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Special Familienurlaub: Wo Kinder billiger reisen – was taugen Kinderfestpreise und Ermäßigungen?

Special Familienurlaub: Wo Kinder billiger reisen – was taugen Kinderfestpreise und Ermäßigungen?

TUBA136 7S01Mit Kinderfestpreisen oder Ermäßigungen für den Familienurlaub werben viele Reiseveranstalter. Aber wo reisen Kinder wirklich billiger? Wir haben uns die Angebote von TUI bis Tjaereborg genau angeschaut: Wer Geld sparen will, muss genau nachrechnen.

Im Februar wird es höchste Zeit, sich über den Sommerurlaub Gedanken zu machen. Wenn’s draußen kalt ist, wärmt die Vorfreude auf ein paar Tage oder Wochen am Strand oder unter Palmen umso mehr. Und: Noch bieten viele Reiseveranstalter zum Teil kräftige Rabatte für Frühbucher an. ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg etwa locken noch bis Ende des Monats mit „Turbofrühbucherrabatten“ von bis zu 35 Prozent, bei der TUI-Billigmarke 1-2-Fly gibt’s Ermäßigungen von bis zu 30 Prozent für bestimmte Destinationen.

Wer mit Kindern verreist, muss in der Regel ganz besonders aufs Urlaubsbudget achten. Da zählen nicht nur Frühbucherrabatte, sondern vor allem Festpreise und Ermäßigungen für die mitreisenden Kids. Denn sonst könnte der Familienurlaub schnell zu einem teueren Vergnügen werden. Die meisten Reiseveranstalter haben ein Herz für Familien und lassen die Kinder zu ermäßigten Tarifen mitreisen.

Aber wie viel Geld können Familien mit Kindern tatsächlich bei welchem Reiseveranstalter sparen? TUI, Neckermann und Co. werben mit „100 Prozent Ermäßigung“ und supergünstigen „Kinderfestpreisen“ – da kommt manchmal der Eindruck auf, die lieben Kleinen fahren umsonst mit oder kosten höchstens ein Taschengeld.

Kostenlos reisen nur die Kleinsten

Wirklich umsonst reisen in der Regel nur Kleinkinder bis 2 Jahre, denn die brauchen keinen eigenen Patz im Flieger und kommen problemlos im Zimmer der Eltern unter. Alle anderen Kinder kosten – aber es gibt Ausnahmen. Etwa bei Alltours: Der Familienurlaubs-Spezialist feiert dieses Jahr 40-jähriges Jubiläum und lässt seine Kunden mitfeiern. Bei Alltours wohnen Kinder in diesem Sommer in rund 80 Hotels in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Kroatien, Polen, Ungarn, Tschechien und der Schweiz – bei eigener Anreise – gratis. Das gilt in vielen Hotels sogar für Kinder bis zum Alter von 17 Jahren.

Für mehr als 50 Alltours-Hotels rund ums Mittelmeer und auf den Kanaren gelten die Kinder-Ermäßigungen auch für Jugendliche bis zu 21 Jahren. Die Ermäßigungen von bis zu 50 Prozent gibt’s aber nur auf den Hotelpreis, nicht auf Tickets und eventuelle Nebenkosten. Die Preisgestaltung verläuft allerdings intransparent: Wer bei Alltours einen Familienurlaub mit Kinderermäßigung bucht, erfährt nur den Gesamtpreis für alle Reisenden und nicht die Höhe des Rabatts fürs Kind.

Kinderfestpreise bei Thomas Cook und TUI

Der Reisekonzern Thomas Cook arbeitet da anders – nicht unbedingt günstiger, aber mit klarer Ansage. Für die 37 Hotels der Familywelt etwa gelten Kinderfestpreise ab 259 Euro pro Kind und Woche. Ähnlich sieht’s bei der Cook-Konzernmarke Neckermann Reisen aus. Hier beginnen die Kinderfestpreise bei 209 Euro, zum Beispiel an der Türkischen Riviera. Zum Vergleich: Die Eltern zahlen pro Person in dem entsprechenden Hotel ab 588 Euro – die Kinderermäßigung liegt also bei über 60 Prozent auf den Gesamtpreis.

Auch Marktführer TUI setzt auf Kinderfestpreise. Die Familienmarke TUI Best Family mit ihren zahlreichen Hotels in Spanen, in der Türkei, Tunesien, Deutschland und in vielen anderen Feriengebieten ist sicher nicht der günstigste Anbieter für Familienurlaub, aber einer mit fairen Konditionen. Die Kinderfestpreise sorgen für kräftige Ermäßigungen von rund 50 Prozent – auf den Gesamtpreis. So kostet eine Woche im 4-Sterne-Hotel Bellis im türkischen Belek mit Flug und All-inclusive-Verpflegung ab 766 Euro pro Erwachsenem, der Kinderfestpreis liegt bei 349 Euro. Im Barrosa Garden an der spanischen Costa de la Luz wird’s für Kinder noch günstiger: Während Eltern pro Nase ab 798 Euro zahlen (Flug und Halbpension), reisen Kids zu einem Kinderfestpreis ab 289 Euro in das 4-Sterne-Hotel.

Die TUI-Billigmarke 1-2-Fly wirbt mit Kinderfestpreisen ab 229 Euro pro Woche – das ist allerdings der sogenannte Superkinderfestpreis, der nur bis zum 28. Februar gilt. Wer später bucht, zahlt einen Kinderfestpreis von 279 Euro. Im Angebot sind vor allem Hotels und 1-2-Fly Fun Clubs rund ums Mittelmeer sowie ab diesem Sommer die neuen Suneo Clubs. Die acht Suneo Clubs (in Spanien, Griechenland, der Türkei und in Tunesien) bewegen sich auf 3-Sterne-Niveau, bieten All-inclusive-Urlaub und richten sich sowohl an Familien als auch an Paare und Gruppen. Im Suneo Club Sirenis Cala Longa auf Ibiza kostet die Woche ab 462 Euro, Kinder reisen ab 229 Euro.

Komplizierte Preisgestaltung bei ITS und Tjaereborg

ITS gehört zu den Reiseveranstaltern, die vollmundig mit 100 Prozent Ermäßigung für mitreisende Kinder werben. Da heißt es für Eltern: genau nachrechnen! Die Ermäßigung wird nämlich lediglich auf den Hotelpreis gewährt, also für die Übernachtunsg- und Verpflegungskosten. 100 Prozent sind hier eben nicht 100 Prozent: Das Ticket muss immer voll gezahlt werden, die Ermäßigung gilt bei einigen Hotels auch nur bestimmte Zimmertypen und auch nicht für alle Kinder. Einige Hotels gewähren Rabatte für Kinder bis zu 15 Jahren, viele andere nur bis zu 12 Jahren.

Tjaereborg gehört wie ITS zum Rewe-Konzern. Bei der Preispolitik fährt der Billiganbieter ganz ähnlich wie ITS. Tjaereborg verspricht Ermäßigungen für Kinder zwischen 50 und 100 Prozent – aber ebenfalls nur auf den Hotelpreis. Der Reisepreis errechnet sich etwas kompliziert aus Basispreis (Flug und Nebenkosten) und Hotelpreis pro Nacht.

Ein Beispiel: Der Basispreis in einem bestimmten Hotel liegt für einen Erwachsenen bei 370 Euro, für Kinder liegt er bei 349 Euro. Dazu kommt der Hotelpreis von z. B. 16 Euro pro Nacht – auf diesen gibt’s Ermäßigung. Bei 50 Prozent wären das gerade mal 8 Euro pro Tag Ersparnis für das Kind, für sieben Tage macht das also 56 Euro. Mit den 21 Euro Ersparnis beim Basispreis fürs Kind ergibt das eine Ermäßigung von insgesamt 76 Euro – das ist im Vergleich zu Reiseveranstaltern, die einen Kinderfestpreis anbieten, kein wirklich großer Unterschied zum Preis, den die Eltern zahlen.

Fazit: Festpreise und Ermäßigungen für Kinder allein machen den Familienurlaub noch nicht günstig. Das Gesamtpaket muss stimmen – und dazu gehört der komplette Reisepreis für alle Familienmitglieder ebenso wie die möglichen Nebenkosten, die Qualität des Angebots und der Service des Reiseveranstalters.

Weitere Themen unseres Specials: Tipps für den Familienurlaub in Deutschland, Tipps für den Familienurlaub als Naturliebhaber

Foto: Grupotel/TUI

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