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DISCONNECT

DISCONNECT

DisconnectUnterwegs, zu Hause, bei der Arbeit – wir sind so gut wie immer online. Wie schnell das zum Verhängnis werden kann, zeigt der Internet-Thriller „Disconnect“ mit Jason Bateman und Alexander Skargård. Henry-Alex Rubins spannungsgeladenes Spielfilmdebüt kommt im Umfeld von NSA-Datenskandal, Kreditkartenbetrug und YouTube-Abschiedsvideos am 30. Januar genau zur richtigen Zeit in unsere Kinos.

 

Nach dem Tod ihres Babies haben sich Cindy (Paula Patton) und Derek Hull (Alexander Skarsgård) auseinander gelebt. Während Derek die Leere in seinem Leben mit kostspieligen Online-Poker-Runden zu füllen versucht, verbringt Cindy ihre Zeit in Chatrooms, in denen sie Trost bei Schicksalsgenossen sucht. Wie aus heiterem Himmel sehen sich die beiden mit Identitätsdiebstahl konfrontiert – jemand hat sich über Cindys Chatroom ihrer Kreditkartendaten habhaft gemacht und sämtliche Konten leer geräumt. Verzweifelt beginnt Derek die Suche nach dem Betrüger.

Disconnect 3

Rich Boyd (Jason Bateman) ist als erfolgreicher Anwalt nahezu ständig mit seiner Arbeit beschäftigt und vernachlässigt so systematisch Frau (Hope Davis) und Kinder. Er wird jäh wachgerüttelt, als sein Sohn Ben (Jonah Bobo) infolge einer Cyber Mobbing-Attacke versucht, sich das Leben zu nehmen.

Disconnect 2

Nina Dunham (Andrea Riseborough) will als Journalistin Karriere machen. Für ihren Durchbruch fehlt ihr allerdings noch die richtige Story. Im Internet wird sie aufmerksam auf Sex-Chatrooms, in denen sich Minderjährige prostituieren. Sie freundet sich mit einem der Jungen (Max Thieriot) an, um einen Top-Beitrag fürs Fernsehen zu bekommen. Aus der reinen Recherchetätigkeit wird jedoch bald mehr.

Disconnect 1

Die Charaktere in „Disconnect“ scheinen alle ein ganz gewöhnliches Leben zu führen. Doch ein Blick unter die Oberfläche zeigt: Sie alle lassen ihr Leben maßgeblich durch das Internet bestimmen. Auch wenn es sich hier nicht um den klassischen Thriller mit dunklen Gassen, Gangstern und Kanonen handelt, sorgt der Film durchgängig für Spannung. Das ist neben dem episodischen und dadurch abwechslungsreichen Aufbau sicherlich auch dem Cast geschuldet: Bateman, Skarsgård und Co. schaffen es, mit ihrem Spiel genau die richtige Stimmung auf die Leinwand zu transportieren.

Vorbei scheinen die Zeiten, in denen Kinder sich auf dem Schulhof geprügelt haben und Frauen in dunklen Gassen überfallen wurden – das Stichwort im 21. Jahrhundert lautet „Cyber Crimes“. Welche Gefahren im World Wide Web lauern und was der heutzutage ganz normale übermäßige Internetkonsum mit uns macht, zeigt „Disconnect“ eindrucksvoll. Dabei wird aber nie der Zeigefinger erhoben. Auch wenn die Botschaft des Films ganz klar die ist, dass echte zwischenmenschliche Beziehungen immer noch wichtiger sind als virtuelle Kontakte, so handelt es sich hier nicht um eine anstrengende Lehrstunde nach dem Schema „Leg doch mal das Handy weg“.

Disconnect PosterKinostart: 30. Januar 2014; Regie: Henry Alex Rubin; FSK: ab 12 Jahren; Länge: 115 Minuten; Verleih: Weltkino; Link: disconnect.weltkino.de

 

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