Familienleben

Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Vier von fünf Arbeitnehmern finden es wichtig, dass der Arbeitgeber ihre Gesundheit durch entsprechende Maßnahmen fördert, jeder Vierte nutzt bereits betriebliche Angebote wie Bewegungskurse oder Workshops. Zum Glück haben die meisten Unternehmen erkannt, dass vor allem gesunde und motivierte Mitarbeiter nicht nur zu einem guten Betriebsklima beitragen, sondern auch ein entscheidender Wettbewerbsfaktor geworden sind.

 

Früher konnte man froh sein, wenn einem der Arbeitgeber einen ergonomischen Bürostuhl anbot, der auch nach mehrstündigem Sitzen keine Rückenschmerzen verursachte. Heute geht die betriebliche Gesundheitsförderung weit über die üblichen Arbeitsschutzmaßnahmen hinaus: Es gibt firmeneigene Fitnessstudios, Massagen während der Arbeitszeit und Präventivangebote wie Kochkurse, um die Mitarbeiter gesund und bei Laune zu halten.

Zum Glück haben die meisten Unternehmen erkannt, dass vor allem gesunde und motivierte Mitarbeiter nicht nur zu einem guten Betriebsklima beitragen, sondern auch ein entscheidender Wettbewerbsfaktor geworden sind. Jeder zweite Betrieb über 50 Mitarbeiter und jeder vierte kleinere Betrieb bieten zum Beispiel laut einer aktuellen Umfrage der AOK eine kostenlose Grippeschutzimpfung für die eigenen Mitarbeiter an, jeder dritte Betrieb (bei Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern jeder zehnte) hat einen eigenen „Gesundheitstag“ mindestens einmal pro Jahr, bei dem die Mitarbeiter unter verschiedenen Sport- und Coachingangeboten wählen können.

Viele Vorteile für die Arbeitgeber
Kostenlose Gesundheitsangebote für die Mitarbeiter lohnen sich nicht nur in puncto Motivation, sondern langfristig gesehen auch finanziell. Denn laut IHK zahlt sich jeder Euro, der von Unternehmen in präventive Maßnahmen investiert wird, fünf- bis 16-fach aus, in Abhängigkeit von Dauer und Umfang der Maßnahmen (die Summe der Einsparungen setzt sich zusammen aus Kostenreduktion durch Verringerung von Abwesenheit und Krankheit). Laut einer Studie der Universität Bayreuth kann die krankheitsbedingte Abwesenheit chronisch kranker Arbeitnehmer durch betriebliche Gesundheitsmaßnahmen um bis zu 76 % vermieden werden, die Bundesagentur für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin spricht von 30 bis 40 % weniger Arbeitsunfähigkeitstagen durch entsprechende Prävention.

Durch die betriebliche Gesundheitsförderung können Arbeitsstrukturen verbessert werden und die Gesundheitsquote steigt wieder. Die Arbeitsbelastung wird verringert und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter verbessert. Das Unternehmen punktet bei der Corporate Identity, es wird für Fachkräfte attraktiver und die Fluktuation sinkt. Ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitern im Gesundheitsbereich kostenlose Fördermaßnahmen anbietet, ist vor allem für erfahrene Mitarbeiter ein interessanter Arbeitgeber, mit dem man sich gerne identifiziert.

Für den Mitarbeiter bieten die Maßnahmen nicht nur Positives für die Gesundheit, sondern auch Möglichkeiten zur Steigerung der individuellen Produktivität, Leistungsfähigkeit und Qualität. Zudem führen sie laut Umfragen zu einer Verbesserung des Betriebsklimas und einer angenehmeren Kommunikation unter den Mitarbeitern sowie zu einer erhöhten Arbeitszufriedenheit und gesteigertem Wohlbefinden.

Beispiele aus der Praxis für betriebliche Gesundheitsförderung
Viele Betriebe leisten sich heute einen Sportwissenschaftler oder Physiotherapeuten als Rückentrainer, der die Mitarbeiter über mehrere Wochen nach Feierabend schult, wie man rückenschonend sitzt, hebt und arbeitet – für eine bessere Arbeitshaltung und weniger Beschwerden durch sitzende Tätigkeiten.

Unternehmen in der Automobilindustrie, also solche mit hohem Männeranteil, bieten spezielle Aufklärungs-Workshops zum Thema Männergesundheit an mit dem Ziel eines bewussten Lebenswandels.

Zahlreiche Unternehmen unterstützen firmeneigene Sportgruppen wie Frühsportgruppen vor der Arbeitszeit oder eine betriebseigene Freizeit-Fußballmannschaft nach Feierabend mit Geräten, Hallenmiete oder einem Trainer.

Mitarbeiter im Schichtdienst bekommen spezielles Coaching und situationsabhängige Ernährungsberatung, damit ihr Lebenswandel und ihre Gesundheit nicht zu sehr unter den besonderen Arbeitsbedingungen leiden.

Manager erhalten Stressbewältigungs-Seminare und Burnout-Prävention, Workshops während der Arbeitszeit für alle Mitarbeiter beinhalten Übungen zur Stressreduktion und für kurze Entspannungspausen.

Und last but not least bieten immer mehr Firmen ihren rauchenden Mitarbeitern inzwischen Seminare zur Nikotinentwöhnung an.

Fit mit Paul – Angebot des Gesundheitsministeriums
Eine nette Idee hatte das Bundesministerium für Gesundheit mit dem kostenlosen Bildschirmschoner „Pauls Schreibtischübungen“. Kleine Pausen am Schreibtisch können jederzeit für die kurzen, effektiven Übungen genutzt werden. Hier können Sie „Paul“ herunterladen.

 

Quelle: medicalpress.de

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