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PETTERSSON UND FINDUS – KLEINER QUÄLGEIST, GROSSE FREUNDSCHAFT

PETTERSSON UND FINDUS – KLEINER QUÄLGEIST, GROSSE FREUNDSCHAFT

Pettersson und Findus - Kleiner Quaelgeist grosse FreundschaftAufgepasst: Am 13. März kommen „Pettersson und Findus“ als Realfilm-Abenteuer nach den beliebten Kinderbüchern von Sven Nordqvist in die Kinos. Ebenso liebevoll und lustig wie in den Büchern erzählt der Film mit Ulrich Noethen als kauzigem Pettersson und einem – na klar – animierten Findus (denn nur sprechende Katzen tragen ja bekanntlich Hosen) die berührende Geschichte über Liebe, Freundschaft, Vertrauen und Geborgenheit, die nicht nur Kinderherzen erobern wird.

 

Irgendwo in Schweden lebt in einem roten Haus der schrullige alte Pettersson (Ulrich Noethen). Er hat einen Hühnerstall, einen Schuppen zum Basteln und erfindet tolle Sachen, wie zum Beispiel die Krümel-vom-Tisch-Fegemaschine. Nur manchmal fühlt er sich doch ein wenig einsam. Das ändert sich, als ihm eines Tages seine Nachbarin Beda Andersson (Marianne Sägebrecht) überraschend einen Kater in einem Karton mit dem Aufdruck „Findus grüne Erbsen“ schenkt. Auf der Flucht vor Petterssons grimmigem Nachbar Gustavsson (Max Herbrechter) und seinem Jagdhund Happo ist ihr der Kleine beim Pilzesammeln im Wald direkt vor die Füße gepurzelt…

Pettersson und Findus - Kleiner Quaelgeist grosse Freundschaft 1
Der Name für den Kater ist doch klar, findet Pettersson – der steht ja schließlich auf dem Karton. Aber irgendwie fühlt er sich zu alt, um Vater zu werden. Also wird Findus sein bester Freund – wenn der doch nur mit ihm reden könnte! Als der kleine Kater plötzlich anfängt zu sprechen, was irgendwie mit einer Sternschnuppe zu tun haben muss, staunt Pettersson nicht schlecht. Und Findus will auch gleich eine grüne Hose und natürlich zum Geburtstag eine köstliche Pfannekuchentorte – denn „Geburtstag ohne Torte ist, wie wir alle wissen, Mist!“. Von jetzt an feiert Petterssons geliebter kleiner Quälgeist mindestens zwei Mal im Jahr Geburtstag.

Pettersson und Findus - Kleiner Quaelgeist grosse Freundschaft 5Neben Pettersson freundet sich Findus auch mit den winzigen und sehr frechen Mucklas an, die heimlich hinter Petterssons Wand wohnen. Einmal retten die cleveren Winzlinge ihn sogar vor Happo, der Gustavsson wieder einmal ausgebüxt ist. Der ungehorsame Jagdhund hört noch schlechter als sein ewig grummeliges Herrchen. Nachbar Gustavsson hat sich nämlich extra Watte in die Ohren gesteckt, denn sein Hahn kräht und kräht und kräht so laut, dass es ihn zur Verzweiflung treibt. Doch bevor das Federvieh in Gustavssons Kochtopf landet, ist die herzensgute Beda Andersson zur Stelle und bittet Pettersson, den Schreihals ebenfalls bei sich aufzunehmen, er könnte ja die Hühner vor dem Fuchs beschützen, der die Gegend unsicher macht…

Pettersson und Findus - Kleiner Quaelgeist grosse Freundschaft 4Über den männlichen Neuzugang herrscht im Hühnerstall dann große Aufregung, denn die Hennen sind vor Freude ganz außer sich. Nur Findus ist unglücklich, erhält doch der Hahn nicht nur die ungeteilte Aufmerksamkeit der Hühner, sondern auch von Pettersson. Der kleine Kater fürchtet, seinen besten Freund zu verlieren. Hat Pettersson etwa schon vergessen, wie heldenhaft sie den Fuchs ausgetrickst haben, der sich wohl heimlich in den Hühnerstall stehlen wollte? Zwar hat ihr ausgeklügelter Abwehrmechanismus aus Hühner-Attrappe mit Pfefferfüllung, Feuerwerkskörpern und Spuk-Seilbahn samt Findus als Gespenst vor allem Gustavsson auf seiner Pirsch erschreckt, jedoch blieben die Hennen dadurch glücklicherweise vollzählig.

Pettersson und Findus - Kleiner Quaelgeist grosse Freundschaft 6

Nun steht Pettersson jedoch mit den Hühnern auf und frühstückt mit dem Hahn statt mit dem kleinen Findus. Dieser mit Federn geschmückte Angeber plustert sich ganz schön auf, findet Findus, und will schon weglaufen. Aber ganz so leicht will er dem Rivalen sein schönes Zuhause dann doch nicht überlassen und greift zu einer List…

Pettersson und Findus – wie alles begann
Ursprünglich hatte Autor Sven Nordqvist die Idee, über zwei ältere Herrschaften zu schreiben, die sich ständig verzetteln: Jedes Mal kommt etwas dazwischen oder es gibt immer noch etwas zu tun, bevor sie zur eigentlichen Sache kommen. Darüber haben die beiden dann schon fast vergessen, was sie überhaupt vorhatten. Der alte Herr sollte jemanden haben, mit dem er alles besprechen kann. So dachte sich Nordqvist schließlich ein sprechendes Haustier aus.

Seinen Namen verdankt der kesse Kater Findus einem schwedischen Lebensmittelkonzern: Beda Andersson überreicht Pettersson seinen neuen Mitbewohner nämlich – noch ohne seine gestreifte Hose – in einem Karton mit dem Aufdruck „Findus grüne Erbsen“. Der erste Band der beliebten Bilderbuchreihe, die in 29 Sprachen übersetzt worden ist und in Deutschland im Oetinger-Verlag erscheint, wurde 1984 veröffentlicht: „Eine Geburtstagstorte für die Katze“. Erst in Band 9 – nachdem der schrullige Pettersson und sein quirliger Hausgenosse bereits so manches Abenteuer bestanden hatten (etwa „Ein Feuerwerk für den Fuchs“, 1987; „Pettersson zeltet“; 1993), Findus Fleischklößchen angepflanzt („Aufruhr im Gemüsebeet“, 1991) und Pettersson eine Weihnachtsmannmaschine erfunden hatte („Morgen, Findus, wird’s was geben“, 1995), erzählte Sven Nordqvist nachträglich „Wie Findus zu Pettersson kam“ (2002) – und überraschend seine ersten Worte spricht: Als Pettersson die Zeitung liest, blickt ihm Findus über die Schulter und sagt: „So eine Hose will ich auch haben.“

Neben den beliebten Bilderbüchern sind mehrere Liederbücher, „Kochen mit Pettersson und Findus“, ein Fotoalbum zum Selbermachen mit Illustrationen von Sven Nordqvist, ein „Wimmelbilderbuch“, Kalender, „Findus lernt lesen“ für Vorschulkinder und diverse Hörspiele erschienen. 2013 konnten sich kleine und große Leser über eine ganz neue Geschichte von Pettersson und Findus freuen: Mit „Findus zieht um“ legte Nordqvist nach über zehn Jahren Band 10 der Reihe vor.

Neben dem kauzigen Hausherrn und seinem frechen Kater gibt es noch eine ganze Reihe von Figuren, die in der Männerwirtschaft für viel Spaß und einige Verwicklungen sorgen. Dazu zählen Petterssons zehn dumme Hühner, die am liebsten Kaffeeklatsch halten. Die „Mucklas“ sind wichtelartige Wesen, die heimlich in Petterssons Haus leben und oft ein Durcheinander anrichten, wenn sie wieder mal Haushaltsgegenstände verstecken. Der neugierige Nachbar Gustavsson tratscht gern. Manchmal tut Pettersson ihm den Gefallen und erfindet wilde Geschichten, damit Gustavsson etwas zu erzählen hat. Und dann ist da natürlich noch die gütige Nachbarin Beda Andersson, für die Pettersson insgeheim womöglich mehr empfindet als Freundschaft. Jedenfalls hat er sein Boot auf den Namen „Beda“ getauft (siehe „Armer Pettersson“, 1988). Aber das ist ein Thema für die Großen.

Erfinder Sven Nordqvist selbst erklärt sich den Riesenerfolg seiner kleinen Helden so: „Alles ist überschaubar, man lebt in der Natur und ist sich näher als in der Stadt. Vielleicht kümmern wir uns auch mehr um die Kinder, haben mehr Respekt vor ihnen als Individuen. Deshalb ist Pettersson auch so beliebt bei Kindern, weil er vieles erlaubt, nicht bestraft und Geborgenheit vermittelt.“

„Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft“ schafft es tatsächlich, fast alle Geschichten über die beiden ungleichen Freunde in einem Film zu erzählen – und das so, als würde man eine völlig neue Geschichte vom kauzigen alten Mann und seinem kleinen frechen Kater erleben. Das Erfreulichste ist allerdings, dass diesen Film die gleiche heimelige wie fantastische Aura umgibt, wir Groß und Klein sie auch an den Büchern lieben. Das mag wohl daran liegen, dass Sven Nordqvist das Filmteam von Anfang an aktiv bei der Drehbuchentwicklung sowie bei der Entstehung des Findus-Modells unterstützt hat. Von Letzterem mögen einige enttäuscht sein, die eine animierte Version der Nordqvist-Zeichnungen erwarten und somit weniger auf „glatte“ Konturen stehen. Dieser Findus passt aber bestens in die wunderbar übersteigerte Idealwelt der Natur, wo Frühlingsblumen neben vollreifen Brombeeren wachsen und eigentlich jeder Strauch Rosenblüten trägt. Mit der Darstellung der „Mucklas“ dürften diese Kritiker aber wieder besänftigt sein.

Wer bei Ulrich Noethen befürchtet, dass er die Taschenbier-Version eines Pettersson abliefert, der kann sich entspannen. Denn Herr Noethen hatte offensichtlich größten Spaß, in der Rolle des verschrunzten alten Kauzes mal so richtig auf die Pauke zu hauen. Und die liebevollen Töne gelingen ihm ja sowieso: „Wenn man Pfannekuchentorte teilt, wird sie immer weniger. Aber wenn man Freundschaft teilt, wird sie immer mehr.“

Von einer wunderbaren Pfannekuchentorte kann man einfach nicht genug bekommen! Ob zum Geburtstag, zu Ostern oder Zwischendurch. Deswegen geben Pettersson und Findus ihr Pfannekuchenrezept preis:

Pettersson und Findus - Kleiner Quaelgeist grosse Freundschaft 2

Rezept für Findus‘ Pfannekuchentorte
Das braucht man:

Für die Pfannekuchen:                                                    Für die Füllung:
5 Eier                                                                            200 ml Schlagsahne
400 ml Milch                                                                  Marmelade
3 EL Zucker
1 TL Salz                                                                       + Fett zum Ausbacken
250 g Mehl                                                                     Beeren oder Süßigkeiten zum Garnieren
100 ml Mineralwasser
2 EL Butter

Und so wird’s gemacht:
– Mit einem Mixer die Eier, 200 ml Milch, Zucker und Salz verquirlen, nach und nach das Mehl unterrühren und aufpassen, dass keine Klümpchen entstehen.

– Den Rest der Milch und das Wasser hinzufügen, gut durchrühren und den Teig 15 – 20 Minuten ruhen lassen.

– Butter in der Pfanne erhitzen, pro Pfannekuchen etwa eine Suppenkelle Teig in die Pfanne geben und die Pfannekuchen von beiden Seiten goldgelb backen. Die Pfannekuchen gut abkühlen lassen.

– Die Sahne steif schlagen, die Pfannekuchen abwechselnd mit Marmelade und Sahne bestreichen und aufeinander schichten.

– Nach Lust und Laune garnieren.

Und nun wünschen Pettersson und Findus: „Guten Appetit“!

Quelle: „Kochen mit Pettersson und Findus“, erschienen im Oetinger Verlag

Pettersson und Findus - Kleiner Quaelgeist grosse Freundschaft_PlakatKinostart: 13. März 2014; Regie: Ali Samadi Ahadi; FSK: ohne; Länge: 90 Minuten; Verleih: Senator; Link: pettersson-und-findus.de/film

 

 

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