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SAVING MR. BANKS

SAVING MR. BANKS

Saving Mr. Banks_1Erfolgsgewohnter Hollywoodproduzent trifft auf widerspenstige Romanautorin – so lässt sich der Inhalt des am 6. März in den Kinos startenden Films „Saving Mr. Banks“ mit Tom Hanks und Emma Thompson zusammenfassen. Es geht um die Entstehungsgeschichte von „Mary Poppins“ als Musicalfilm und die explosive Begegnung zwischen Walt Disney und der australisch-britischen Autorin P. L. Travers, für die Mary Poppins weit mehr war, als nur eine fantastische Erfindung in einem wunderbaren Buch.

 

1961: Schon seit Jahren bemüht sich Hollywood Produzent Walt Disney (Tom Hanks) mit allen Mitteln um die Rechte an „Mary Poppins“, dem Lieblingsbuch seiner Töchter. Die britische Autorin P.L. Travers (Emma Thompson) sträubt sich hartnäckig, aber Disney gibt nicht auf und schließlich, als die finanziellen Mittel Ihres Bestsellers langsam zur Neige gehen, willigt die Schriftstellerin ein, Walt Disneys Einladung nach Los Angeles anzunehmen, der ihr persönlich das Konzept für seine „Mary Poppins“-Verfilmung präsentieren möchte. Um sie gnädig zu stimmen, gesteht Disney ihr sogar das letzte Wort beim Drehbuch zu.

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So landet Miss Travers widerstrebend im anstrengend sonnigen Los Angeles. Die Limousine, die sie am Flughafen abholt und der gutmütige Chauffeur Ralph (Paul Giamatti), der sich durch Travers‘ spitze Bemerkungen nicht aus der Ruhe bringen lässt, heben ihre Laune kein bisschen: Schon bei der Ankunft in ihrer vornehmen Hotelsuite wird sie von einer überdimensionalen Plüsch-Mickey Maus und sämtlichen anderen Disney Figuren „überfallen“.

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Das erste Treffen mit Walt Disney und seinem Autoren und Komponistenteam verläuft entsprechend holprig: Drehbuchautor Don DaGradi (Bradley Whitford) und das Komponisten-Duo Richard (Jason Schwartzman) und Robert Sherman (B.J. Novak) geben ihr Bestes, um die mürrische Autorin mit fröhlichen Storyboards und Songs für ihr Konzept zu gewinnen. Doch die überschwängliche Art der Amerikaner geht der britischen Lady auf die Nerven. Und erst diese grauenhaften Ideen! Alles Mumpitz, findet P.L. Travers. „Mary Poppins“ als Musical zu verhunzen, kommt überhaupt nicht in Frage! Wo bleibt da der Tiefgang? Außerdem sollte Mary Poppins‘ Arbeitgeber Mr. Banks auf keinen Fall einen Schnurrbart tragen! Und die Farbe Rot darf auf keinen Fall im Film vorkommen!

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Was Mr. Disney nicht weiß: Mr. Banks, der heimliche Held in „Mary Poppins“, den die Schriftstellerin so erbittert gegen die vermeintliche Trivialisierung durch Hollywood verteidigt, hat ein sehr reales Vorbild: P.L. Travers stammt nicht etwa aus England, wie alle glauben, sondern aus Australien. Ihr Vater hieß Travers Goff (Colin Farrell). 1906 muss die Familie ihr repräsentatives Stadthaus aufgeben und aufs Land ziehen. In einem winzigen Ort im Outback hat Travers Goff Arbeit in einer Bank gefunden. Er ist zwar ein liebevoller Vater und sensibler Feingeist, doch Travers ist auch Alkoholiker und setzt dadurch seinen Job wie auch den Ruf der Familie aufs Spiel. Für seine Tochter ist er trotz allem der wunderbarste Vater, voller Phantasie, Zuwendung und Liebe zu seiner Tochter. Doch selbst die lebenskluge Tante Ellie, Schwester der Mutter und Vorbild für P.L.Travers spätere Heldin Mary Poppins, die zur Familie stößt, als alles zusammenbricht, kann den Vater nicht mehr retten.

Saving Mr. Banks
Die Verhandlungen drohen endgültig zu scheitern, als Miss Travers entdeckt, dass man trotz ihres Vetos auch animierte Sequenzen für den Film geplant hat. Sie verweigert die Vertragsunterschrift und reist ab…

„Saving Mr. Banks“ ist die Geschichte einer Leidenschaft rund um einen der schönsten Filme der Kinogeschichte: Unter der Regie von John Lee Hancock („Blind Side – Die große Chance„) brillieren in den Hauptrollen die zweifachen Oscar-Preisträger Emma Thompson („Beautiful Creatures„) und Tom Hanks („Captain Phillips„). Ihnen zur Seite steht ein hochkarätiger internationaler Cast: Colin Farell („Winter’s Tale„), der Oscar nominierte und mit einem Emmy ausgezeichnete Paul Giamatti („Barney’s Version„), Jason Schwartzman („Rushmore“), Emmy-Preisträger Bradley Whitford („The West Wing – Im Zentrum der Macht“), die britische Schauspielerin Ruth Wilson („Lone Ranger„), B.J. Novak („The Office“), Oscar- und Emmy-Preisträgerin Rachel Griffiths („Six Feet Under“) sowie die mehrfache Emmy-Gewinnerin Kathy Baker („Picket Fences – Tatort Gartenzaun“).

Pünktlich zum 50. Jubiläum ist übrigens der legendäre Musicalfilm „Mary Poppins“ von Regisseur Robert Stevensons am 20. Februar 2014 endlich digital restauriert erstmalig in perfekter Bild- und Tonqualität auf Disney High-Definition Blu-ray erschienen.

„Mary Poppins“ geriet zur schwierigsten Herausforderung und zum größten musikalischen Erfolg in den Karrieren der Sherman-Brüder. Für das gutgelaunte Musical schrieben sie vierzehn neue Songs, darunter heutige Klassiker, wie „Wenn ein Löffelchen voll Zucker“, „Ist das ein herrlicher Tag“, „Ich lach so gern“, „Chim Chim Cheree“, „Täglich schon früh, füttert die Vögelchen“, „Schritt und Tritt“, „Bleibt schön wach und schlaft nicht ein“, „Wir sind die Kämpfer fürs Frauenrecht“, „Es träumt ein Mann, er wäre sehr erfolgreich“, „Ich bin voll Stolz – und bin zutiefst zufrieden“ und „Supercalifragilistichexpialigetisch“. Den letzten Titel hatten sich die Sherman-Brüder einst als Zungenbrecher während eines langweiligen Sommercamps ausgedacht. Das Fantasiewort war in Vergessenheit geraten, bis Disney um einen superlativen Superlativ bat, mit dem er ein Plot-Highlight akzentuieren konnte. Also lieferten Bob und Dick nicht nur das Wort, sondern auch den Hit-Song dazu, der noch heute in jedermanns Ohren nachhallt:

50925_SMrBanks_HP_A3_rz.inddKinostart: 6. März 2014; Regie: John Lee Hancock; FSK: ohne; Länge: 131 Minuten; Verleih: Walt Disney Pictures.

 

 

© Disney

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