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TARZAN 3D

TARZAN 3D

Tarzan 3D100 Jahre nach ihrer Entstehung erlebt eine der wohl bekanntesten Figuren der Weltliteratur ein neues, atemberaubendes Animationsabenteuer: Tarzan. Der König des Dschungels erobert ab 20. Februar die deutschen Kinos. Von „Konferenz der Tiere“-Regisseur Reinhard Klooss in Szene gesetzt, ist die Neuerfindung des zeitlosen Helden von Edgar Rice Burroughs ein spannendes, modernes 3D-Familienabenteuer.

 

Den abenteuerlustigen New Yorker Unternehmer John Greystoke hat es mit seiner Familie in den zentralafrikanischen Dschungel verschlagen, denn er ist beseelt von der Idee, hier einen legendären Meteor zu finden. Der soll vor 70 Millionen Jahren hier niedergegangen sein und damit alles Leben auf dem Planeten ausgelöscht haben. Greystoke ist überzeugt davon, dass von dem außerirdischen Gestein eine besondere Kraft ausgeht. In den richtigen Händen, so hofft er, könnten damit die Energieprobleme der Welt gelöst werden.

Während sein kleiner Sohn John Jr., genannt Jayjay, den Dschungel als größten Spielplatz der Welt erforscht und sich vorstellt, er sei der Herr des Dschungels Tarzan, was übersetzt „das Junge ohne Fell“ bedeutet , beißt sich sein Vater die Zähne bei seinen Expeditionen aus. Resigniert muss er jedoch Afrika wieder den Rücken kehren – sein Weggefährte, der idealistische Anthropologe Porter, entscheidet sich zu bleiben und das Camp in dem Land, das er liebt, weiterzuführen.

Gerade als der Hubschrauber mit der Familie Richtung Heimat abdrehen will, lichtet sich endlich der zuvor absolut undurchdringliche Nebel und gibt den Blick frei auf einen gewaltigen Krater. Greystoke lässt den Hubschrauber landen, entdeckt den Zugang zu einer Höhle und bahnt sich einen Weg in eine Art Halle zum „Herz“ des Meteors, nach dem er so lange vergeblich gesucht hat. Als er ein Stück davon abschlägt, erwachen der Meteor und der ihn umgebende Vulkan plötzlich zum Leben.

In letzter Sekunde gelingt den Greystokes der Abflug, doch in dem ausbrechenden Unwetter gerät der Hubschrauber außer Kontrolle und zerschellt mitten in den steilen Berghängen.

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Neugierig nähern sich Gorillas dem Wrack. Das Weibchen Kala und drei junge Gorillas entdecken den bewusstlosen, aber unversehrten Jayjay – den einzigen Überlebenden. Kala hat selbst gerade erst ihren kleinen Sohn verloren, nimmt den Jungen, der sich „Tarzan“ nennt, in ihre Obhut und zieht ihn wie ihr eigenes Kind auf. In seiner neuen Familie wächst er heran und lernt, sich gegenüber den männlichen Gorillas zu behaupten. Die schrecklichen Ereignisse seiner Kindheit hat er verdrängt.

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Fast zehn Jahre vergehen, bis Tarzan wieder auf einen Menschen trifft: die mutige und schöne Jane Porter besucht ihren Vater. Diese Erfahrung trifft Tarzan bis ins Mark. Der Gedanke, wer und was er wirklich ist, lässt ihm keine Ruhe. Als er auf einem seiner üblichen Streifzüge durch den Dschungel das zerschellte Wrack des Hubschraubers findet, wird seine Erinnerung geweckt. Er will mehr über seine Herkunft erfahren, aber ist sich auch bewusst, dass seine Vergangenheit wohl für immer verborgen bleiben wird.

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Weitere fünf Jahre sind vergangen. Tarzan ist 19 Jahre alt und lebt, umgeben von Erinnerungsstücken aus dem Helikopterwrack, in einem Baumhaus. Als in einer Auseinandersetzung mit dem Oberhaupt der Gorillafamilie unbemerkt das alte Funkgerät aktiviert wird, geht bei Greystoke Energies in New York ein Signal ein. Der skrupellose Manager William Clayton, der die Firma seit John Greystokes Tod leitet, begleitet die mittlerweile als Umweltaktivistin engagierte Jane bei ihrem Besuch in Afrika – und verfolgt dabei ganz eigennützige Pläne. Jane und Tarzan geraten in seine Schusslinie. Jetzt muss Tarzan all seine im Dschungel erworbenen Fähigkeiten und seinen Verstand einsetzen, um seine Heimat zu retten und die Frau, die er liebt.

Kaum ein Werk der Literatur hat in den 100 Jahren seit seiner Entstehung einen derart überwältigenden Einfluss auf die Fantasie von Jugendlichen auf der ganzen Welt erzielen können wie Edgar Rice Burroughs „Tarzan“. Den ersten Zeitschriftenabdrucken von „Tarzan of the Apes“ in den Jahren 1912 und 1913 sowie der ersten Buchveröffentlichung im Jahr darauf folgten bis 1939 weitere 23 Fortsetzungen. Im Januar 1929 erschien das erste Tarzan-Comic, gezeichnet von Hal Foster. Seither haben sich immer wieder Meister des Genres vom Herrn des Dschungels inspirieren lassen.

Bereits 1918 entstand die erste Verfilmung des Stoffes mit Elmo Lincoln in der Titelrolle. Bis heute sind an die neunzig weitere Verfilmungen dazu gekommen, einschließlich diverser Fernsehserien – damit ist Tarzan mit „Dracula“ der am meisten adaptierte Filmstoff überhaupt. Unvergesslich bleiben bis heute die Adaptionen mit Johnny Weissmuller und Maureen O’Sullivan, die erstmals 1932 als Tarzan und Jane im Kino zu sehen waren – bis 1948 sollte Weissmuller auf insgesamt zwölf Auftritte als Herr des Dschungels kommen. Bei Weissmullers erstem Filmauftritt feierte auch der legendäre Tarzanschrei seine Premiere.

Lex Barker (1949 bis 1953: fünf Auftritte), Gordon Scott (1955 bis 1960: sechs Auftritte – der erste Tarzan in Farbe), und Ron Ely (Fernsehserie in den Sechzigerjahren) sind die bekanntesten Namen, die in Weissmullers Fußstapfen traten. Neue Interpreten des Helden, der von Tieren aufgezogen wird und seine Welt unerschrocken gegen alle Eindringlinge verteidigt, haben den Tarzan-Hype immer wieder neu entfacht und über die Jahrzehnte hinweg am Leben gehalten.

Die Achtziger haben mit „Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen“ und Christopher Lambert in der Hauptrolle eine kritische Bearbeitung hervorgebracht. Und mit Disneys Animationsfilm aus dem Jahr 1999 folgte eine lebenslustige Musical-Adaption, deren Score von Phil Collins das 2008 uraufgeführte erfolgreiche Musical inspirierte.

Edgar Rice Burroughs wurde 1875 in Chicago geboren. Dass er als einer der populärsten Autoren in die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts eingehen würde, war nicht abzusehen, als er Anfang 1913 seinen ersten Tarzan-Roman veröffentlichte. Burroughs hatte eine schwere Jugend voller Rückschläge und Demütigungen hinter sich. Es ist offensichtlich, dass Tarzan auch eine ganz persönliche Projektionsfigur für Burroughs war. Während der Entstehungszeit der Figur litt er an Depressionen und hatte Selbstmordgedanken. In seiner Verzweiflung versuchte er sein Glück als Schriftsteller. Mit der dritten Erzählung, „Tarzan of the Apes“, knackte er schließlich den Jackpot, denn er hatte eine Figur entworfen, der Missgunst, Intrigen, Krankheiten und andere Widrigkeiten unserer Zivilisation nichts anhaben können. Burroughs psychologische Studien seines zwischen zwei Welten hin- und hergerissenen Helden erreichen zuweilen die literarischen Höhen der großen französischen Romanciers.

Von Regisseur Reinhard Klooss auf einem der größten Motion-Capture-Sets der Welt mitten in den Bavaria Filmstudios in Szene gesetzt, ist die Neuerfindung des zeitlosen Helden von Edgar Rice Burroughs ein modernes 3D-Familienabenteuer mit den deutschen Stimmen von Alexander Fehling (als Tarzan), Lena Meyer-Landrut (als Jane), Wigald Boning (als Porter), Kai Wiesinger (als Clayton) und Ben Becker (als Erzähler). Mit der neuen Surround-Sound-Technik Dolby Atmos bietet „Tarzan 3D“ auch akustisch überwältigend neue Eindrücke.

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Wenn sich Tarzan in wunderbar detailreichen Animationen in 3D über die Kinoleinwände schwingt, wird man ihn oft im Kreise seiner Berggorilla-Familie sehen können, mit der er im dicht bewaldeten Dschungel Zentralafrikas lebt. Um das Verhalten von Affen und das Aussehen eines echten Dschungels zu studieren, reiste der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent von Tarzan mehrfach nach Afrika und besuchte dabei auch den Virunga Nationalpark. Diesem Naturjuwel droht– wie so vielen – die Zerstörung.

Übrigens: Obwohl Berggorillas als die sanften Riesen bekannt sind und das King Kong Image schon lange ablegen konnten, ist eine Begegnung mit einem Silberrücken, der sich oder seine Familie in Gefahr sieht, keine angenehme Sache. Sie reagieren dann mit sogenannten Scheinangriffen, bei dem das 200 kg schwere Tier auf den Eindringling bei voller Geschwindigkeit und mit furchterregendem Geschrei zu rennt und erst wenige Meter vor der Person stoppt. Zeigt sich der Eindringling unterwürfig passiert, meist nichts, nur davonrennen sollte man nicht, denn das hat schon zu Bisswunden geführt. Diese Scheinangriffe dienen dazu den Eindringling in Schach zu halten, damit sich die Weibchen und ihre Kinder in der Zwischenzeit in Sicherheit bringen können. Bei Wilderern mit Gewehren nutzt diese Taktik dem mutigen Gorillachef leider nichts, diese töten erst den Silberrücken und dann gegebenenfalls den Rest der Gruppe.

Fazit: „Tarzan 3D“ unbedingt ansehen, die Geschichte von Greystoke in seiner Gesamtheit genießen und bei faszinierender Musik, atemberaubenden Bildern und actiongeladener Handlung davon träumen, selbst ein Kind des Dschungels zu sein!

Tarzan 3D_PlakatKinostart: 20. Februar 2014; Regie: Reinhard Klooss; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 94 Minuten; Verleih: Constantin Film; Link: tarzan3d-film.de

 

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