MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE

maleficent jolieDisney verpasst dem Märchenklassiker „Dornröschen“ ein stimmungsvolles Update: mit Angelina Jolie als gehörnter Fee und einem fantastischen Bilderrausch (Kinostart: 29. Mai).

 

Es war einmal … eine alte Geschichte, die in immer neuen Versionen erzählt wurde, bis schließlich eine schöne Schauspielerin aus dem fernen Hollywood daherkam, um sie in ein bittersüßes Märchen zu verwandeln. Angelina Jolie ist Maleficent, die dunkle Fee – und sie ist es so überzeugend, als wäre ihr die viele Jahrhunderte alte Geschichte von der bösen Hexe, die eine unschuldige Prinzessin verflucht, auf den Leib geschrieben worden.

Die Geschichte von Dornröschen, um die es im Kern auch hier geht, ist bereits älter als das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm, die Figur der Maleficent als weibliche Verkörperung des Bösen hingegen geht zurück auf den Disney-Zeichentrickklassiker „Dornröschen“ von 1959. Um diese Figur herum hat Disney jetzt ein neues Märchen gestrickt – mit Kitsch und Pathos, fantastischer Ausstattung und einer herrlich bösen und wandlungsfähigen Angelina Jolie.

maleficent jolie kindEs waren einmal zwei benachbarte Reiche: In dem einen lebten friedlich und zufrieden allerlei Fabelwesen, in dem anderen von Neid und Missgunst zerrissene Menschen mit einem kriegerischen König an der Spitze. Eines Tages verirrt sich der junge Stefan (Michael Higgins) in die Wälder und Moore des Feenreichs. Dort freundet er sich mit der Fee Maleficent (Isabelle Molloy) an.

Aus Freundschaft entwickelt sich eine zarte Liebe – aber der junge Mann hört nicht auf sein Herz, sondern auf seinen König. Der liegt nach einem verlorenen Krieg gegen das Feenreich im Sterben und sucht einen Nachfolger. Derjenige, der die mächtige Fee Maleficent besiegen kann, soll den Thron bekommen und seine Tochter heiraten.

maleficent copleyStefan (jetzt: Sharlto Copley) schleicht sich ins Feenreich, täuscht seiner alten Freundin Maleficent (jetzt: Angelina Jolie) wiedererwachte Gefühle vor und nutzt ihren Schlaf, um sie ihrer Flügel zu berauben. Stefan wird nach dieser „Heldentat“ zum König gekrönt und wenig später Vater einer Prinzessin. Die vor Rache glühende Maleficent verflucht das Kind: Am Tag ihres 16. Geburtstags soll Aurora (Elle Fanning) ihren Finger an einer Spindel stechen und in einen ewigen Schlaf fallen …

maleficent fanning„Maleficent“ beeindruckt: mit seiner ungeheuer verschwenderischen Ausstattung und mit einer Angelina Jolie in der Titelrolle, die zu den denkwürdigsten ihrer Karriere zählen dürfte. Disney hat weder Kosten noch Mühen gescheut, die alte Dornröschen-Mär stimmungsvoll in Szene zu setzten. Die vielen kleinen Wesen des Feenreichs, vom knuffigen Gnom bis zum knorrigen Wurzelmann, sind detailreich und liebevoll in Szene gesetzt, die Landschaften märchenhaft, die Kameraflüge aus der Feen-Perspektive atemberaubend.

Drei niedliche Feen sorgen für leicht alberne Entspannungsmomente in einer recht düsteren Geschichte, die kitschige Farbwelt des Feenreichs setzt einen manchmal übertriebenen Kontrast zu den finsteren Machenschaften von König und Gegenspielerin. Der gestalterischen Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Angelina Jolie trumpft als dunkle Fee ganz groß auf. Ihr reichen kurze Dialoge, wenige Gesten und ein konzentriertes Minenspiel, um Angst und Schrecken zu verbreiten – und eine erstaunliche Wandlung zu vollziehen. Denn diese Dornröschen-Version wartet mit einigen Überraschungen auf – die viel mit dem vielschichtigen Charakter der Hauptfigur zu tun haben. Ein Genuss sind auch Kostüme und Maske der bösen Fee – das bleiche Gesicht, die hervorstechenden Wangenknochen, Stehkragen, Hörner und Gewänder setzen optische Ausrufezeichen in einer visuell fast überbordenden Inszenierung.

„Maleficent“ ist zwar freigegeben für Kinder ab 6 Jahren, ein astreiner Kinderfilm ist dieses Märchen allerdings nicht. Mit der Story werden Kinder kein Problem haben, da sie zumindest an der Oberfläche so schlicht ist wie Märchen es eben sind. Jüngere Zuschauer könnten aber mit der Fülle an visuellen Eindrücken überfordert sein oder die böse Maleficent gelegentlich etwas zu unheimlich finden.

Ob alt oder jung: Angelina Jolie geht als dunkle Fee unter die Haut.

maleficent posterKinostart: 29. Mai; Regie: Robert Stromberg; FSK: ab 6; Länge: 97 Min.; Verleih: Walt Disney Germany, Link: http://www.disney.de/filme/maleficent

 

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