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A LONG WAY DOWN

A LONG WAY DOWN

A Long Way DownVier Menschen treffen in der Silvesternacht zufällig auf dem Dach eines Londoner Hochhauses aufeinander. Alle mit dem gleichen Vorsatz: sie wollen ihrem Leben ein Ende setzen. Überrumpelt von der unerwarteten Gesellschaft, springt keiner der vier Lebensmüden. Stattdessen schließen sie bei Sonnenaufgang einen Pakt… Am 3. April startet mit „A Long Way Down“ die Verfilmung des gleichnamigen Bestseller-Romans von Nick Hornby in unseren Kinos.

 

Martin Sharp (Pierce Brosnan) hat vor, sich umzubringen – und er hat gute Gründe dafür. Der ehemalige Fernsehmoderator hat, wie er selbst sagt, sein „Leben verschissen“. 18 Monate ist es her, dass er mit einem Mädel im Bett landete, ihres Zeichens noch keine 16 Jahre alt. So steht er nun nach einem kurzen Gefängnisaufenthalt vor den Trümmern seiner Karriere und seines Privatlebens, ohne Job, Ehefrau oder Kontakt zu den beiden Töchtern.

A Long Way Down 1Also besteigt Martin an einem Silvesterabend in London den Topper’s Tower, ein eigentlich wenig auffälliges Bürohochhaus, das unter Selbstmördern jedoch besonders beliebt zu sein scheint. Bevor er allerdings springen kann, muss Martin feststellen, dass er nicht der Einzige ist, dem in dieser Nacht und an diesem Ort der Gedanke an Selbstmord gekommen ist. Seine Dachparty der etwas anderen Art wird zunächst von der alleinerziehenden Mutter Maureen (Toni Collette), dann auch von der 18-jährigen Schülerin Jess (Imogen Poots) und dem Pizza-Lieferanten JJ (Aaron Paul) gesprengt.

Selbstmord vor Publikum kostet noch mehr Überwindung als ohnehin schon. Und so beschließen die vier Lebensmüden nach einigen Stücken kalter Pizza, dass ihre Pläne noch einmal verschoben werden müssen. Jess in ihrer übersprudelnd-emotionalen Art nötigt die anderen dazu ihr Gefühlsleben
zu offenbaren. Was Martin auf das Hochhausdach trieb, wissen natürlich alle, schließlich beschäftigte sein Privatleben monatelang die Presse. Im Falle von Jess dagegen ist es das Ende einer Liebe und die Wut auf ihren Freund gewesen, bei Maureen das Gefühl von Hilflosigkeit. Und JJ berichtet, dass er an einem Gehirntumor leidet, bei dem die Ärzte keine Hoffnung mehr haben.

A Long Way Down 2Als Jess sich zu einer wilden Party verabschiedet, wird den anderen schnell klar, dass sie das mental nicht eben ausgeglichen wirkende Mädchen vielleicht besser nicht allein lassen sollten. Die richtige Entscheidung, wie sich schnell zeigt, denn Jess hat eine Überdosis genommen. Im Krankenhaus pocht die 18-Jährige darauf, dass alles ein Versehen gewesen sei und sie sich mit den Drogen nicht umbringen wollte. Doch die Erschütterung steckt allen vier tief in den Knochen – die wahren Gründe sind bei allen ohnehin sehr viel komplexer, als das, was sie nach außen preisgeben – und so lassen sie sich von Jess bei Sonnenaufgang zu einem ungewöhnlichen Pakt überreden: Neuer Selbstmordtermin ist der Valentinstag und bis dahin bringt sich niemand um.

Es bleiben sechs Wochen, die gemeinsam überlebt werden müssen …

Mit typisch britisch-schwarzem Humor setzt Pascal Chaumeil („Der Auftragslover„) die ungewöhnliche Geschichte und Freundschaft um vier Selbstmordkandidaten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, in Szene.

Nick Hornby – Das Genie mit den charmanten Segelohren 
Seine Geschichten sind das Spiegelbild verschrobener Gedanken, überwiegend männlicher Protagonisten, werden regelmäßig verfilmt und sind schon lange Teil der Popkultur. Schriftsteller Nick Hornby, geboren am 17. April 1957 in Redhill in Großbritannien, gilt als einer der wichtigsten Vertreter moderner, internationaler Literatur.

Der notorische Glatzenträger mit seinen charmanten Segelohren studierte Anglistik an der University of Camebridge und entwickelte bereits in seiner Studienzeit eine Faible für das kreative Schreiben. Neben dem Studium schrieb er diverse Hörspiele und Theaterstücke. Beruflich widmete sich Hornby jedoch erst 1992 gänzlich der Tätigkeit als Schriftsteller.

Seitdem verfasste Hornby neben seinen Romanen auch einige Kurzgeschichten und engagiert sich als Gründungsmitglied für die Wohltätigkeitsorganisation „TreeHouse“, die sich für eine bessere Betreuung von autistischen Kindern an Schulen einsetzt.

Das Talent zum Schreiben ist Nick Hornby möglicherweise in die Wiege gelegt worden, denn auch seine Schwester, Gill Hornby, ist eine populäre Autorin. Immer ein bisschen autobiografisch und immer ein bisschen anders übersetzt Nick Hornby Themen aus dem Alltag in eine Geschichte, die sich irgendwo zwischen Ernst und Komik, zwischen Lebenslust und Melancholie orientiert.

Vor allem sein Roman „A Long Way Down“(2005) steht für die Zwiespältigkeit zwischen Höhenflug und tiefem Fall. Vier völlig unterschiedliche Menschen planen sich in der Sylvesternacht das Leben zu nehmen. Die Hauptfiguren könnten unterschiedlicher nicht sein. Der ehemalige Moderator Martin Sharp verdankt seinem ausschweifenden Nachtleben und einem One-Night-Stand mit einer Minderjährigen nicht nur den Verlust seiner Karriere, sondern auch seiner Familie. Die durchgeknallte Jess spricht schneller, als sie denkt und tritt damit regelmäßig in alle erdenklichen Fettnäpfchen. Die zurückhaltende Maureen ist das völlige Gegenteil. Die Mutter eines schwer behinderten Kindes widmet ihr ganzes Leben der Pflege ihres Sohns. Der Musiker J.J. ist unzufrieden mit seinem Leben. Seine Rock-Band zerfällt, seine Freundin verlässt ihn und er muss Pizzen ausliefern, um über die Runden zu kommen.

Der Roman „A Long Way Down“ wird abwechselnd aus den vier Perspektiven der vier Protagonisten erzählt. Hornby passt dabei die Sprache dem jeweiligen Protagonisten an. Die Handlung ist geprägt durch die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Charaktere. Weitere zentrale Themen des Romans sind Einsamkeit, Depression, Gruppendynamik und natürlich Suizid.

Mit der Verfilmung „A Long Way Down“ wurde bereits das fünfte Buch von Nick Hornby als Film adaptiert. In den Hauptrollen der Dramödie sind Ex-James Bond Pierce Brosnan, Toni Collette („Ganz weit hinten„), Imogen Poots („Chatroom„) und „Breaking Bad“-Star Aaron Paul zu sehen.

A Long Way Down_PlakatKinostart: 3. April 2014; Regie: Pascal Chaumeil; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 92 Minuten; Verleih: DCM Film Distribution; Link: alongwaydown.de

 

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