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THE LEGO MOVIE

THE LEGO MOVIE

Jetzt stapeln sich die berühmten Bauklötzchen im Kino: Im ersten Lego-Leinwand-Abenteuer kämpft ein kleines Lego-Männchen beherzt für Freiheit und Liebe – und für das Recht, ohne Bauanleitung nach Lust und Laune mit Lego zu spielen. Ein Riesen-Spaß für die ganze Familie (Kinostart: 10. April). 

 

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was sich alles aus den kleinen Plastikklötzchen bauen lässt. Die Kombinationsmöglichkeiten der bunten und vielförmigen Lego-Steine sind nahezu unendlich, Häuser, Fahrzeuge, Städte, ja ganze Landschaften lassen sich mit Legos erschaffen. Vorausgesetzt, der Meisterbauer hat genügend Material zur Hand.

Die Macher von „The Lego Movie“ konnten sich bei der Konstruktion ihres Werks, des ersten Lego-Kinofilms, so richtig austoben und mit Steinen nur so um sich werfen. Der fast komplett computeranimierte Streifen schwelgt in Lego-Bauwerken, wie es sie in dieser Hülle und Fülle nicht einmal im Legoland in Billund zu sehen gibt.

Außerdem ist der Film erstklassig besetzt. Die Hauptrolle spielt zwar ein unbekannter Newcomer, aber die Nebenrollen sind gespickt mit Stars wie den Comic-Helden Batman, Superman, Wonder Woman, Green Lantern, „Harry Potter“-Zauberer Dumbledore und Sternenkrieger Han Solo. Ist ja auch kein Problem, wenn man keine Gage für die berühmten Namen zahlen muss und sie stattdessen von kleinen Lego-Figürchen doubeln lässt.

Ein ganz normaler Tag in Steinstadt: Bauarbeiter Emmet geht seiner ganz normalen Arbeit auf der Lego-Baustelle nach und ist Teil einer scheinbar superglücklichen Gemeinschaft von Lego-Genossen, die unter der Herrschaft von Lord Business ein ganz normales Leben führen.

Aber da erscheint die verrückte Wyldstyle auf der Bildfläche und eröffnet Emmet, er sei auserwählt, das Lego-Universum zu retten. Das wolle nämlich der Lord mithilfe seines Handlangers Bad Cop/Good Cop in eine vermeintlich perfekte Welt verwandeln – indem alle Steine und Figuren miteinander verklebt werden. Emmet, der es bisher gewohnt war, alles nach (Bau-)Anleitung zu machen, steht plötzlich vor dem Problem, eigene Ideen zu entwickeln, um die Klebstoff-Katastrophe abzuwenden. Aber erstens hat er eine Bande mutiger Superhelden an seiner Seite, und zweitens hat er sich längst in die flotte Wyldstyle verknallt. Die hat allerdings schon einen Freund: Batman.

So bunt, knallig und rundum amüsant geht es selten zu im Kino: „The Lego Movie“ spielt in einer fantastischen Welt, die doch jeder aus dem Kinderzimmer kennt, hat eine clevere Geschichte und legt ein geradezu halsbrecherisches Tempo vor. Stillstand, Langeweile? Nicht mit diesen Lego-Helden, die Steinstadt, das Wolkenkuckucksheim (so heißt eine der Lego-Welten des Films wirklich), den wilden Westen, die Ozeane und den Weltraum rocken.

Denn darum geht es ja in diesem Film: Bleib in Bewegung, sei kreativ, sonst kommt der böse Übervater und treibt dir jeden Spaß aus. Dieser Film zeigt, was alles möglich ist mit Legosteinen: Die am Rechner konstruierten Räume, Häuser, Straßenfluchten, Fahrzeuge aller Art und gigantischen Kulissen sind detailverliebt und perfekt in Szene gesetzt, der Look der originalen Legosteine ist kongenial umgesetzt.

Aber keine Bange: Er ist mehr als eine geschickte Marketingkampagne für die schicken Bausätze des dänischen Klötzchen-Konzerns. „The Lego Movie“ ist eine Actionkomödie mit Verfolgungsjagden, Feuergefechten und steinstarken Gags. Es sind die niedlichen Nebenhandlungen und Sidekicks, die dem Film Leben einhauchen: der Dauerstreit zwischen Superman und Green Lantern, Batman als Prahlhans, der sich über Clark Kent lustig macht, der Kurzauftritt von Han Solo oder die Tatsache, dass auch Lego-Figuren ihren Latte macchiato zu grotesk überteuerten Preisen bei  einer Coffeeshop-Kette kaufen …

Für den Showdown haben sich die Lego-Movie-Macher Phil Lord und Chris Miller („Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“) noch einen ganz besonderen Dreh einfallen lassen – eine ebenso überraschende wie konsequente Auflösung, die dieser Lego-Konstruktion noch einen draufsetzt.

„The Lego Movie“ ist gebaut für alle Altersklassen: Kinder werden die kleinen Helden und tollen Bauten lieben, Eltern sich prima amüsieren über Gags und Anspielungen – und davon träumen, den höchsten Lego-Wolkenkratzer zu bauen. Ohne Klebstoff, versteht sich.

Kinostart: 10. April; Regie: Phil Lord, Chris Miller; FSK: ab 0; Länge: 100 Min.; Verleih: Warner Bros. GmbH; Link: http://www.lego.com/de-de/movie

Hier finden Sie die LEGO MOVIE Bausets.

 

 

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