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BEZIEHUNGSWEISE NEW YORK

BEZIEHUNGSWEISE NEW YORK

Beziehungsweise New YorkLiebe und Beziehungen sind kompliziert – jedenfalls dann, wenn sie nicht funktionieren. Das weiß auch Drehbuchautor und Regisseur Cédric Klapisch, Meister verworrener Beziehungskomödien, der diesem Motto auch in seinem neuesten Wurf „Beziehungsweise New York“ treu bleibt. Voraussetzung für viel Kinospaß ab 1. Mai, auch ohne Kenntnis der Vorgängerfilme: Man sollte ein bisschen Freude an kniffligen Beziehungswirren mitbringen.

 

Wer die Vorgänger „L’Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr“ und „L’Auberge Espagnole – Wiedersehen in St. Petersburg“ kennt, darf sich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Xavier (Romain Duris) freuen. Der ist inzwischen Romanautor und erwachsen geworden. Zum Auftakt des Films lebt er mit Wendy (Kelly Reilly) in Paris, ist mir ihr verheiratet und hat zwei bezaubernde Kinder.

Beziehungsweise New York 1
Auch seine lesbische Freundin, Isabelle (Cécile de France) lebt mit der Amerikanerin Ju (Sandrine Holt) in einer festen Beziehung. Die beiden wünschen sich sehnlichst ein Kind. Da Ju indisponiert ist, muss Isabell ran und die will nur mir Xaviers Sperma schwanger werden. Das hingegen ist Wendy ein Dorn im Auge, doch Xavier kann Isabell den Wunsch nicht abschlagen.

BEZIEHUNGSWEISE NEW YORK

Isabelles Schwangerschaft ist der Anfang vom Ende seiner Ehe. Wendy verliebt sich auf einer Geschäftsreise nach New York in John (Peter Hermann), der äußerlich das totale Gegenteil von Xavier ist: ein hellhaariger Hüne von einem Mann mit gigantischem Apartment in Manhattan und umwerfendem Blick über den Central Park. Ob das den Ausschlag gibt, dass Wendy mit Kind und Kegel nach New York übersiedeln will? Jedenfalls stellt sie Xavier damit vor vollendete Tatsachen.

Beziehungsweise New York 3

Da auch Isabelle und Ju derweil in New York leben und Xavier seine Kinder aufwachsen sehen möchte, hält ihn nichts mehr in Paris. Auch er zieht in den Big Apple und ab jetzt wird es wirklich kompliziert für Xavier, aber umso unterhaltsamer für den Zuschauer.

Beziehungsweise New York 4Die Wahrscheinlichkeit, in New York eine Arbeitserlaubnis oder eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, scheint ähnlich gering wie ein Sechser im Lotto. Einige Lösungen die Klapisch in seiner Geschichte aus dem Hut zaubert, wie z. B. die Wohnung, die Xavier nach erschöpfender Suche überraschend angeboten bekommt, sind völlig unlogisch. Hingegen ist Xaviers erneute Heirat, die ihn zum Amerikaner mit allen Rechten macht, höchst dramatisch mit viel Schwung und Witz erzählt:
Xavier ist auf dem Weg, um seine Kinder abzuholen, als sein chinesischer Taxifahrer im Stau tätlich angegriffen wird. Er hilft dem Mann und hat plötzlich bei der Familie des Taxifahrers einen Wunsch frei. Die haben eine unverheiratete Frau mit amerikanischem Pass im Angebot, sogar eine sehr nette. Natürlich geht es dabei um eine Scheinehe, den Behörden soll allerdings das Gegenteil vorgemacht werden und damit haben Xavier und Nancy (Li Jun Li) ihre liebe Not. Vor allem dann, wenn Xaviers neue, alte Freundin Martine (Audrey Tautou) während einer Überprüfung durch die Behörden mit eigenem Schlüssel in die Wohnung platzt.

Derlei charmante Irrungen und Wirrungen hat „Beziehungsweise New York“ en masse zu bieten. Kleine Ungereimtheiten und einige Längen verzeiht man Klapisch, denn seine Figuren strahlen durch die Bank weg Sympathie und Herzenswärme aus. Das ist gewiss auch dem ausgezeichneten Cast geschuldet, dem man mit Freude ins Gefühlschaos und in die aufregende Metropole New York folgt.

Beziehungsweise New York_PlakatKinostart: 1. Mai 2014; Regie: Cédric Klapisch; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 117 Minuten; Verleih: StudioCanal; Link: beziehungsweisenewyork.de

 

 

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