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FREE BIRDS – ESST UNS AN EINEM ANDEREN TAG

FREE BIRDS – ESST UNS AN EINEM ANDEREN TAG

Free BirdsHat eigentlich mal jemand die Truthähne gefragt, wie sie Thanksgiving finden? Die Antwort liefern zwei völlig verrückte Vögel in geheimer Mission und 3D mit dem temporeichen, Gag-geladenen Animationsfilm für Kinder und die ganze Familie „Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag“. Die unglaubliche Zeitreise zum ersten Thanksgiving startet am 6. Februar in unseren Kinos.

 

Die beiden unerschrockenen Vögel Jake und Reggie haben zu Thanksgiving eine ganz klare Meinung: Nie wieder Puter als Festtagsbraten! So nehmen sie ihr Schicksal in die eigenen Flügel und machen sich auf zu einem gefiedersträubenden Abenteuer, um die Tradition mit dem Truthahnbraten gleich im Federkiel zu ersticken.

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Mit der eiförmigen Zeitmaschine namens S.T.E.V.E. (Stimme Oliver Kalkofe), die die beiden schrägen Vögel kurzerhand vor den Augen des amerikanischen Präsidenten entführt haben, reisen sie ins Jahr 1621 an die amerikanische Ostküste, wo die Siedler in drei Tagen das allererste Thanksgiving gemeinsam mit den verbündeten Indianerstämmen feiern wollen. Der finstere Jäger Dynamite Joe (Stimme Thomas Fritsch) mit einem Hass auf Truthähne soll für die geeignete Fleischbeilage sorgen.

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Doch Jakes verrückter Rettungsplan wächst sich zu einem gefiedersträubenden Abenteuer aus, bei dem die ganze wilde Truthahnsippe erst recht ins Visier des schießwütigen Dynamite Joe gerät…

Klar ist: Wer „Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag“ nicht witzig findet, der muss wohl einen Vogel haben! Der Regisseur von „Horton hört ein Hu“ nimmt das Publikum mit auf eine unglaubliche Reise, bei der Rick Kavanian als Reggie und Christian Tramitz als Jake in den Hauptrollen die Federn fliegen lassen, und Nora Tschirner als von Reggie angebetete wilde Pute Jenny und Jorge Gonzalez in der Rolle des Amos schnattern und gackern:

Rick Kavanian ist Reggie
Der 1971 geborene Münchner Rick Kavanian hat sich neben Spielfilmen wie „Der Schuh des Manitu“, auch früh als Synchronsprecher verdient gemacht. So übernahm er die Synchronisation von Mike Myers in den letzten beiden Austin-Powers-Filmen. Es folgten u.a. Synchronsprecherrollen in allen drei „Madagaskar“-Filmen. Nun leiht er Reggie, dem cleveren Truthahn, für den ein Abenteuer der Extraklasse ansteht, seine Stimme. Kavanian schlüpft mit viel Witz und Charme mühelos in die Rolle des lustigen Truthahns, der an der Seite seines gefiederten Freundes Jake vom Couch-Potato per Zeitreise zum verliebten Weltverbesserer wird.

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Christian Tramitz ist Jake
Als Reggie und Jake arbeiten nach längerer Pause wieder zwei alte Bekannte zusammen. Tramitz und Kavanian waren beide als Mitglieder des Comedy-Trios der Bullyparade bekannt geworden. Wie Kavanian leiht auch Tramitz famosen Filmfiguren gerne seine Stimme, darunter keinen Geringeren als Asterix und Marlin aus „Findet Nemo“. Da verwundert es kaum, dass Tramitz als Jake, der pflichtbewusste Retter seiner gefiederten Brüder und Schwestern, an der Seite seines altbekannten Teamkollegen Kavanian kollert, was die Truthahnröhre hergibt.

Die beiden sind eben ein eingespieltes Team. Und wer könnte dem willensstarken Jake in seinem Vorhaben, alle Truthähne vom Speiseplan zu streichen, mehr Inbrunst verleihen, als Christian Tramitz, alias Ranger, der letzte Freund der Indianer? Jake ist schließlich nicht irgendein Truthahn, sondern der Anführer einer militanten Tierschutzorganisation, die bisher genau ein Mitglied zählt – Jake selbst. Geleitet vom Allmächtigen Truthahn strotzt der Möchtegern-Held geradezu vor Tatendrang, kurz: genau das Richtige für den Ironie-Zeremonienmeister Christian Tramitz.

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Nora Tschirner ist Jenny
Jenny ist nicht irgendeine hübsche Truthenne, sie ist die Tochter von Breitschnabel, dem Anführer der Wildtruthähne im tragischsten aller Truthahnjahre: 1621. Reggie, der mit Jake durch die Zeit zu ihnen geflogen kommt, verliebt sich prompt in die smarte Häuptlingstochter. Gemeinsam lernen Reggie und Jenny ihre Welt neu kennen und haben trotz der federsträubenden Umstände auch Spaß dabei. Dass man manchmal am besten so spricht, wie einem der Schnabel gewachsen ist, davon versteht Nora Tschirner einiges. Deshalb ist es nur gut, dass die gebürtige Berlinerin nach Merida in „Merida – Legende der Highlands“ nun der mutigen Truthenne Jenny stimmlich unter die Flügel greift.

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Jorge Gonzalez ist Amos
Der in Kuba geborene Jorge Alexis Gonzalez Madrigal hat gewiss keinen fremden Federschmuck nötig. Er schaffte es fast ganz alleine vom diplomierten Nuklear-Ökologen übers Model bis hin zum allseits bekannten Stylisten und Modechoreografen ins deutsche Fernsehen. Nun darf er in „Free Birds“ als lustiges Truthähnchen Amos erstmals synchronflügge werden. Das wird witzig!

Oliver Kalkofe ist S.T.E.V.E.
Der gelernte Fremdsprachenkorrespondent Oliver Kalkofe wurde 1965 in Hannover geboren und machte bereits im Radio in der sonntäglichen Kultshow „Frühstyxradio“ mit seinem bissigen Humor auf sich aufmerksam. Neben zahlreichen Fernsehfilmrollen machte er sich einen Namen als hervorragender Synchronsprecher. So gab er dem gefräßigen Kater Garfield und einigen anderen Hauptrollen in Animationsfilmen, wie „Planes“ und „Epic“, seine Stimme. In „Free Birds“ spricht er S.T.E.V.E., die Zeitmaschine, mit der Jake und Reggie in die Vergangenheit reisen. Der Produzent Aron Warner sagt: „S.T.E.V.E. ist nicht bloß irgend so eine Zeitmaschine. Auf gewisse Weise ist er auch die Stimme von Reggies Gewissen. Er gibt Reggie den entscheidenden Anstoß, zu seinem wahren Selbst zu finden – und er macht das auf sarkastische und sehr witzige Art und Weise.“ Ganz im Ernst, als Stimmgeber einer Zeitmaschine kommt nur einer in Frage: Oliver Kalkofe!

Was für uns der Gänsebraten an Weihnachten, das ist für die Amerikaner der Truthahn zu Thanksgiving. Und die amerikanische Version des Erntedankfestes, das immer am vierten Donnerstag im November stattfindet, gilt dort, ebenso wie bei uns das Weihnachtsfest, als das traditionelle Datum für Familienzusammenkünfte. Wie schade, dass „Free Birds“ dann erst im Februar in unsere Kinos kommt. Oder hatte da etwa eine Geflügel-Mafia Angst um ihren Absatz?

Wer beim Abspann des Films noch ein wenig sitzen bleibt, der bekommt auch noch mit Ente und Ei den gar nicht dezenten Hinweis auf weitere Esstraditionen zu Familien-Feiertagen. Worauf man aber leider lange warten kann, ist die Erklärung, warum man nun an Thanksgiving Truthahn isst – das wäre nicht nur für Kinder interessant gewesen. Auch wenn der Film am Ende eine vegetarische Alternative zum Puter anbietet, so ist das keine Lösung. Oder würden Sie zum Festtag der Familie Fast Food vom Lieferservice kredenzen?

Fazit: Tolles Thema, lustige Charaktere, mit Zeitmaschine und jeder Menge Filmzitaten auch ein großer Spaß für die Erwachsenen, aber: kein Lösungsansatz gefunden, liebe Vegetarier!

Free Birds_PlakatKinostart: 6. Februar 2014; Regie: Jimmy Hayward; FSK: ab 6 Jahren; Länge: 92 Minuten; Verleih: Senator; Link: freebirdsmovie.com

 

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